Triathlon Buschhütten

Gestern war ich in Buschhütten beim – wie es der Veranstalter nannte – „Duell der Legenden“. Und tatsächlich konnte der Kurzdistanz-Triathlon im Siegerland mit einem Profi-Starterfeld aufwarten, dass so manchen Ironman-Großevent-veranstalter vor Neid hätte erblassen lassen: von den Top10 der WM auf Hawaii im letzten Jahr waren alleine drei Athleten am Start: Timo Bracht, Faris Al-Sultan und Dirk Bockel, hinzu kamen noch der Titelverteidiger Sebastian Kienle und der zweitplatzierte beim Ironman Südafrika 2011 Andi Böcherer; aber auch Altstars, wie Lothar Leder, der das Rennen in Buschhütten bereits 5x gewinnen konnte, waren am Start.

Fotos vom Wettkampf

Ich war – wie schon letzte Woche bei den Deutschen Duathlon Meisterschaften in Oberursel – als Fotograf dabei und konnte das Rennen aus nächster Nähe verfolgen. Während sich Sebastian Kienle und Andi Böcherer einen harten Kampf an der Spitze des Feldes lieferten, hinkten einige bekannte Gesichter zu meiner Überraschung deutlich hinterher. eine davon war Faris Al-Sultan, der mehr als 3min beim Rad fahren verlor, eigentlich seine starke Disziplin.

Faris Al-Sultan in Buschhütten

König von Buschhütten

Auch der mehrfache Ironman-Frankfurt-Gewinner Timo Bracht hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun und wurde zwischenzeitlich sogar beim Laufen, seiner starken Disziplin, von Faris überholt, am Ende war aber dann doch wieder knapp vor dem Münchner. An der Spitze passierte nach dem zweiten Wechsel nicht mehr viel. Die drei schnellsten Radler – Böcherer, Kienle und Bockel – reihten sich recht schnell ein: Böcherer konnte das Tempo von Kienle nicht mitgehen und Bockel nicht das Tempo von Böcherer. Und so wurde – übrigens zum vierten Mal in Folge – Sebastian Kienle zum König von Buschhütten gekrönt.

Sebastian Kienle in Buschhütten

Weitere Bilder vom Triathlon in Buschhütten gibt es entweder auf meiner Sportfotografie-Website oder bei Facebook-Fanpage. 😉

Duathlon in Oberursel

Am gestrigen Tag, dem ersten Mai, hatte ich meinen „Saisonauftakt“ bei den Deutschen Duathlon Meisterschaften in Oberursel.

Nein, ich habe dort nicht mitgemacht, aber ich war dort als Fotograf am Start. Dass ich bei einem Duathlon oder auch bei einem Triathlon nicht mitmache, sondern den jeweiligen Wettkampf als Sportfotograf begleite, das wird in Zukunft häufiger der Fall sein. Ihr könnt also euch schon mal dran gewöhnen. 😉

Deutsche Duathlon Meisterschaften

Fotos vom Duathlon in Oberursel

Zum zweiten Mal wurde die Duathlon-DM nun im Taunusstädtchen Oberursel durchgeführt und passend dazu waren auch die Sieger, die gleichen, wie im Vorjahr. Bei den Frauen siegte die Vorjahressiegerin Jenny Schulz souverän mit einem Start-Ziel-Sieg. Bereits auf den ersten zehn Laufkilometern brummte sie der härtesten Konkurrentin Kristin Möller vom Abu Dhabi Triathlon Team fast eineinhalb Minuten auf. Auch auf dem Rad fuhr sie der Konkurrenz davon, so dass sie die abschließenden 5km locker laufen konnte. Bei den Männern war es, zumindest, was die offene Wertung anging, etwas spannender. Titelverteidiger Patrick Lange, der im Vorjahr noch die Profis Sebastian Kienle und Normann Stadler auf die Plätze verwies, lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem zweimaligen Duathlon-Weltmeister auf der Langdistanz, dem Schweizer Andy Sutz. Die beiden fuhren dicht beieinander dem restlichen Feld davon und gingen gemeinsam auf die abschließenden fünf Kilometer. Dort attackierte Lange dann auch gleich, Sutz musste abreißen lassen.

