IMG10 – Rad fahren – 5:27h

Nachdem ich gestern bereits ein paar Zeilen zum Schwimmen geschrieben habe, folgt nun der Bike-Split.

Wechselzone 1

Daniel in Wechselzone 1

Relativ entspannt, wenn auch mit einiger Verspätung ging es den steilen Anstieg durch den Sand von dem See in die Wechselzone. Dort musste ich als erstes an einem Dixi-Klo halten und mich ein wenig erleichtern. Andere machen das ja bereits während dem Schwimmen, ich hingegen war anständig und hab den dafür vorgesehenen Bereich genutzt. Das hat mich natürlich eine Minute gekostet und dann ging es weiter zu meinem Rad, wo ich dann erst einmal versuchte, den Sand von meinen Füßen abzubekommen. Doch das gelang mir nicht wirklich und so zog ich meine Kompressionssocken halt über meine sandigen Füße… Startnummer an, Brille auf, Helm auf, Rad geschnappt und Richtung Ausgang.

Die Wechselzeit betrug 7:09min, mit 7min hatte ich auch kalkuliert… nun ging es auf das Rad; im ursprünglich mal angedachten Plan für 10.30h standen 5:20h, damals war die Strecke auch noch 180km lang. Durch die Umleitung und die daraus resultieren 5km Umweg würde es etwas länger dauern, das war mich schon klar.

Vom Waldsee nach Frankfurt

Bevor man auf die zwei Rad-Runden geht, hat man erst noch eine rund 13km lange Fahrt vom Waldsee in Langen nach Frankfurt vor sich. Diese Strecke ist echt ein Traum: eine zweispurige Bundesstraße, flach und super Asphalt; hier rollt es fast von alleine. Da das absolut meine Abschnitte sind, habe ich gleich auch richtig Gas gegeben und bin mit einem Schnitt knapp unter 40km/h nach Frankfurt gerast.

1.Radrunde

Daniel am Heartbreak Hill (1.Runde)

Es machte richtig Spaß: ich flog an denen vorbei, die schneller geschwommen sind und wurde von keinem anderen überholt, zumindest bis zum ersten Anstieg in Bergen-Enkheim. Hier habe ich das erste Mal etwas langsamer gemacht; ich hab’s halt nicht so mit Höhenmetern. Nach der ersten Verpflegungsstation gibt’s wieder ein Abschnitt für mich: Vollgas nach Maintal-Hochstadt zur nächsten Attraktion, das Kopfsteinpflaster in der Innenstadt. Bei meinen Trainingsfahrten habe ich den Abschnitt immer gemieden, im Wettkampf fiel mir dann wieder ein, warum. Ich wurde richtig durchgeschüttelt und auch meinem Finger, der ja beim Schwimmen einen Tritt abbekommen hat, gefiel das weniger, also bin ich mehr oder wenig einhändig durchgefahren und war froh als der halbe Kilometer herum war.

Als ich dann auf der Straße nach Wachenbuchen wieder Tempo machen wollte, meldete sich das erste Mal mein Knie. Das hatte ja im Training schon das ein oder andere Mal gemeckert, war aber zum Schluss wieder – zumindest dachte ich das – in Ordnung. Heute meckerte es also schon bei Kilometer 30. „Na super“, dachte ich mir, „das fängt ja früh an“. Aber es tat nicht so weh, dass ich nicht weiter meinen Speed fahren konnte. Und so spulte ich Kilometer für Kilometer ab.

In Friedberg jubelten mir dann das erste mal meine „Fans“ zu, also die Family und etliche Freunde. Anders als letztes Mal machte ich allerdings nicht langsam, sondern sauste vorbei, ich wollte ja schnell sein. Auf der Umleitung in Bad Vilbel wurden die Schmerzen im Knie etwas stärker und ich ahnte schon, dass ich wohl nicht bis zum Ende voll durchfahren könne. Am Heartbreak Hill klagte ich dann meiner Frau, Applejack und seiner Freundin im Vorbeifahren mein Leid, dann war der Berg auch schon fast wieder vorbei und es ging weiter nach Frankfurt rein.

Die ersten 100km der Ironman-Strecke bin ich in einem Schnitt von 35,6km/h gefahren. Der Puls war dabei im grünen Bereich, also so hoch, wie bei meiner letzten Teilnahme. Allerdings war ich damals deutlich langsamer unterwegs.

2.Radrunde

Daniel in Friedberg (Burgmeile, 2.Runde)

Am Anstieg im Bergen-Enkheim machte sich dann mein Knie wieder mehr bemerkbar und nach der zweiten Kopfsteinplaster-Passage war es dann ganz vorbei. Ich hatte richtig Schmerzen; allerdings zu meinem Glück nicht generell beim Kurbeln, sondern nur bei bestimmten Bedingungen: niedrige Trittfrequenzen gingen, hohe hingegen nicht, auch durfte ich nicht übermäßig Druck auf die Pedale geben und auch beim aus-dem-Sattel-gehen musste ich aufpassen, dass ich nicht zu viel Druck mache. Dann ließ es sich wenigstens aushalten, allerdings drückte das natürlich meinen Schnitt nach unten, ich konnte nicht mehr so schnell, wie ich gerne wollte, kam aber wenigstens noch einigermaßen vorwärts; mit einem Puls der eher dem einer lockeren Trainingsfahrt entsprach, als einem Wettkampfpuls.

