Pulskontrolle – Sinnvoll oder Unsinn?

Gestern war ich zusammen mit meinen Kollegen in der Mittagspause laufen. An für sich nichts ungewöhnliches, denn das machen wir mindestens zweimal pro Woche, doch gestern hatte ich erstmals keine Lust meinen Brustgurt anzuziehen und war somit ohne Pulsanzeige auf meiner Uhr unterwegs.

Herausgekommen ist dabei dann die schnellste Einheit, die ich jemals in der Mittagspause mit den Kollegen gelaufen bin. Die zweitschnellste Zeit für unsere Standard-„10km-übern-Berg“-Runde lag bei mir bisher bei 52min, gestern waren es dann nur 46min. Wenn man bedenkt, dass zwischen KM4 und KM6 ein bisschen mehr als 100 Höhenmeter zu erklimmen sind, finde ich das für mich schon eine sehr gute Zeit, die ich mir selbst nicht zugetraut hätte.

Die Frage, die sich mir nun stellt: wäre ich überhaupt so schnell gelaufen, wenn ich meinen Brustgurt angehabt hätte? Wäre ich nicht automatisch langsamer geworden, wenn ich gesehen hätte, in welchen Sphären ich mich pulstechnisch bewege?

Die Profis und Pulsuhren

Bei den Profis ist das mit der Pulskontrolle ja auch sehr unterschiedlich, wie ich beim Durchblättern meiner Hawaii-Bilder gesehen habe.

Während ein Andreas Raelert noch nicht einmal eine Uhr anhat, geschweige denn einen Brustgurt zur Pulsüberprüfung, kommen andere Profis, wie beispielsweise der achtplatzierte Dirk Bockel gleich mit zwei Uhren daher: an der einen Hand die RS800CX und an der anderen den Garmin FR 310XT.

Andreas Raelert ohne Pulsuhr

Andreas Raelert braucht keine Pulsuhr, er läuft nur nach Gefühl. Für den Sieg gibt es sowieso nur ein Rezept: Vollgas!

Dirk Bockel mit zwei Pulsuhren

Dirk Bockel nimmt zur Sicherheit gleich zwei Uhren mit damit auch ja nichts schiefgehen kann.

Zum Thema „Training und Technik“ haben sich Sebastian Kienle und Ronny Schildknecht schon mal in ihren Blogs ausgelassen. Fazit: man sollte mehr auf sein Gefühl hören und immer Herr über die Technik sein und nicht ihr Sklave.

Mein Fazit

Letzteres war bei mir in der jüngsten Vergangenheit immer der Fall. Selbst wenn mein Gefühl und die Zeit des Trainingslaufs gut war, stellte sich dann nach Auswertung der Pulsdaten ein negatives Gefühl ein, nur weil der Durchschnittspuls vielleicht mal zwei, drei Schläge höher als sonst war. Oder wenn das Gefühl während des Trainings gut war, die Uhr aber offensichtliche fehlerhafte Messungen zeigte (z.B. Puls 210 bei einem 5:30er Schnitt) habe ich eher langsamer gemacht oder die Einheit verkürzt; hätte ja doch was sein können.

Ich habe jetzt für mich beschlossen, meinen Brustgurt des öfteren zuhause zu lassen und mehr auf mein Gefühl zu hören anstatt ständig auf die Uhr zu sehen.

Bin mal gespannt, wie sich das dann entwickelt…

Wie haltet ihr das eigentlich mit der Pulskontrolle im Training? Habt ihr die Uhr ständig dabei, lauft ihr auch mal ohne oder vielleicht sogar immer ohne? Wie macht ihr das im Wettkampf? Nehmt ihr überhaupt eine Uhr mit oder zur Sicherheit gleich zwei?

25 Tage vor dem Start ein paar Zahlen

Nachdem es nun nur noch 25 Tage, 7 Stunden und 15 Minuten bis zum Start sind (alternativ in ISO8601-SchreibweiseP25DT7H15M“ als Auflösung für diejenigen, die wissen wollten, was ich mit meinem Twitter-Eintrag meinte), möchte ich wieder mal ein paar Zahlen in die Runde werfen.