Ach ja, und für die, die es sehen möchten: hier sind meine Fotos vom Duathlon in Oberursel.

Frühjahrslauf in Giessen

Heute war mein erster Wettkampf in diesem Jahr und ich habe auch gleich mein erstes Saisonziel für 2011 erreicht, einen Halbmarathon in einer Zeit unter 1:40h zu laufen. Letztes Jahr war ja mein Versuch auf den letzten Kilometern schiefgegangen und auch dieses Mal sah es zwischendurch eine Weile so aus, als würde ich es wieder nicht packen; doch alles der Reihe nach.

Das Duell – Mann gegen Mann

Daniel verfolgt Axel

Neben meinem Sub-1:40-Ziel hatte ich noch ein weiteres: ich wollte meinen Arbeitskollegen Axel schlagen. Mit ihm habe ich mich in den letzten Wochen in der Mittagspause beim Laufen ständig duelliert (in erster Linie verbal) und nach meinen Verbalattacken musste ich nun Taten folgen lassen. Das Problem: er wollte auf 1:35h laufen, was mir eigentlich eine Nummer zu schnell ist, aber ich dachte, wenn er einen schlechten Tag hat und ich einen perfekten, dann wird das schon klappen. Oder wenn ich einfach dicht genug an ihm dranbleiben kann, dann wird es der pure Siegeswille schon richten. 😉

Eine ganz neue Erfahrung für mich, einmal nicht gegen die Uhr zu laufen, sondern gegen einen direkten Konkurrenten. Es sollte aber nicht lange dauern, dann befand ich wieder im Kampf gegen die Uhr… ich wollte gleichmäßig laufen und war damit die ersten drei Kilometer vorne, dann kam Axel an mir vorbei und ich versuchte dranzubleiben, was ich aber nur bis KM7 schaffte. Ein 4:30er Schnitt war zu diesem Zeitpunkt eindeutig zu schnell und ich machte einen Tick langsamer und hoffte, dass der Abstand nicht zu groß werden würde. Doch er wuchs kontinuierlich an.

Das Duell – Mann gegen Uhr

Daniel hat ein Tief

Nach ziemlich genau 46 Minuten waren die ersten 10km rum, meine Kräfte schwanden schon etwas, trotzdem konnte ich das Tempo noch bis KM15 noch einigermaßen hoch halten. Ich rechnete mir zu diesem Zeitpunkt aus, dass ich ja eigentlich nur noch einen 5min-Schnitt laufen müsste, um das Sub1:40-Ziel noch zu erreichen und dachte mir, dass das schon irgendwie klappen würde, doch dann kamen die härtesten zwei Kilometer zwischen KM16 und KM18. Da ging einfach gar nix mehr, ich konnte beim besten Willen den Schnitt nicht mehr unter 5min halten und war mir unsicher, ob ich überhaupt noch ins Ziel kommen würde. Mir ging’s echt dreckig und an mir flogen die Leute nur so vorbei. Ich weiß nicht warum, aber von jetzt auf gleich fühlte ich mich nach KM18 wieder einigermaßen und konnte auch wieder das alte Tempo laufen. Keine Ahnung warum, aber der Motor lief wieder…

Um das mal zu veranschaulichen, eine kleine Grafik von meinem Lauf, die die durchschnittliche Pace beim jeweiligen Kilometer anzeigt. Man sieht deutlich, dass da ein richtiges Tief drin ist und nachdem das überwunden war, ging’s ganz normal weiter, als wäre nix gewesen. Einfach eine krasse und neue Erfahrung für mich.