Ein weiteres Problem kam hinzu: gegen Mitte der zweiten Radrunde merkte ich dann, wie mein „Tank“ immer leerer wurde. Das lag daran, dass ich auf dem Rad so gut wie keine Kohlenhydrate nachgefüllt habe. Auf dem ersten Abschnitt nach Frankfurt hinein hat noch alles wunderbar geklappt, nach dem ersten Schluck vom Iso-Drink hatte mein Magen allerdings etwas gegen weitere Energiezufuhr; mir wurde übel. Hier habe ich einen entscheidenden Fehler gemacht: statt einfach weiter meine Riegel zu essen und mein Gel zu lutschen, habe ich die Energieaufnahme komplett eingestellt bzw. nur dann wieder was nachgefüllt, wenn ich den Eindruck hatte, mein Magen hat wieder Lust darauf. Dass sich das spätestens auf der Marathonstrecke rächen wird, war mir zwar klar, aber irgendwie dachte ich mir nur: „dann ist das eben so, rette dir wenigstens die gute Radzeit und fahr jetzt weiter“. Das war natürlich fatal, im Nachhinein betrachtet, hätte ich mir die Riegel reinschieben müssen und selbst, wenn ich mich dann übergeben hätte, könnte ich mir jetzt wenigstens nicht vorwerfen, dass ich nicht alles versucht habe. Nur so, wie ich es gemacht habe, konnte das ja nichts mehr werden mit dem Marathon…

Nachdem ich den Heartbreak Hill das zweite Mal passiert hatte, ließ ich es nach Frankfurt rein nur noch rollen und trat kaum noch in die Pedale. Der Akku war fast leer und ich hatte absolut keine Lust mehr noch einen Marathon zu laufen. Eigentlich wollte ich da auch schon aufgeben. An ein Zeitziel habe ich da gar nicht mehr gedacht, dabei hätte für eine Sub11 doch ein 3:54er Marathon gereicht, aber ich war einfach leer.

Warum ich dennoch weiter gemacht habe, gibt’s dann im nächsten Abschnitt… 😉

Trotz der Probleme auf der zweiten Runde habe ich die 85km noch mit einem Schnitt von 31,8km/h absolvieren können. Insgesamt habe ich 5:27.40 gebraucht und damit bin ich – bedenkt man die 5km Umweg – ziemlich genau in meinem Zeitplan gewesen.

Erkenntnisse

Wenigstens beim Rad fahren gibt es ein paar positive Erkenntnisse:

  • Ich war deutlich schneller unterwegs als letztes Mal.
  • Hätte mein Knie gehalten und ich mich richtig verpflegt, dann wäre -da bin ich mir sicher- einen Schnitt um die 35km/h herausgekommen.
  • Merksatz für’s nächste Mal: Du musst dich verpflegen, egal ob dein Körper das in dem Moment will oder nicht.

Der Laufbericht folgt dann in Kürze. 😉

Radtour am Sonntag

Da letzte Woche eine ruhige Woche auf dem Plan stand und ich bereits am Samstag schon 8 Trainingsstunden voll hatte, habe ich am gestrigen Sonntag keine Kilometer mehr auf dem Rad geschrubbt, sondern bin locker mit Frau, Bruder und Schwägerin durch die Wetterau geradelt; quasi eine willkommene Abwechslung zum Trainingsalltag am Wochenende.

Eigentlich wollten die drei nicht allzu lange radeln sein, aber bei dem herrlichen Wetter lief es so gut, dass wir eine Schleife nach der anderen angehängt haben und somit nach 2:40h und gut 45 zurückgelegten Kilometern wieder zuhause ankamen.

Hier ein paar Impressionen

Blühende Rapsfelder in der Wetterau

Radtour Burg Münzenberg

Zählt man diese Einheit noch zum restlichen Wochenprogramm hinzu, so komme ich dann auf 10:40h und den folgenden Kilometerleistungen: 4,0km Swim, 145,1km Bike und 29,9km Run.

Irgendwann raste ich noch aus…

… und lange dauert das nicht mehr!

Lange Radausfahrt

Eigentlich wollte ich heute einen Beitrag darüber schreiben, wie ich mich entgegen meiner Gewohnheiten schon um 6 Uhr aus dem Bett gequält habe, in der Hoffnung, dass ich dann eine lange Radausfahrt machen kann, ohne vom Wind vom Rad geweht zu werden und ohne total nass zu werden. Und dass ich richtig stolz darüber war, dass das auch alles so geklappt hat, wie ich wollte und dass ich insgesamt 4:40h unterwegs war und dabei 115km zurückgelegt habe; ein großen Teil davon auf der Ironman-Strecke.

Hier übrigens das Beweisfoto vom Hühnerberg:

Daniel am Hühnerberg

Datenmüll – Polar RS800 cx

Den Beitrag über meinen ersten „Hunderter“ seit einer halben Ewigkeit hätte ich dann gerne noch etwas angereichert mit ein paar Diagrammen aus der Polar-Trainersoftware. Dann hätte ich auch mal ausprobieren können, wie das mit dem Polar RS800cx in Kombination mit dem GPS-Sensor funktioniert, wenn man sich seinen Weg dann in Google Maps nochmal anschauen möchte.

Doch nachdem ich meine Einheit gestoppt hatte und nachsehen wollte, was ich exakt für eine Strecke gefahren bin und welchen Puls ich dabei hatte, etc. bekam ich in meiner Uhr folgendes zu sehen:

Polar RS800cx Trainingsübersicht defekt

Statt der Übersicht meiner letzten Trainingseinheiten gab es nur eine Reihe von Datenmüll zu sehen. Bei der heutigen Trainingseinheit bekam ich folgendes Bild:

Polar Datenmüll bei RS800 cx

Da auch hier nix vernünftiges mehr zu erkennen war, habe ich gedacht, dann werfe ich mal die Polar Software an und lese mal die Daten aus; vielleicht würde das ja funktionieren. Doch das war keine gute Idee, denn in der Software wurde klar, dass dort kein Bit und Byte mehr da ist, wo es hingehört, ein unglaublicher Datenmüll, der auf einmal auf meiner Pulsuhr zu finden ist. Hier mal die gespeicherten Trainingsprogramme. Das sind eigentlich nur 4 Stück: Frei, Schwimmen, Radfahren und Laufen. Nun sind es viel mehr, ohne Sinn und Verstand:

Datenverlust

Mit anderen Worten: statt der Freude, die aufkommen sollte, wenn ich mir meine zurückgelegten Kilometer nochmal am PC ansehe, gab es eine böses Erwachen: ALLE MEINE DATEN SIND VERLOREN, nicht nur die Einheiten seit dem letzten Synchronisationslauf, sondern einfach alles, sämtliche Einstellung und das, obwohl die Uhr bis zum Stoppen der heutigen Einheit problemlos funktioniert hat. Jetzt darf ich mühsam sämtliche Einstellungen wieder manuell einstellen.

Herzlichen Dank, Polar!

Irgendwann haue ich dieses Drecksding nochmal kaputt!