Als erstes habe ich sozusagen ein Jubiläum zu vermelden, wenn auch etwas spät, weil es mir jetzt erst aufgefallen ist: am letzten Mittwoch habe ich meine 5.000 Laufkilometer voll gemacht; seit dem Beginn der Abnehmwette am 03.03.2007.

In diesem Jahr habe ich bis jetzt folgende Kilometer zusammen:

Schwimmen

Seit dem 01.01.2010 bin ich nun 105,8km in 39:08h geschwommen, was einem durchschnittlichen Tempo von 2:13min/100m entspricht. Zum Vergleich: bei meiner Vorbereitung im Jahr 2008 waren es zum gleichen Zeitpunkt exakt 150 Meter mehr, also 105,95km. Für diese Distanz habe ich aber damals deutlich länger gebraucht, nämlich 42:13h, was einer Durchschnittspace von 2:24min/100m entspricht. Das heißt, ich bin etwas schneller unterwegs in dieser Vorbereitung. Die größte Distanz, die ich am Stück zurückgelegt habe, war in diesem Jahr 4.500m und vor zwei Jahren 4.000m.

Rad fahren

Auf dem Rad habe ich in diesem Jahr bisher 2.436,7km in einer Zeit von 98:58h zurückgelegt. Das entspricht einer Geschwindigkeit von 24,6km/h im Mittel. Auch hier wieder der Vergleich mit meiner Vorbereitung im Jahr 2008: damals bin ich bis zum gleichen Zeitpunkt 3.075,4km geradelt und zwar in einer Zeit von 119:12h. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 25,8km. Dass es deutlich weniger Radkilometer sind liegt zum einen daran, dass das Wetter 2008 deutlich besser war, denn damals bin ich bereits im Februar über 500km Rennrad gefahren (dieses Jahr wäre das bei dem ganzen Schnee gar nicht gegangen). Und zum anderen fehlen mir natürlich noch die Kilometer von den langen Einheiten, die ich wegen meiner Knieschmerzen habe ausfallen lassen.

Apropos Knieschmerzen: ich werde morgen wieder mal probieren, ein wenig zu Kurbeln. Ich denke, das wird jetzt wieder gehen… die paar Tage Pause sollten (hoffentlich) gereicht haben, damit es sich einigermaßen erholt.

Übrigens: die längste Strecke, die ich im Training zurückgelegt habe, waren dieses Jahr lediglich 128,7km. Zwei Jahr vorher ging das längste Training über eine Distanz von 143,5km.

Laufen

Gelaufen bin ich in diesem Jahr insgesamt 921,2km. Dafür habe ich 90:28h benötigt, was einer durchschnittlichen Pace von 5:54min/km entspricht. Zwei Jahre zuvor habe ich zum gleichen Zeitpunkt 934,1km auf dem Haben-Konto verbuchen können. Damals habe ich für diese Strecke eine Zeit von 91:16h benötigt, was einem Tempo von 5:52min/km im Mittel entspricht. Beim Laufen habe ich also ungefähr das gleiche Pensum absolviert, wie das letzte Mal.

Auch hier bin ich von den maximalen Distanzen nicht ganz so weit gekommen, wie zuvor, nämlich maximal nur 35,0km, während ich exakt heute vor zwei Jahren im Training sogar 42,5km weit gelaufen bin. Übrigens beide Einheiten direkt im Anschluss an zwei Stunden Rad fahren. 🙂

Und was sagen mir diese ganzen Zahlen nun?