Tiefes Loch bei KM17 und KM18

Und diese wundersame Erholung hat dann dafür gesorgt, dass ich mit 1:39:32h dann doch noch unter meinem Sub-1:40-Ziel geblieben bin. Tja, und wenn dieser extreme Durchhänger nicht gewesen wäre, dann hätte es auf der ewig langen Zielgeraden vielleicht doch nochmal zu einem Showdown zwischen Axel und mir kommen können, denn auch Axel hatte in der zweiten Rennhälfte starke Probleme und kam nach 1:36:57h ins Ziel. Wer weiß, ob es mich nicht noch beflügelt hätte, wenn ich ihn 150m vor mir direkt vor Augen gehabt hätte.

Aber hey, Axel ist momentan einfach noch einen Tick besser, das muss ich akzeptieren. Ich bin trotzdem mehr als zufrieden: Ziel erreicht und -ganz witzig- damit auch noch den dritten Platz in der AK30 belegt und auch alle Frauen hinter mir gelassen.

Das bedeutete meine allererste Siegerehrung bei einem Laufwettkampf, zusammen mit Henrik, der mit seinen 1:25:48h insgesamt 7ter und Altersklassensieger wurde. 😀

Henrik und Daniel bei der Siegerehrung

Danke übrigens an meine Frau Katharina, die die ganzen schönen Fotos vom Halbmarathon beim Frühjahrslauf in Giessen gemacht hat.

4-jähriges Jubiläum

Auf Facebook hatte ich es bereits gestern verkündet, zum Bloggen kam ich erst jetzt: vor 4 Jahren, genau am 3.März 2007 begann meine „sportliche Karriere“. Damals habe ich in einer Bierlaune die Wette abgeschlossen, dass ich es schaffe, bis zum Jahresende 25kg abzunehmen. Wie das ausgegangen ist, konntet ihr ja alle auf Pro7 bei Galileo sehen. 😉

Jedenfalls war ich noch am gleichen Tag das erste Mal laufen, wobei man das im Nachhinein betrachtet nicht als laufen bezeichnen konnte, da sind manche beim Spaziergang schneller, denn für meine allererste Einheit von 5,2km Länge habe ich stolze 45 Minuten gebraucht. Das entsprach einem Schnitt von 8:39min/km… gefühlt habe ich mich aber dennoch, wie jemand, der gerade eine Höchstleistung vollbracht hat.

Mittlerweile laufe ich dann doch ein wenig schneller, aber im Vergleich zu meinen Arbeitskollegen immer noch recht lahm. Das soll sich ändern und deshalb ist dieses Jahr – ich hatte das schon mal erwähnt – das Laufen überwiegend dran.

Meine Ziele für 2011 hab ich mal so abgesteckt:

  • 10km in unter 44:00min
  • 21,1km in unter 1:40:00h – DONE!
  • 42,2km in unter 3:30:00h

Schau mer mal was ich davon packe… 🙂

Pulskontrolle – Sinnvoll oder Unsinn?

Gestern war ich zusammen mit meinen Kollegen in der Mittagspause laufen. An für sich nichts ungewöhnliches, denn das machen wir mindestens zweimal pro Woche, doch gestern hatte ich erstmals keine Lust meinen Brustgurt anzuziehen und war somit ohne Pulsanzeige auf meiner Uhr unterwegs.

Herausgekommen ist dabei dann die schnellste Einheit, die ich jemals in der Mittagspause mit den Kollegen gelaufen bin. Die zweitschnellste Zeit für unsere Standard-„10km-übern-Berg“-Runde lag bei mir bisher bei 52min, gestern waren es dann nur 46min. Wenn man bedenkt, dass zwischen KM4 und KM6 ein bisschen mehr als 100 Höhenmeter zu erklimmen sind, finde ich das für mich schon eine sehr gute Zeit, die ich mir selbst nicht zugetraut hätte.