Update: damit das nicht passiert, habe ich mich entschieden, mich von dem Ding zu trennen. Wer also nach meinen überaus negativen Erfahrungen dennoch Interesse an einem Polar RS800cx mit WearLink-Brustgurt, S3-Sensor und G3-GPS-Sensor, der möge sich bei mir mit einem Angebot melden. Die Uhr und der Brustgurt sind von Oktober 2009 (wurde damals gegen den alten RS800 ausgetauscht), der S3-Sensor ist noch der von November 2007 und der G3 ist vom März 2008. Bezahlt habe ich für alles zusammen insgesamt 650,- EUR.

Maibach Triathlon – Radstrecke

Nach meinem Ironman-Finish haben einige Freunde und Bekannte nun vor, auch ein klein wenig Triathlon-Luft zu schnuppern. Natürlich keine Langdistanz, sondern als Einstieg sinnvollerweise eine Jedermann-Distanz.

Auserkoren wurde dafür die Veranstaltung in Butzbach, der Maibach-Triathlon, der gerade am vergangenen Wochenende stattfand. Bleibt also noch ziemlich genau ein Jahr Zeit, um sich auf den nächsten vorzubereiten. Das dürfte also für jeden, der Lust hat, dort mizumachen auch zu schaffen sein. Zusagen für das nächste Jahr habe ich schon von einigen Leuten erhalten, und einer, nämlich der Martin, ist schon so heiß, dass er gestern einmal die Strecke abfahren wollte.

Kurzerhand habe ich mich dann dazu entschlossen, mal mitzukommen und das, obwohl ich mir eigentlich geschworen habe, sobald sich der große Nussbaum beim Nachbar im Garten auch nur ein kleines bisschen bewegt, nicht auf mein Rad zu steigen, weil’s dann viiiiiiiel zu windig ist. Gut, heute, hat er sich nicht nur ein bisschen bewegt, sondern er ist ganz schön hin und her gewankt. Dementsprechend war die Lust auf das Rad fahren schon gänzlich verschwunden, bis ich bei Martins Wohnung in Butzbach angekommen war. Es war einfach windig, wie die Sau…

Auf nach Maibach

Butzbach-Maibach Ortsschild

Aber ein frischgebackener Ironman darf ja keine Schwäche zeigen. Also wurde das Gute-Laune-Gesicht aufgesetzt und ab ging es mit Martin zusammen nach Maibach. Das waren zwar nur sieben Kilometer, aber die ging es überwiegend bergauf.

Nachdem wir uns kurz das wirklich kleine Schwimmbad angesehen haben, wollten wir den 17km langen Rundkurs der Radstrecke des Maibach-Triathlons abfahren. Laut Veranstalter soll der Kurs insgesamt 369 Höhenmeter beinhalten, also eine nicht gerade einfache Strecke sein. Und so war es dann auch… das erste Stück ist ja noch wunderbar, eine herrliche Highspeed-Abfahrt bis zum wohl tiefsten Punkt der Strecke, ab dann ist das ganze aber nicht mehr so lustig.

Extra-Höhenmeter in Wernborn

Als ob die Radstrecke nicht schon genug Höhenmeter in sich hätte, musste ich den armen Martin unbedingt nochmal in Wernborn einen kleinen Ausflug machen lassen. Und zwar hatte ich im Vorbeifahren einen herrliches Steigungsstück erspäht, ein paar hundert Meter langes geradeaus Stück mit ordentlich Steigung, den Eichkopfweg. Ich schätze, dass die letzten 100m so um die 17-18% hatten.

Martin legte los wie die Feuerwehr und zog davon, allerdings ging ihm dabei dann auf halber Strecke die Luft aus, so dass ich vorbeiziehen und von oben dann ein kleines Foto mitbringen konnte. 😛

Eichkopfweg in Wernborn

Ordentliche Steigungen auf der Maibach-Strecke

Nach dem kurzen Ausflug ging es weiter auf der Maibach-Strecke, von der ich, wie ich leider feststellen musste, schon ein kleines Teilstück kannte, nämlich den Weg von Eschbach über Michelbach nach Bodenrod. Da geht es ja, mit Ausnahme einer kurzen rasanten Abfahrt, permanent bergauf und zwar ganz ordentlich.

Doch Martin ließ sich von den ganzen Steigungen wenig beeindrucken und meisterte jeden Höhenmeter mit Bravour, so auch den langen Anstieg zwischen Eschbach und Michelbach.

Anstieg zwischen Eschbach und Michelbach

Nach Michelbach geht’s auch nochmal kurz eine Rampe hoch, wo dann auch bei mir die Beine ordentlich zu brennen anfingen. Bin ja auch nach dem Ironman bisher nicht wirklich viel Rad gefahren. Der Weg nach Bodenrod zieht sich dann wie Kaugummi und nimmt und nimmt kein Ende… Wenn man dann allerdings kurz vor Bodenrod ist, hat man die Radstrecke so gut wie hinter sich. Jetzt heißt es nochmal Gas geben und vom höchsten Punkt der Strecke wieder nach Maibach zu fahren. Hier geht’s herrlich bergab.

Fazit: die Strecke ist nicht gerade ohne und für einige, die im nächsten August an den Start gehen möchten, wird es dann ein böses Erwachen geben. Würde mich ja fast schon reizen an den starken Steigungen mit einer Kamera zu stehen und die Reaktionen meiner Freunde festzuhalten. :mrgreen:

Zu viel des Guten

Der letzte Ausflug nach Oppershofen, wo ich mit Martin „Am Wingert“ hochfahren wollte (17%), war allerdings für ihn zu viel des Guten. Hier wurde dann auch das letzte Stück geschoben… *ggg*

Am Wingert in Oppershofen

Aber: er hat sich nicht abschrecken lassen und ist nun fest entschlossen, Triathlon zu machen. Deswegen will er sich jetzt eine entsprechende Ausrüstung zulegen. Schaun mer mal, wann er mir sein neues Rad präsentiert. 🙂

IMG 08 – Rad fahren – 5:46h

Nachdem ich beim Schwimmen auf den ersten paar hundert Metern schon recht viel Kraft gelassen hatte und auch auf den restlichen 3km recht ordentlich unterwegs war, ging es mit ordentlich hohem Puls auf das Rad. Da die Pulsanzeige im Wasser nicht funktionierte, musste ich nach dem Schwimmausstieg meine Uhr wieder neu starten, aber das hatte ich ohnehin so geplant. Somit konnte ich dort meine Radzeit ablesen, allerdings musste ich im Kopf noch die Wechselzeit abziehen; einen Tachometer hatte ich nicht dabei.