Meldungen am Ruhetag

Nach der anstrengenden letzten Woche, habe ich heute wieder einen Ruhetag und den nutze ich jetzt mal für ein paar Kurzmitteilungen:

2008 vs. 2010

Da Lajos bei sich im Blog einen Vergleich der aktuellen Vorbereitung mit seiner letzten vorgenommen hat, will ich das auch mal tun. Bis jetzt sieht es so aus, dass ich im Zeitraum von 1.Januar bis zum 18.April folgende Kilometerleistungen erbracht habe: 62,5km Schwimmen (-2,8km), 1.387,1km Rad fahren (+108,2km), 641,2km Laufen (+87,0km). Gegenüber der 2008er-Vorbereitung habe ich also schon ein bisschen mehr gemacht.

„Harte“ Trainingswoche

Deshalb hat es mich auch nicht sonderlich gestört, dass ich in der letzten Woche, die geplanten 19 Stunden Training nicht einhalten und am Ende nur 15h in meine Liste eintragen konnte. Montags brauchte ich einfach mal eine Auszeit für den Kopf, da fiel das Training komplett aus und am Samstag und Sonntag war wohl meine Planung etwas zu optimistisch gewesen: 5h Bike + 1h Run am SA und 3h Run am SO. Nach 4:52h (brutto) Bike und knapp 130km war mir die Lust auf Laufen vergangen und am Tag darauf wurden es auch nur 2:11h und 22,7km… Das muss ich beim nächsten Mal sinnvoller aufteilen… Eine „Ironman-Woche“ war es aber trotzdem: 4,4km Swim – 198,2km Bike – 55,0km Run.

eBay-Auktionen

Was ganz anderes, nämlich ein bisschen Werbung in eigener Sache: den freien Tag heute, habe ich genutzt, um meine Polar-Produkte bei eBay einzustellen und auch das (fast) unbenutzte Ernie&Bert-Trikot, über das ich vor einiger Zeit geschrieben habe. Die Anfragen hier über das Blog hielten sich in Grenzen, aber klar, ihr dürftet ja fast alle mit Pulsuhren versorgt sein und die, die noch welche brauchen, haben sich wahrscheinlich durch mein Gemeckere abhalten lassen. Trotzdem, falls ihr also irgendjemand kennt, der Interesse daran haben könnte, würde ich mich freuen, wenn ihr ihn/sie informiert. Hier der Link zu meinen Auktionen.

Garmin-Umtausch

Mein Garmin-Laufcomputer, der nach zweieinhalb Wochen schon keinen Mucks mehr von sich gegeben hat, habe ich nun an Amazon zurückgeschickt. Das erschien mir die einfachste und kostengünstigste Variante: keinerlei Versandkosten und obwohl ich das defekte Gerät heute erst zurückgeschickt habe, bekomme ich morgen schon ein nagelneues.

Kurzmeldungen

Vor zwei Jahren habe ich ja deutlich häufiger geschrieben, allerdings waren damals auch manchmal sehr kurze Beiträge dabei, für die ich heute keinen eigenen Post mehr erstelle. Deswegen hier nun ein paar gesammelte Dinge, in der Reihenfolge, in der sie mir gerade in den Sinn kommen:

Polar-Kundenservice

Ich habe ja einen meiner größten Fehlkäufe, den Polar RS800 wieder zum Kundenservice nach Büttelborn geschickt, damit die den ein letztes Mal durchchecken und ich ihn danach endgültig verkloppen kann (falls ihn überhaupt noch jemand haben will). Daraufhin erhielt ich einen Kostenvoranschlag mit Datum vom 1.April, man wolle meinen Brustgurt für 14,95 EUR austauschen. Leider war das kein Aprilscherz, sondern wirklich ernst gemeint. Ich will ja nichts unterstellen, aber, dass jedes Mal, wenn das Gerät bei euch zum Service ist, auch der Gurt (meist kostenpflichtig) ausgetauscht werden soll, hat einen etwas faden Beigeschmack, liebe Polarler!

Garmin Forerunner 310xt

Den habe ich als Ersatz für die Polar-Uhr geholt und ihm werde ich auch noch einen eigenen Beitrag widmen, aber erst dann, wenn ich ihn ein paar Wochen im Einsatz hatte. Meinen ersten Eindruck habe ich ja schon über Twitter mitgeteilt: „WOW!“ – einfach genial das Teil. Das Gerät ist genauso, wie ich mir eine Pulsuhr vorstelle, also aus meiner Anwendersicht der absolute Traum. Auch bei der Software trennen Polar und Garmin Welten, aber auch das werde ich noch ausführlich schildern.