Die Frage, die sich mir nun stellt: wäre ich überhaupt so schnell gelaufen, wenn ich meinen Brustgurt angehabt hätte? Wäre ich nicht automatisch langsamer geworden, wenn ich gesehen hätte, in welchen Sphären ich mich pulstechnisch bewege?

Die Profis und Pulsuhren

Bei den Profis ist das mit der Pulskontrolle ja auch sehr unterschiedlich, wie ich beim Durchblättern meiner Hawaii-Bilder gesehen habe.

Während ein Andreas Raelert noch nicht einmal eine Uhr anhat, geschweige denn einen Brustgurt zur Pulsüberprüfung, kommen andere Profis, wie beispielsweise der achtplatzierte Dirk Bockel gleich mit zwei Uhren daher: an der einen Hand die RS800CX und an der anderen den Garmin FR 310XT.

Andreas Raelert ohne Pulsuhr

Andreas Raelert braucht keine Pulsuhr, er läuft nur nach Gefühl. Für den Sieg gibt es sowieso nur ein Rezept: Vollgas!

Dirk Bockel mit zwei Pulsuhren

Dirk Bockel nimmt zur Sicherheit gleich zwei Uhren mit damit auch ja nichts schiefgehen kann.

Zum Thema „Training und Technik“ haben sich Sebastian Kienle und Ronny Schildknecht schon mal in ihren Blogs ausgelassen. Fazit: man sollte mehr auf sein Gefühl hören und immer Herr über die Technik sein und nicht ihr Sklave.

Mein Fazit

Letzteres war bei mir in der jüngsten Vergangenheit immer der Fall. Selbst wenn mein Gefühl und die Zeit des Trainingslaufs gut war, stellte sich dann nach Auswertung der Pulsdaten ein negatives Gefühl ein, nur weil der Durchschnittspuls vielleicht mal zwei, drei Schläge höher als sonst war. Oder wenn das Gefühl während des Trainings gut war, die Uhr aber offensichtliche fehlerhafte Messungen zeigte (z.B. Puls 210 bei einem 5:30er Schnitt) habe ich eher langsamer gemacht oder die Einheit verkürzt; hätte ja doch was sein können.

Ich habe jetzt für mich beschlossen, meinen Brustgurt des öfteren zuhause zu lassen und mehr auf mein Gefühl zu hören anstatt ständig auf die Uhr zu sehen.

Bin mal gespannt, wie sich das dann entwickelt…

Wie haltet ihr das eigentlich mit der Pulskontrolle im Training? Habt ihr die Uhr ständig dabei, lauft ihr auch mal ohne oder vielleicht sogar immer ohne? Wie macht ihr das im Wettkampf? Nehmt ihr überhaupt eine Uhr mit oder zur Sicherheit gleich zwei?

Pro7 Galileo: Vom Pummelchen zum Ironman

Ich bin gerade zufällig im Netz auf die Website des Galileo-Redakteurs gestoßen, der mich von August 2007 bis zum Ironman im Juli 2008 mit der Kamera begleitet hat. Er hat dort den kompletten Mitschnitt des Galileo-Beitrags „Vom Pummelchen zum Ironman“ online gestellt.

Da ich immer mal wieder gefragt wurde, ob es den Bericht irgendwo im Netz gibt und ich das bisher immer verneinen musste, kann ich also jetzt sagen: wer den Beitrag nochmal sehen will oder wer ihn bisher noch nicht gesehen hat, ihn aber gerne einmal sehen möchte, der kann das jetzt auf Youtube tun. Einfach nach „Pummelchen Ironman“ suchen und das erste Video auf der Seite starten oder einfach direkt diesen Link hier verwenden: „Vom Pummelchen zum Ironman„.

Die Qualität könnte zwar etwas besser sein, aber ich will nicht meckern, und freue mich, dass der Bericht überhaupt wieder online ist. Übrigens: in der Mitte des Videos, wo eigentlich der Werbeblock auf Pro7 kam, ist ein klein wenig Leerlauf drin und für ca. eine Minute der Bildschirm schwarz. Keine Angst, das geht danach aber weiter; einfach ein bisschen vorspulen.