Von Langen nach Frankfurt (12,9km) – 22:53min

Vom Langener Waldsee aus muss man erst einmal ca. 12km bis in die Innenstadt von Frankfurt fahren, ehe man am Mainkai auf die erste Radrunde einbiegt. Dieses Stück war -sieht man mal von den holprigen ersten ein bis zwei Kilometern direkt am Waldsee ab- einfach nur sensationell zu fahren. Absolut ebene Strecke, super Asphalt, so macht Rad fahrenSpaß… mir zumindest.

Natürlich war hier auf der Strecke die Hölle los, aber so wie ich den Eindruck hatte, lief alles fair ab und jeder versuchte, kein Windschatten zu fahren. Währe ohnehin nicht das sinnvollste gewesen, denn da waren einige Kampfrichter auf der Strecke, die das Treiben beobachteten. Als Zuschauer mag es einem vielleicht so vorgekommen sein, als seien das Pulks seien, aber dem war nicht wirklich so, es wurde einfach in zweiter und dritter Reihe noch überholt, ganz einfach weil es anders nicht gegangen wäre.

Viel los auf der Strecke

Hier habe ich einige Athleten überholt und immer mal wieder auf meine Pulsuhr geschaut. Der war eindeutig zu hoch und passte nicht wirklich zu meinem Gefühl. Ich empfand die Geschwindigkeit als angenehm und ignorierte den etwas hohen Puls dezent. Ich dachte mir, dass das nur die Nervosität sei.

Leider waren die ersten Kilometer schneller vorbei als gedacht, jetzt begann die erste Radrunde…

1.Runde (84,3km) – 2:37:53h

Nach dem Mainkai ging es erst einmal ein klein wenig durch die Stadt, ehe man auf die Vilbeler Landstraße kam. Ab hier kannte ich die Strecke in und auswendig, weil ich sie einfach sehr oft im Training gefahren bin. Den Anstieg „The Beast“ musste ich als erstes bezwingen. Man fährt darauf relativ gerade zu und sieht, dass es da ganz ordentlich hoch geht. Doch das Problem dabei ist, dass sich der Anstieg über mehrere Kurven zieht und man quasi jedesmal schon denkt, man hat es hinter sich und dann geht es hinter der Kurve noch weiter. Im Training bin ich am besten über den kleinen Hügel gekommen, wenn ich einen mittleren Gang drin hatte und aus dem Sattel gegangen bin. So habe ich es auch dieses Mal gemacht, während viele andere mit hoher Trittfrequenz und kleinem Gang sitzend dort hoch sind.

Aber ich habe sowieso während des Wettkampfs festgestellt, dass ich meist viel schwerere Gänge fahre als die anderen, dafür aber mit weniger Trittfrequenz. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, da habe ich keine Ahnung. Auf jeden Fall fühle ich mich dabei wohler.

Nach dem ersten Anstieg gab es gleich die erste Verpflegungsstation, an der ich dann meine selbstgemixten Maltodextrin-Salz-Wasser-Getränke gegen Sportsdrinks austauschte. Da ich keinerlei Erfahrung in Sachen Ernährung im Wettkampf hatte, habe ich vorher mal ausgerechnet, was ich ungefähr pro Stunde aufnehmen kann und was das in Riegel, Gel und Sportsdrink bedeutet. An diese Rechnungen wollte ich mich auch halten. Den ersten Riegel hatte ich auf dem Weg nach Frankfurt gegessen, nicht alles auf einmal, sondern ein wenig verteilt. Der zweite Riegel sollte dann auf dem Stück zwischen Bergen-Enkheim und Maintal-Hochstadt angebrochen werden. Der Abschnitt ist nämlich ein richtiges Erholungsstück, weil abschüssig. Hier kann man ordentlich Tempo machen, ohne dass man sich sehr anstrengen muss.

Lächeln

(Ein Lächeln für die Kamera, alles läuft super)

Nach dem Stück folgt dann ein richtiges Stimmungsnest, nämlich „The Hell“. Eine Kopfsteinpflaster-Passage, die einen so richtig durchschüttelt. Bei meinen Trainingsrunden bin ich dort immer langsam durch oder hab den Abschnitt umfahren, heute wollte ich dann in Wettkampftempo durch. Wieder aus dem Sattel und höherem Gang. Da hab ich allerdings einen zu hohen drin gehabt, war nicht ganz so optimal, aber was solls. Dann ging es aus Hochstadt raus Richtung Wachenbuchen. Hier war ich es gewohnt, rechts an der Verkehrsinsel vorbeizufahren. Bis ich aber geblickt habe, dass ich eigentlich links vorbei auf der Ideallinie fahren soll, war ich aber schon rechts vorbei. Naja, was solls. Zwischen Hochstadt und Wachenbuchen waren dann wieder Kampfrichter zu sehen, die dann auch einige länger beobachteten und auch den ein oder anderen angesprochen haben.

Jetzt sollte der nächste und längste Anstieg folgen, der Hühnerberg. Eigentlich mein persönlicher Feind, aber auch der sollte heute kein Problem sein. Bei der Anfahrt hatte ich zwar einen schwereren Gang drin als sonst, oben dann wo es nochmal richtig steil wird, dann den bewährten aus dem Training und schon ging es die Abfahrt runter… und das hat Spaß gemacht…

Hier machen sich meine 83 Kilogramm gegenüber der meisten Konkurrenz doch bemerkbar. Denn da runter war ich viel schneller als die anderen. So holte ich einige andere ein und musste aufpassen, dass ich dabei nicht in die Windschattenboxen der anderen reinfahre, denn neben mir fuhr ein Marschall. Aber war wohl alles korrekt, wie ich das gemacht habe.

Von da folgte mein ungeliebter Streckenabschnitt. Gerade auf dem Stück zwischen Rendel über Karben bis nach Burggräfenrode ist der Straßenbelag einfach schlecht. Das tut mir immer dermaßen im Hintern weh und außerdem geht es doch leicht bergauf. Nachdem ich auch das überstanden hatte und auch Ilbenstadt und Bruchenbrücken hinter mir ließ, kam ich das erste Mal nach Friedberg rein. Dort wollte mich Katharinas Onkel mit der TV-Kamera filmen, doch der war gerade noch am Aufbauen und hörte auch mein Rufen nicht.