Kurzes Fazit: wer eine geil aussehende Pulsuhr haben will, der soll sich eine Polar holen, wer hingegen eine funktionierende Pulsuhr auf technisch neuestem Stand haben will, der soll zu Garmin gehen. 😉

Xentis Mark 1 TT

Da Kollege Applejack seine teuren Laufräder erst zu seiner Mission Hawaii 2010 am 1.August in Regensburg braucht, war er so freundlich, mir sie für Frankfurt auszuleihen. Danke schon mal dafür! Für einen ersten Test habe ich sie auch schon einmal auf mein Canyon Speedmax draufgeschraubt und zwei kurze Ründchen durch die Wetterau gedreht. Macht echt Spaß mit den Dingern durch die Gegend zu fahren. Man ist echt eine ganze Ecke schneller unterwegs, was ich aber nicht unbedingt auf das Material schieben würde, sondern -nach einem Blick auf den Durchschnittspuls- eher auf den psychologischen Aspekt. Wenn man solche Räder drauf hat, dann muss man auch ordentlich reintreten, wäre ja sonst peinlich. 😉

Und damit ich auch in den im Trainingsplan vorgesehenen Pulsbereichen trainiere, schraube ich sie auch gleich wieder ab und hole sie erst am 4.Juli wieder raus.

Belastungs-EKG

Vor zwei Jahren habe ich mich ja auch schon einmal durchchecken lassen, auch dieses Mal tue ich das natürlich wieder. Am Samstag steht ein Belastungs-EKG beim Arzt an, bin mal gespannt, wie lange er mich treten lässt bzw. wie lange ich treten kann…

Aktueller Trainingsstand

Noch gut 10 Trainingswochen liegen noch vor mir, Zeit einmal zu schauen, was ich seit dem 1.Januar 2010 schon gemacht habe:

  • Schwimmen: 58,1km in 22:00h
  • Rad fahren: 1.151,8km in 47:45h
  • Laufen: 559,5km in 57:01h

Im Vergleich zur letzten Vorbereitung bin ich gut 10km weiter geschwommen, knapp 20km weiter Rad gefahren und 15km weiter gelaufen. Ich habe also bisher minimal länger trainiert, wobei ich sagen muss, dass beim Rad fahren dieses mal leider nur viele kurze Einheiten zur höheren Summe geführt haben. Das letzte Mal habe ich schon deutlich öfter längere Ausfahrten gemacht, aber da hatte ich in Anbetracht des Wetters noch nicht genug Motivation aufbringen können.

PS: noch 86 Tage…

(Trainings-)planung ist alles…

Heute in 14 Wochen ist es soweit, das heißt, so langsam beginnt die heiße Trainingsphase und das wöchentliche Trainingspensum nimmt stetig zu. Für die restlichen Wochen bis zum Ironman habe ich mir vorgenommen, im Schnitt ca. 15 Stunden/Woche zu trainieren.

Wahrscheinlich werde ich das nicht ganz einhalten können, so wie auch in dieser Woche. Geplant waren ursprünglich etwas mehr als 16 Stunden, letztlich wurden es aber nur 14 1/2. Hier mal 15min beim Schwimmtraining gestrichen, da bei den letzten 20min auf dem Rad keine Kraft mehr gehabt und beim Laufen ein kurzes Ründchen wegfallen lassen und den langen Lauf auch gleich mal auf 1:30h zusammengekürzt. Schnell fehlen am Ende dann ein paar Kilometer.

Insgesamt habe ich zwar etwas mehr als eine Ironman-Distanz (4,7km Swim, 197,5km Bike, 44,2km Run) innerhalb von sieben Tagen zurückgelegt, aber ganz zufrieden bin ich damit trotzdem nicht.