Roadmap to Kona…

Ein paar Wochen sind jetzt seit der Hawaii-Reise vergangen und irgendwie bin ich bis jetzt noch nicht dazu gekommen, ein bisschen was über meinen Aufenthalt in Kailua-Kona zu erzählen. Viel zu schnell hat mich leider der Stress des Alltags wieder eingeholt und dadurch hatte ich dann auch keine Lust, was zu schreiben… und sich zum Bloggen zu zwingen, das macht keinen Sinn.

Eigentlich wollte ich euch erzählen, wie es sich angefühlt hat, ein wenig in der Bucht von Kona zu schwimmen, über den QueenK-Highway in Richtung Energy Lab zu laufen und auf dem Rad gegen den Wind anzukämpfen, aber das ist ja schon wieder so lange her, dass es sich nicht mehr lohnt darüber zu schreiben. Viel wichtiger ist der Blick nach vorne. 😉

Ich hatte im Vorfeld der Hawaii-Reise schon einmal angekündigt, dass es eigentlich nur zwei Möglichkeiten gäbe, wie es weitergehen könnte; entweder ich sage, „Ich will unbedingt auch mal auf Hawaii starten“ oder das Gegenteil ist der Fall „Niemals werde ich mir das dort antun“. – Doch nichts davon ist eingetreten! Natürlich würde es mich schon einmal reizen, dort an den Start gehen zu dürfen, aber der Funke ist nicht so dermaßen übergesprungen, dass ich alles dafür geben würde. Der letzte Wille fehlt also (noch)…

Abgesehen davon, dass ich mit meinen bescheidenen Möglichkeiten ohnehin keinen direkten Qualifikationsplatz bekommen würde, sondern nur darauf hoffen könnte, dass ich das Rennen meines Lebens mache und vor mir dann unzählige schnellere Athleten absagen würden. Allerdings: schaut man sich die Quali-Zeiten von Frankfurt aus diesem Jahr an, dann sieht man, dass in der AK35 bei den Männern der letzte Slot mit einer Gesamtzeit von 10:01.47h gewonnen wurde; wenn man das mal als Maßstab nehmen würde, dann könnte das ja doch mit meinem Startplatz nicht ganz so utopisch sein, wie zunächst angenommen. Aber man darf dabei nicht vergessen, ab nächstem Jahr gibt es weniger Slots in Frankfurt, dann dürften die Zeiten wieder niedriger sein und wenn dann nicht mehr so viele absagen, müsste man ruckzuck mal eine ganze Stunde schneller sein und dann wird es wieder utopisch…

Lange Rede kurzer Sinn: ich kündige jetzt hiermit an, dass ich 2013 wieder in Frankfurt starte (dann in der M35) und schauen wir dann einfach mal, ob ich es schaffe, in den bis dahin zweieinhalb Jahren meine großen Defizite beim Schwimmen und Laufen auszubügeln und aus mir einen Kerl zu machen, der das Ding in unter 10 Stunden schafft.

Ob das für einen Slot reichen wird, das wird man sehen.

Zurück aus Hawaii

Eine Woche ist inzwischen seit meiner Rückkehr aus Hawaii vergangen und irgendwie fühle ich mich immer noch ein wenig durcheinander: statt morgendlichem Lauf in kurz/kurz bei 28 Grad, heißt es nun Eiskratzen bei minus 2 Grad, statt Beine hochlegen und faul sein, heißt es nun wieder auf der Arbeit ranklotzen und als wäre das nicht schon genug, macht mir die Zeitverschiebung immer noch ein bisschen zu schaffen; mein Rhythmus ist noch um ein paar Stunden verschoben. Aber das wird sich schon noch geben…

Fotos, Fotos, Fotos, …

Jedenfalls finde ich jetzt das erste Mal Zeit, hier wieder einen kleinen Beitrag zu schreiben; vorher habe ich mich ausschließlich um meine Bilder gekümmert: 4.653 Fotos habe ich gemacht, davon 758 wegen Platzmangels schon vor Ort gelöscht, blieben also immer noch 3.895 Bilder, die gesichtet und bearbeitet werden wollten. Wer selbst schon einmal solche Datenmengen aus dem Urlaub heimgebracht hat, wird wissen, wie viel Zeit das in Anspruch nimmt.