Family in Friedberg

(Meine Family steht da und wartet auf mich, doch ich hab sie noch nicht einmal wahrgenommen. War etwas abgelenkt und hatte noch nicht damit gerechnet, dass sie schon zur ersten Runde da sind)

Dann erblickte ich zum ersten Mal eine Kilometeranzeige, die zeigte 60km und meine Uhr noch nicht einmal 2 Stunden. Das heißt ich war vom Schnitt her über 30km/h, sogar inklusive meiner Wechselzeit. Das war auf der einen Seite schön, auf der anderen Seite machte ich mir auch Gedanken darüber, ob ich nicht gerade dabei bin mich zu verzocken. Auch hatte ich zunehmend Probleme mit meinem Magen, der einfach keine Riegel mehr wollte. Ich glaube, wenn ich auch nur einen Bissen mehr gegessen hätte, dann wäre es wieder rausgekommen. Also wurde erst einmal nichts nachgefüllt, was meine Angst natürlich größer werden ließ. Zum Glück gingen aber Gels und so gab es ab da nur noch das leckere klebrige Zeugs…

Auf der Kaiserstraße sah ich dann erstmals bekannte Gesichter. Nicht, dass die vorher nicht auch schon dagewesen wären, nein, ich hab sie einfach nicht gesehen. Wie beispielsweise meine komplette Family, die ich trotz langsamenen Fahrens direkt vor der Burg einfach nicht wahrgenommen habe. Kurz vor dem Ortsausgang Friedberg kam dann die nächste Verpflegungsstation, an der Schulkollegin und Helferin Andra für mich mit Riegeln wartete, so wie wir das vorher ausgemacht hatten. Ich hab den Riegel auch brav genommen, ich geb’s aber zu: gegessen habe ich ihn nicht mehr, Riegel gingen einfach nicht.

Heartbreak Hill

Wenn man erst einmal aus Friedberg raus ist, dann finde ich die Strecke bis Bad Vilbel richtig herrlich, das macht richtig Spaß zu fahren und wird nur durch das kurze bergauf-Stück bei Karben und in Kloppenheim unterbrochen. Die Zeit verging also wie im Flug und ich war am größten Stimmungsnest angekommen, am Heartbreak Hill. Das war echt geil… hier habe ich den kleinsten Gang rein, bin ganz gemütlich hoch und habe die Anfeuerung vom Publikom genossen. Hier stand auch meine Freundin, der ich noch schnell ein Küsschen zugeworfen habe. Richtig herrlich war das, wie auch der Rückweg nach Frankfurt.

Auf der zweiten Radrunde hatte ich mir dann vorgenommen, etwas Tempo rauszunehmen. Meiner im Kopf herummschwirrenden sub13-Ambition war ich ohnehin weit voraus.

2.Runde (82,8km) – 2:45:14h

Das etwas geringere Tempo tat richtig gut. Der Puls ging deutlich nach unten, ich war auch viel entspannter und konnte das alles richtig genießen. Ich hab so ziemlich jeden abgeklatscht, der mir die Hand entgegengestreckt hat. Auch die Kiddies am Straßenrand fand ich klasse, die mir ihre aufblasbare HR3-Hand hinstreckten und sich riesig freuten, wenn man dagegen geklatscht hat. Außerdem hab ich den Leuten zugewunken, die meinen Namen riefen, einfach nur geil…

Abklatschen

Auch in Bad Nauheim, wo im Kreisel mein Namen ausgerufen wurde und richtig was los war, winkte ich den Leuten zu, auch hier konnte ich sogar das ein oder andere bekannte Gesicht erkennen. Dann ging es zurück nach Friedberg und hier wurde es etwas unangenehm, denn der immer mehr werdende Wind hatte da schon ein Ausmaß angenommen, wo es nicht mehr nur angenehm ist, sondern wo es stört; aber ich wusste ja, gleich sehe ich meine Family und meine ganzen Fans, die sich an der Burgmeile zur zweiten Runde aufgestellt hatten. Da ich ja da einen guten Eindruck machen wollte, bin ich entsprechend locker gefahren. Zur Kaiserstraße hoch, habe ich dann auch keinen mehr überholt, sondern bin dahinter geblieben und hab den Fans schon von weitem gewunken. Als ich näher kam, dachte ich… Wahnsinn… Soooooo viele Leute sind hierher gekommen?! Es waren sogar so viele, dass ich noch nicht einmal alle wahrnehmen konnte und alle waren sie euphorisch am Jubeln. Über 30 Leute standen da und feuerten mich lautstark an (hab mal anhand der Fotos durchgezählt) und ein großer Teil davon ist sogar dann direkt nach Frankfurt an die Marathon-Strecke gekommen.

Ironseo Fans

Mein eigentliches Lieblingsstück von Friedberg nach Bad Vilbel war in der zweiten Runde echt ätzend, der Wind blies wirklich sehr extrem. Einen solchen Wind hatte ich in der gesamten Trainingszeit nur ein, zwei Male… Hier hatte ich dann ein wenig Wut im Bauch, denn wenn ich eines nicht leiden kann, dann ist es Wind und so trat ich die Flucht nach vorne an, denn mittlerweile tat mir auch mein Hintern vom Sattel weh.

So ging es dann nochmal mit ordentlich Kraftaufwand nach Bad Vilbel, dann wieder im kleinen Gang die Stimmung am Heartbreak Hill aufsaugen und dann schnell Richtung zweite Wechselzone. Kurz vor Ende der Radstrecke musste man noch durch den Theatertunnel. Das war deshalb nicht ganz ohne, weil dort nur eine ganz schmale Spur frei war, die Überholen so gut, wie gar nicht zuließ und zudem, der Lichtunterschied so groß war, dass ich für einen kurzen Moment einen Blindflug machen musste. Da wäre ich fast einer Frau hinten drauf gefahren, die etwas langsamer gemacht hat. Aber ist nochmal gut gegangen…

Ein paar Kurven später war ich am Mainkai und stieg vom Rad. 5:46h habe ich insgesamt für das Rad fahren gebraucht, was einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 31,2km/h entsprach. Einen so schnellen Schnitt bin ich noch nie zuvor gefahren.