Theorie und Praxis

Ganz besonders mit dem heutigen Lauf nicht… Ich hatte ja vor einiger Zeit schon einmal geschrieben: „Planung ist alles“ und eigentlich wollte ich Hau-Ruck-Trainingsaktionen nicht mehr machen, doch heute war wieder mal so eine Aktion. Eigentlich war um ca. 13:30 Uhr alles perfekt: ich hatte Lust meinen langen Lauf zu machen, die Wetterkarten und Radarbilder, zeigten an, dass es noch eine ganze Weile trocken bleiben würde, ehe der nächste Regen kommen würde und meine Strecke hatte ich auch so gewählt, dass mich der Wind nicht stören würde. Alles perfekt, es konnte also losgehen. Bis mir eingefallen ist, dass ich gestern alle meine Laufklamotten in die Waschmaschine gesteckt habe, sie aber nicht in den Trockner umgepackt hatte.

Ganz toll, ich also die Wäsche in den Trockner gepackt, und mein Lauf gezwungenermaßen gleich zwei Stunden nach hinten gelegt. Als dann der Trockner endlich fertig war, habe ich dann schnell meine Sachen angezogen und bin los. Es war bewölkt, nicht sonderlich kalt, aber halt so, dass ich bei zwei Stunden Laufen nicht unbedingt was zu trinken brauche. Ich bin also los, Jacke an, Mütze über den Kopf, weil ich es nicht haben kann, wenn der Wind da reinpfeift und los ging’s…

Als erstes ging mein Blick auf die Pulsuhr, die ich nach dem Totalausfall von gestern, wieder hergestellt hatte, zumindest meinte ich das. Denn scheinbar war auf die Anzeige verstellt. Ich hatte drei Screens zur Auswahl: Welcome 1, Welcome 2 und Welcome 3 (statt Herzfrequenz, Geschwindigkeit, Höhe, etc.). Alle drei zeigten aber nix an. Das heißt, meine Uhr verriet mir weder meine Herzfrequenz, noch die Zeit, die ich bereits unterwegs war, noch die Geschwindigkeit, einfach gar nichts. Tolle Uhr!

Nachdem sich die Aufregung darüber etwas gelegt hatte, sah ich dann schon das nächste Unheil auf mich zukommen. Eine große Regenwolke, genau die, die auf dem Radar ein paar Stunden zuvor noch weit weg war und sie zog genau in die Richtung der Laufstrecke, die ich mir ausgesucht hatte. Die Fallstreifen verrieten, dass da wohl auch einiges herunter kommt, also bin ich umgedreht und hab den Weg so gewählt, dass ich nicht in sie rein laufe, sondern an ihr vorbei. Das war eine gute Idee, denn ich wurde so nur ein bisschen nass. Der Nachteil war aber, hinter der Wolke kam dann strahlender Sonnenschein. Ich also mit langer Hose, Jacke und Mütze unterwegs und schön die schon relativ warme März-Sonne auf dem Rücken, dazu noch auf einer Strecke, die im Gegensatz zur geplanten, nicht nur flach ist, sondern auch mal schön bergauf geht. Lange Rede kurzer Sinn: ich war viel zu warm angezogen und habe geschwitzt ohne Ende.

… und nach 1:30h ging es dann eben nicht mehr, da musste ich heim und einfach was trinken…

Eigentlich habe ich gestern nur vergessen, die Wäsche umzuladen, aber der eine Fehler hat dann heute zu einer wahren Kettenreaktion geführt. Bin viel zu spät los, hatte mittlerweile Hunger, konnte nicht meine geplante Route laufen, hatte dadurch mehr Höhenmeter, mehr Wind und die unschönere Strecke. Und über diese Sachen habe ich mich dann auch noch die kompletten eineinhalb Stunden aufgeregt… ein schöner entspannter Lauf, wie er eigentlich geplant war, war es jedenfalls nicht.