Wer schon einmal den bearbeiteten Teil sehen will, der kann das bei Facebook tun:

Doch auch wer keinen Facebook-Account hat, der kann sich meine Bilder vom Ironman betrachten. Hier findet ihr meine Lieblingsbilder von der Ironman-Weltmeisterschaft.

Apropos Facebook, was mich ganz besonders freut: Mirinda Carfrae, die Siegerin bei den Frauen fand wohl mein Bild von ihr beim Zieleinlauf so toll, dass sie es gleich als Profilbild für ihren Facebook-Account genommen hat. *stolzbin*

 

So, jetzt war es doch wieder nur ein Beitrag über Fotos, aber die Berichte, wie ich es in Kona so fand, die werden noch folgen; versprochen! 🙂

King Kamehameha’s Kona Beach Hotel

Juchhu, endlich ist das mit der Hotelbuchung fix…!

Katharina und ich werden während des Ironman auf Hawaii im gerade frisch renovierten King Kamehameha’s Kona Beach Hotel wohnen.

Lange hat’s gedauert…

Warum das für mich jetzt ein Posting wert ist, ist schnell erklärt: ich freu mich nämlich riesig darüber, dass es nach langem hin und her endlich geklappt hat. Über die diversen Reiseveranstalter war das Hotel nicht direkt buchbar, sondern nur auf Anfrage zu bekommen, allerdings wurden unsere Anfragen über DERTOUR, FTI und wie sie alle heißen, aber nach einigen Tagen allesamt abgelehnt. Letztlich habe ich dann direkt über die Website des Hotels gebucht, weil dort noch ein paar Zimmer frei waren; aber auch damit war das Thema noch nicht erledigt, denn ebenfalls nach einigen Tagen erhielt ich eine E-Mail mit dem Hinweis, dass zum Ironman besondere Bedingungen gelten. Ich sollte diese Bedingungen unterschreiben und das Hotel im Voraus bezahlen. Daraufhin schrieb ich eine Mail zurück mit einer kleinen Nachfrage, die aber nie beantwortet wurde. Wahrscheinlich ist sie im Spamfilter gelandet oder einfach untergegangen. Nach einer Woche habe ich dann mal nachgefragt, was denn nun sei und dann auch endlich eine Antwort erhalten. Anschließend schnellstens die Bedingungen unterschrieben und gezahlt.

Geniale Lage

Was an dem Hotel so besonders ist, dass ich da unbedingt hin wollte? Ganz einfach, es liegt direkt an Start und Ziel…

Ironman - Kona Beach Hotel

Ich habe hier mal ein klein wenig gezeichnet. Das hellblaue, das ist das King Kamehameha, gelb eingezeichnet ist die Wechselzone. Los geht es im dunkelblauen Bereich, da liegt nämlich die Schwimmstrecke. Die grünen Linien markieren die Radstrecke und die roten Linien die Laufstrecke.

Ich freu mich ja so….!

PS: … noch 24 Tage bis zum Ironman

Staffeln im Triathlon (II)

Vor einigen Tagen habe ich euch gefragt, was ihr von Staffeln im Triathlon-Sport, insbesondere bei Ironman-Veranstaltungen haltet.

Die Diskussionen, die parallel auf Twitter, Facebook und hier im Blog liefen, gingen -mit wenigen Ausnahmen- eindeutig in eine Richtung:

  • Nein, Staffeln haben beim Ironman nichts verloren!