Nach dem Absteigen habe ich aber gemerkt, dass ich mir besser einmal ein paar Gedanken über den Ablauf in T2 hätte machen sollen. Denn erst wollte ich in meinen Radschuhen über den Teppich laufen, unter dem sich Pflastersteine befinden, doch das ging irgendwie so gar nicht. Hab mich deshalb erst einmal am Rand hingehockt und meine Schuhe ausgezogen und bin dann in das Wechselzelt gelaufen. Hier hab ich mir wieder ein bisschen Zeit gelassen. Radklamotten ausgezogen, meine Brust abgetrocknet, Pflaster drüber geklebt, Shirt an, Laufhose an, Laufschuhe etc.

Dann die Uhr gestoppt und neu angeworfen, so dass auch mein Fußsensor zur Geschwindigkeitsmessung funktionierte…

… und ab ging es zum „Cool-Down“, zum abschließenden Marathon.

Pearl Izumi – Ernie & Bert – Radtrikot

Original Jersey – Trikot für Radfahrer von PEARL IZUMI mit Motiv aus der Sesamstraße.

Ernie & Bert - Sesamstraße

Ich hatte dieses Trikot im Sommer letzten Jahres im Fahrradladen in Gießen gesehen und mir gedacht, das wäre doch ein tolles auffälliges Shirt, dass ich beim Rad fahren am 6.Juli beim Ironman anziehen könnte. Kurz nach meinem Fund im Laden in Gießen, wo sie es nur in Größe S da hatten, habe ich das Pearl Izumi Trikot auch nochmal im Bikemax in Rosbach gesehen, sogar in Größe M und nur für den halben Preis. Leider war es mir aber zu diesem Zeitpunkt viel zu klein, weshalb ich mir das Modell dann im Internet bestellt habe (siehe Posting von damals), in Größe L. Damals habe ich das einmal angehabt, dann gewaschen und im Schrank verstaut, denn das Radtrikot war ja nur für Ironman in Frankfurt gedacht und nicht für’s Training.

Heute habe ich das Shirt mit Ernie & Bert mal wieder aus dem Schrank geholt und da es mir sehr groß vorkam, gleich mal anprobiert… dann der Schock: es passt nicht mehr, ist mir zu groß und liegt alles andere als eng an. Das Tragen beim Ironman kann ich also vergessen, weshalb ich auch zum Anlass meines Postings komme.

Ich möchte das Pearl Izumi Jersey mit Ernie & Bert verkaufen und hoffe -bevor ich es bei eBay einstellen muss- ich finde hier jemanden, der Interesse daran hat, denn das Trikot mit diesem Motiv wird wohl nicht mehr hergestellt und man kann es nur noch in einigen Extremgrößen in Onlineshops finden. Meist für den Originalpreis von um die 65,- EUR.

Also, wer Interesse an einem kultigen Radtrikot in Größe L hat, welches einmal getragen und einmal gewaschen wurde, der möge sich doch bitte bei mir mit Preisvorstellung melden. Die Adresse steht im Impressum. Ein kleiner Hinweis noch: ich hab gesehen, dass es auf der Vorderseite an der Hand von Bert einen kleinen dunklen Fleck hat; den wird man aber denke ich rauswaschen können.

So sieht es aus: Vorderseite und Rückseite…

Radtrikot - Ernie Bert

PEARL IZUMI - Ernie & Bert

Update: Verkauft!

BIKE DAY

In den letzten Tagen gab der Veranstalter des Ironman in Frankfurt den Athleten die Möglichkeit, die Strecken näher kennenzulernen. Zuerst gab es am Donnerstag – am RUN DAY– die Einweisung in die Laufstrecke am Mainufer entlang. Gestern beim SWIM DAY durften dann alle den Waldsee in Langen unsicher machen und heute stand der BIKE DAY auf dem Plan und somit das Abfahren der Radstrecke.

Eigentlich wollte ich an diesen drei Tagen nur bei einem mal vorbeischauen, nämlich beim SWIM DAY in Langen. Aber irgendwie kam ich gestern morgen nicht aus den Federn und wirklich Lust dazu, nach Langen zu fahren, hatte ich auch nicht. Also fiel das flach.

Da aber heute eine vierstündige Radausfahrt auf dem Plan stand und ich nicht unbedingt alleine durch die Gegend fahren wollte, habe ich kurzerhand beschlossen, morgens zum Treffpunkt an den Hessencenter in Bergen-Enkheim zu fahren und dann mit den anderen Athleten die Strecke ein wenig unsicher zu machen.

Treffpunkt Hessencenter, Bergen-Enkheim

Gedacht hatte ich mir das wie folgt: ich fahre mit dem Rad nach Bergen-Enkheim, natürlich über die IM-Strecke, und zwar so, dass ich pünktlich um 10 Uhr dort bin. Danach geht es mit den anderen Athleten wieder zurück bis zum nördlichsten Punkt nach Bad Nauheim und -je nachdem wie schnell wir sind- steige ich dann in Nieder-Wöllstadt oder Karben wieder aus.

Doch mein Plan wurde leider etwas durcheinander gebracht. Schuld daran war das Wetter, denn als ich nach dem Aufstehen ein bisschen frische Luft auf dem Balkon schnuppern wollte, zeigte mir das Thermometer gerade einmal 6 Grad an und ich fror doch nicht gerade wenig. Deshalb mussten erstmal die langen Sachen aus den tiefen meines Kleiderschranks hervorgekramt werden, was meine Abfahrt doch erheblich verzögerte und dafür sorgte, dass keiner mehr am Hessencenter war, als ich dort ankam. Da ich aber gesehen hatte, dass die Gruppen schon losgefahren waren, startete ich eine Aufholjagd und traf bei „The Beast“ auf die letzte Gruppe (25km/h – wie mir nachher jemand sagte) und vor Maintal-Hochstadt auf die vorletzte (28km/h) der ich mich dann anschloss.