Erste Ironman-Woche

In der letzten Woche habe ich zum ersten Mal wieder seit meiner Ironman-Teilnahme in allen drei Disziplinen mindestens die Original-Streckenlänge zurückgelegt. Zwar nicht an einem Tag, aber innerhalb von sieben Tagen bin ich mehr als 3,8km geschwommen, mehr als 180km Rad gefahren und mehr als 42,2km gelaufen; eine richtige Ironman-Woche liegt also hinter mir.

In der letzten Vorbereitung hatte ich insgesamt 8 solcher Wochen (bei zwei weiteren fehlten lediglich in einer Disziplin ein paar Kilometer), die ersten beiden hatte ich damals allerdings schon im Februar hinter mir.

Meine erste Ironman-Woche war allerdings hart erkämpft, denn der Kälteeinbruch zum Wochenende hat mir einen Strich durch den Trainingsplan gemacht, denn für eine dreistündige Radausfahrt war es einfach viel zu kalt; außerdem hatte ich Probleme mich bei dem Wind auf dem Rad zu halten. Ich bin deshalb nach einer guten Stunde auf die Rolle gewechselt und habe mir darauf die noch fehlenden Kilometer erfahren. Auch der lange Lauf am Sonntag war mehr Kampf als wohlfühlen; zwar schönster Sonnenschein, aber auch wieder ein eisiger Wind; dennoch habe ich es 2:33h ausgehalten und bin dabei gut 26km weit gekommen. Die Zahlen der Woche waren dann: 5,6km Schwimmen, 181,4km Rad und 48,6km Laufen.

Momentan läuft jedenfalls alles nach Plan: ich fühle mich wieder fitter und auch auf der Bahn habe ich gemerkt, dass ich doch gar nicht sooo langsam geworden bin, wie ich gedacht habe.

Hier mal ein paar Zahlen seit Januar 2010:

  • Schwimmen: 45,1km (~ 23 Stunden)
  • Rad fahren: 604,5km (~ 24 Stunden)
  • Laufen: 343,0km (~ 36 Stunden)

Beim Rad fahren fand natürlich der Großteil des Trainings auf der Rolle statt, ich habe hier meist einen Schnitt von um die 25km/h genommen, ich denke, das dürfte dann so passen.

Die Januar-Statistik

Kinder, wie die Zeit vergeht… gerade war ich noch im Schnalstal und hab Silvester gefeiert und nun ist auch schon der erste Monat des neuen Jahres vorbei. Genau der richtige Zeitpunkt also, um mal auf die Trainingsdaten zu schauen und einen Vergleich zu meiner Vorbereitung von vor zwei Jahren zu ziehen.

Kurz und knapp gesagt: das Trainingspensum war mit rund 21 1/2 Stunden minimal höher als 2008. Damals waren es nur 20 Stunden Training. Da ich im Januar ein paar Tage krank war, hatte ich schon die Befürchtung, ich hinke dem Pensum von vor zwei Jahren deutlich hinterher, doch dem war nicht so, denn damals war ich – wie ich eben erst gesehen habe – ebenfalls ein paar Tage kränklich und habe nicht trainiert.

So komme ich nun auf folgende Trainingsdaten für den Januar:

  • Laufen: 122,9km in 13:26h; Schnitt 6:34min/km
    (2008: 115,0km in 12:22h; 6:27min/km)
  • Schwimmen: 15,1km in 5:58h; Schnitt 2:22min/100m
    (2008: 3,5km in 1:43h; Schnitt 2:57min/100m)
  • Ergometer: 2:10h
    (2008:  5:50h)

Im großen und ganzen waren die beiden Januar-Monate also sehr ähnlich… nicht aufgeführt sind hier übrigens solche Dinge, wie Fußball, Tennis und Ski fahren: da habe ich auch noch ein paar Stunden Zeit investiert… 😉

Wie sieht’s bei euch aus, wie aktiv wart ihr bisher in 2010?

Noch 160 Tage…

Da ich ja in der letzten Zeit nicht viel über’s Sportliche geschrieben habe, heute mal eine Zusammenfassung der letzten Wochen.