Meine 2 Cent

Und ehrlich gesagt, das entspricht auch meiner Meinung. Genauso wenig, wie man ein Marathon-Läufer ist, wenn man lediglich 10 1/2 km in einer Staffel läuft, genauso wenig ist man Triathlet oder gar Ironman, wenn man nur eine der drei Disziplinen bewältigt bzw. bewältigen kann! Zum Triathlon-Sport gehört es eben dazu, dass man erst schwimmt, dann Rad fährt und zum Abschluss noch einmal läuft und nicht nur eines macht. Wer nur schwimmt ist ein Schwimmer, wer nur Rad fährt ist ein Radfahrer und wer nur läuft ist ein Läufer, aber eben keiner davon ist ein Triathlet. Ich denke, darüber braucht man gar nicht zu diskutieren. Von daher erübrigt sich auch die Frage, ob man die Finisher einer Staffel beim Ironman als „Ironman“ bezeichnen kann. Kann man eben nicht!

Von einigen wurde angeführt, dass die Staffel eine schöne Möglichkeit wäre, um in den Triathlon-Sport einzusteigen. Auch das halte ich für Schwachsinn, weil es eben -wie oben schon geschrieben – für die einzelnen Staffelteilnehmer kein Triathlon darstellt. Natürlich kann man -hier sei mal die Challenge in Roth als Beispiel angeführt- von der tollen Stimmung an der Strecke profitieren. Aber sind wir mal ehrlich (und lassen wir mal die Freunde und Angehörigen der StarterInnen außen vor): kommen die meisten Zuschauer wegen den Leuten an die Strecke, die nur eine Disziplin erledigen oder kommen sie eher an die Strecke und feuern sie die Leute an, die eben morgens schon 3,8km geschwommen sind, dann 180km Rad gefahren sind und dann noch 42,2km Laufen vor sich haben?! Was meint ihr wohl?!

Ich war ja durchaus schon das ein oder andere Mal als Zuschauer beim Ironman dabei und hab auch schon öfter mal Gänsehaut bekommen, wenn der ein oder andere Athlet völlig fertig vom Rad steigt, aber trotzdem noch Willens genug ist, sich auf eine schier endlos scheinende Strecke von 42,2km aufzumachen. Ich wette, dass das nicht so wäre, wenn ich jemand völlig fertig vom Rad steigen sehe, der dann seinen Zeitchip einfach an einen frischen Mitstreiter übergibt, der völlig ausgeruht, die 42,2km angehen kann. Abgesehen davon: dafür würde ich mich wahrscheinlich nicht einmal an die Strecke stellen!

Wer wirklich einmal Triathlon-Luft schnuppern will, der hat auch ohne Staffelteilnahme die Möglichkeit dazu. Es gibt viele kleine Triathlonveranstaltungen, die von gemeinnützigen Sportvereinen veranstaltet werden und bei denen man mit wenigen Euros dabei sein kann und auch -wenngleich sicherlich weniger Zuschauer an der Strecke sind-entsprechend angefeuert wird. Das Gute dabei ist, es gibt in der Regel für jeden eine passende Streckenlänge: von Schnupper-Triathlon über Volkstriathlon und Kurzdistanz bis hin zur Mitteldistanz. Wem also eine Langdistanz zu lang ist, der kann einfach mal eine kürzere Strecke in Angriff nehmen. 😉

.. und wer 180km Rad fahren möchte, der suche einmal nach RTF oder Radrennen, wer 42,2km Laufen möchte nach Marathon-Laufveranstaltungen usw. – aber eben nicht nach ein paar Freunden, die dann zusammen eine Staffel beim Ironman bilden. Das nimmt nur denjenigen den Platz weg, die die komplette Distanz alleine absolvieren möchten und füllt nur die Kassen der Veranstalter.