Umleitung der Radstrecke wegen Baustellen

Von da aus ging es dann über den Hühnerberg, Karben, Ilbenstadt, etc. nach Friedberg-Fauerbach, wo die Strecke wegen einer Baustelle umgeleitet werden muss. Ich hatte hier im Blog ja schon einige Male geschrieben, dass ich gespannt bin, wie das geregelt wird, entschieden hat man sich für die Lösung, die ich auch schon vermutet hatte. Die Umleitung erfolgt über das Wohngebiet und ist inzwischen auch entsprechend ausgeschildert. Das heißt, beim Opel Kuhl geht es rechts ab, dann nach der Fußgängerampel links ab, dann wieder links am Sportplatz vorbei, direkt in eine Einbahnstraße rein (ist für Fahräder freigegeben), dann wieder rechts, links und wieder rechts. Alles zwar recht eng und natürlich etwas schaltintensiver als einfach geradeaus zu fahren, aber kann man halt nicht ändern.

Übrigens, wo ich gerade bei Umleitungen bin: die Baustelle in Nieder-Wöllstadt soll bis zum Ironman weg sein. Hier gibt es also keine Umleitung.

Von Friedberg ging es dann weiter nach Bad Nauheim, wo an der Tankstelle eine Verpflegungsstation aufgebaut war. Es gab nicht nur Wasser, sondern auch lecker Red Bull und das Hessenfernsehen war auch mit einem Team dort, um einige O-Töne von den Mitfahrenden aufzunehmen. Nach kurzer Pause ging es dann weiter nach Friedberg über die Kaiserstraße in Richtung Wöllstadt. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits 3h unterwegs war und eine große Regenwolke ankam, bin ich lieber dort schon ausgestiegen und über das Industriegebiet zurück nach Fauerbach und dann immer geradeaus nach Wölfersheim, wo ich dann noch, um die „100“ vollzumachen, über die Feldwege geradelt bin. Die 100 hatte ich nach exakt 3:41h (=27,1km/h) geschafft… und damit das Radtraining erledigt.

Training am Pfingstwochenende

Gestern abend ist mir noch etwas eingefallen, wo ich mir noch gedacht habe, das musst du unbedingt hier im Blog posten, doch leider weiß ich beim besten Willen nicht mehr, was das nochmal war. Vielleicht fällt es mir ja irgendwann nochmal ein… dann reiche ich das entsprechend nach.

Für mein jetzt folgendes Posting, in dem ich meine letzten Tage noch einmal zusammenfasse, ist mir leider kein sinnigere Überschrift eingefallen.

Freitag

Wie ich ja schon am Freitag mittag geschrieben hatte, habe ich am Freitag das erste Mal mehr als die volle Ironman-Distanz beim Schwimmen zurückgelegt. Am Abend stand dann noch einmal ein Lauf über 90min auf dem Trainingsplan. Die erste Hälfte im GA1-Bereich, die zweite im GA2-Bereich. So bin ich dann losgelaufen, auf recht ebener Strecke und habe dabei in 94min insgesamt 17,6km zurückgelegt. Danach war ich allerdings auch recht platt.

Samstag

Der Tag vorher hatte doch irgendwie seine Spuren hinterlassen. Nicht, dass mir alles wehgetan hat, nein, eher war es so, dass ich mich einfach nur leer fühlte. Wahrscheinlich habe ich meine Akkus nicht wieder richtig aufgefüllt bzw. zu wenig Kalorien zu mir genommen; außerdem hatte ich etwas Probleme mit meinem Magen. So war ich dann auch recht froh, dass auf dem Plan einfach nur zwei Stunden Radeln standen; eher lockeres spazieren fahren als anstrengendes Training. Da Kumpel Applejack auch nur locker Rad fahren wollte, verabredeten wir uns am späten Samstagnachmittag. Wie sich herausstellte hatten wir aber eine unterschiedliche Definition von „locker“. Gefahren sind wir nämlich dann erst einmal Kilometer weit den Berg hinauf und dann wieder Kilometer für Kilometer abfahrtsmäßig herunter. Im Schnitt war es vom Puls her dann zwar „locker“ aber dafür, dass ich in der zweiten Hälfte gar nichts mehr gemacht habe, außer gebremst… war nicht ganz so optimal… und mein Akku wurder immer leerer…

So sah das übrigens in der Auswertung aus…

Höhenprofil Usinger Strecke

Sonntag

An dem Tag sollte eigentlich ein Koppeltraining stattfinden: Schwimmen und Rad fahren. Zum Schwimmen wollte ich eigentlich an den Inheidener See, da ich sonntags ja nicht mehr ins Schwimmbad gehe. Aber erstens habe ich das logistisch nicht so ganz hinbekommen (jaja, is‘ nur ’ne Ausrede!) und zweitens waren im See sowieso 30 oder 40 Segelboote unterwegs (übertrieben!) und die hätten mich dann über den Haufen gefahren, wenn ich da mitten durch den See geschwommen wäre (noch ’ne Ausrede!). Außerdem war hatte ich wenig Schlaf, da ich mitten in der Nacht noch meine Eltern zum Flughafen gefahren habe und meine Akkus waren mittlerweile schon ziemlich leer (keine Ausrede!).

So bin ich dann auch nur locker durch die Gegend gefahren… zwar insgesamt fast drei Stunden, aber danach ging bei mir gar nichts mehr. Nur noch schnell den Magen vollgeschlagen und dann bin ich auch schon um 19:30 Uhr ins Bett gefallen…

Montag

Hier klingelte der Wecker schon um 5:30 Uhr (normalerweise geh ich ja da fast erst ins Bett) und da ich ja am Vortag so platt und früh im Bett war, war das Aufstehen kein Problem. Jede Menge gefrühstückt und mir dabei ganz gemütlich im Internet nochmal die Strecke angeguckt, die ich bei der RTF „Quer durch die Wetterau“ fahren wollte; zusammen mit Michael und Applejack, mit denen ich ja schon vor zwei Wochen unterwegs war. Die beiden waren am Überlegen, ob sie die 152er oder die 113er Strecke fahren sollten, ich ob ich die 78er fahre und danach noch laufe oder die 113er. Wir einigten uns dann auf die Mitte und fuhren die Strecke zu Dritt.

Um 7.15 Uhr ging es los, ich konnte mich bis Oppershofen schon mal ein wenig einrollen und dann starteten wir auch gleich unsere Tour durch die Wetterau. Eigentlich lief auch alles wunderbar und bis Kilometer paarundsiebzig war ich topfit… dann kündigte Michael schon freudestrahlend „Stornfels“ an. Noch nie davon gehört und in der Ecke kenne ich mich sowieso überhaupt nicht aus, doch nachdem er dann sagte, dass das so das „Alpe d’Huez“ hier in der Gegend sei, konnte ich seine Freude nicht mehr teilen… Was dann folgte, war absolut nichts für mich. Ich habe es ja generell nicht so mit Steigungen… und die war mir eine Nummer zu heftig… Niedrigster Gang, die Beine fingen immer mehr an zu brennen, der Puls am Anschlag und ich nicht mal mehr in der Lage, laut herum zu fluchen, wie ich das sonst gerne bei Anstiegen mache…

Naja, irgendwann war Stornfels vorbei, dann kamen noch weitere Anstiege und mir war inzwischen fast alles egal, ich ließ es einfach über mich ergehen, von genießen war allerdings keine Rede mehr.

Nach dem letzten kurzen Stopp an der Verpflegungsstation in Bad Salzhausen ging es dann auf den Rückweg, auf dem sich dann Michael schon einmal von Applejack und mir verabschiedete und die Flucht nach vorn antrat… 😯

Jedenfalls bin ich komplett wieder bis Oppershofen gefahren und von da aus über die Feldwege zurück nach Wölfersheim, wo ich dann nochmal eine lockere Runde gedreht habe. Insgesamt wurden es dann 143,5km in 5:08h.

Auch hier noch der Vollständigkeit halber das Höhenprofil:

Höhenprofil RTF Quer durch die Wetterau (113km)

Apropos Höhenprofile…

… am nächsten Sonntag starte ich ja auf der Kurzdistanz beim Schlosstriathlon in Butzbach. Nachdem ich schon festgestellt hatte, dass die Radstrecke schon nichts für mich ist, musste ich nun auch noch mit Entsetzen die Laufstrecke zur Kenntnis nehmen. Laut Jogmap-Höhenprofil (auf der offiziellen Seite gibt’s nichts dazu – warum wohl?!) liegt zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Punkt über 100 Meter und das auf einer Strecke von gerade einmal 5km. 😯

Ich starte übrigens um 12:20 Uhr mit der Startnummer 256… falls also irgendjemand diese Nummer sieht, einfach mal winken… 😉

190km auf dem Rad…

… und damit mehr als ich am 6.Juli fahren muss, das zumindest hat mir nach der heutigen Trainingseinheit auf dem Rennrad mein dort angebrachter Tachometer angezeigt.

Und so schön es auch wäre, wenn ich wirklich vermelden könnte, mehr als 180km gefahren zu sein, 190km innerhalb in 2:03h ist dann doch etwas unrealistisch, damit hätte ich den Stundenweltrekord um ein gehöriges Stück verbessert. Demnach hat sich einfach nur mein Tacho verzählt und das tut er leider seit Donnerstag permanent und ich weiß beim besten Willen nicht warum.

Aber zum Glück habe ich ja noch meine Pulsuhr mit dem passenden GPS-Sensor dabei und der hat mir dann genauere Daten geliefert. Statt 190km bin ich nur 54,1km weit gekommen, das entspricht aber immerhin noch einem Schnitt von 26,4km/h, dafür dass ich recht locker unterwegs eigentlich ganz ok.

Am Nachmittag war ich bei strahlendem Sonnenschein dann nochmal 90min Laufen, die erste Hälfte im GA1-Bereich, die zweite im GA2-Bereich; herausgekommen sind 17,6km.

Insgesamt bin ich mit meinem dreieinhalbstündigen Trainingstag zufrieden. Morgen geht’s dann wieder drei Stunden auf’s Rad.

Schlosstriathlon Butzbach – Radstrecke

Gestern morgen habe ich mich um 7:30 Uhr -für meine Verhältnisse mitten in der Nacht- aus dem Bett gequält, weil ich um 9:00 Uhr nicht wie in den Jahren zuvor am 1.Mai zum Trinken verabredet war, sondern zum Rad fahren.

Zusammen mit Applejack, der mich überhaupt erst auf den Ironman-Trip gebracht hat und Michael, der gemeinsam mit Applejack 2005 in Frankfurt gefinisht hat, sollte es auf eine rund 3 Stunden lange Radtour gehen. Nach kurzen Diskussionen, ob wir über die Original-Strecke fahren oder woanders, entschiedenen wir uns für eine etwas ruhigere Strecke, wo nicht so viele Autos fahren und da wir alle drei in Butzbach beim Schlosstriathlon an den Start gehen (ich auf der Kurz-, die anderen beiden auf der Mitteldistanz) haben wir zuallerst mal die Radstrecke des Schlosstriathlons ausgetestet.

Also die Strecke ist ja gar nix für mich… da fährt man aus Butzbach raus und quält sich Kilometer für Kilometer ununterbrochen den Berg hinauf, nur um dann ab dem Wendepunkt mit über 60km/h wieder den kompletten Weg hinunter zu rasen. Das ganze darf ich dann zweimal mitmachen, die anderen beiden sogar vier Male. Und das war nur ein Teil der Radstrecke, denn zum Schrenzerbad, wo die Wechselzone ist, geht’s auch nochmal recht knackig den Berg hinauf.

Nach dem Test der Schlosstriathlon-Strecke fuhren wir über Oppershofen nach Münzenberg und von da aus habe ich ehrlich gesagt, keine Ahnung mehr, wo wir lang gefahren sind. Ich glaub da waren Orte dabei, die habe ich noch nie zuvor gehört… und außerdem hab ich mir nur ein paar gemerkt, nämlich Nonnenroth, wo ich vor weit mehr als 10 Jahren öfter mal in der Disco war, Bettenhausen und Bellersheim und dann wieder zurück nach Wölfersheim, wo ich dann ausgestiegen bin. Die anderen beiden sind noch zu unserem Startpunkt in Oppershofen gefahren, aber die Strecke hatte ich ja am morgen schon zurückgelegt.

2:54h waren wir gemeinsam unterwegs und haben dabei 82km zurückgelegt, also einen Schnitt von 28,3km/h. Hier übrigens mal das Höhenprofil, was mein Pulsmesser aufgezeichnet hat. Die Erhebung am Anfang, das ist die Radstrecke in Butzbach beim Schlosstriathlon. 😉

Höhenprofil in Butzbach (und Rest der Strecke)