Wobei ich sagen muss, viel zusammenzufassen gibt es da nicht, denn wie ich schon in meinem ersten Beitrag des Jahres geschrieben habe, ging es mit einer Erkältung los und deshalb konnte ich so gut wie gar nicht trainieren. Wenn ich denn mal meinte, es ginge wieder etwas besser, dann merkte ich spätestens nach einer Viertelstunde Training, dass doch noch nicht alles in Ordnung war und die Pulsuhr bestätigte das: Ruhepuls zwar normal, Belastungspuls aber viel zu hoch und das, obwohl ich fast gehend unterwegs war.

Lange Rede kurzer Sinn, die ersten zwei Wochen addiert ergeben folgendes: 5km Schwimmen sowie 25,9km Laufen. 🙁

Die letzte Woche wurde es aber dann langsam besser, anfangs noch mit erhöhtem Belastungspuls, am Samstag aber dann wieder der erste Lauf, wo sich alles normal angefühlt hat und auch die Pulswerte wieder in den gewohnten Bereichen waren. Endlich, das wurde ja auch Zeit!

In der dritten Woche kam ich dann somit auf 5,3km Schwimmen, 41,5km Laufen zzgl. eineinhalb Stunden Hallenfußball und zwei Stunden Tennis zu denen ich mich habe verleiten lassen.

Solche Ausflüge in andere Sportarten sollte ich aber in Kürze einstellen… da merke ich spätestens bei der nächsten Einheit, dass das kontroproduktiv ist, denn ich hab Muskelkater an Stellen, wo ich ihn schon lange nicht mehr hatte.

Kurzes Fazit: alles noch nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe, aber weit hinter dem Plan von vor zwei Jahren bin ich gar nicht zurück.

Generalprobe für Frankfurt Marathon

In meinem letzten Posting habe ich mich ja darüber ausgelassen, dass mir die Zeit für die richtig langen Läufe am Wochenende fehlt, auch das hat sich nicht geändert, dafür bin ich aber in der letzten Woche richtig viel gelaufen und habe heute sogar meinen ersten und auch zugleich letzten „ü30er“ gemacht.

80km laufen im Center Parc Bispingen

Mit meiner Frau zusammen ging es nämlich am letzten Freitag spontan für ein paar Tage in den Center Parc nach Bispingen und dort habe ich jeden Urlaubstag das gute Wetter genutzt und bin auf einem knapp 3,2km langen Rundkurs immer zwischen vier und sieben Runden gelaufen. Hat richtig Spaß gemacht einmal auf einer belebten Strecke zu laufen, ansonsten bin ich hier zuhause ja meistens ganz alleine unterwegs und nur ab und zu trifft man mal jemand der seinen Hund Gassi führt. Im Sommer verirrt sich dann auch mal der ein oder andere Radfahrer auf die Strecke. Wie geschrieben, ich fand das mal eine nette Abwechslung und nach fünf Läufen kam ich dann auf stolze 80km.

Übrigens: das Brennr.de-Shirt ist der absolute Hingucker. Ich hatte nämlich mit schlechterem Wetter gerechnet und die dicken Laufklamotten eingepackt und nur ein Kurzarm-Shirt mit (eben das vom Brennr-Blog) und bin dann bis auf eine Ausnahme mit diesem unterwegs gewesen. Was mich natürlich interessieren würde, ob sich das auch in Zugriffszahlen des Blogs von Christian niederschlagen konnte.

Am Donnerstag, also einen Tag früher ging es dann schon wieder in die Heimat, denn die Hochzeit meines Bruders stand an. Da war ich natürlich weder am Heimreisetag, noch am Hochzeitstag selbst unterwegs und auch der Samstag musste zur Regeneration genutzt werden. 😉

Erster und letzter Lauf über 30km

Da wollte ich aber wenigstens heute einen anständigen und langen Lauf hinlegen. Und das ist mir auch gelungen… bei optimalen Bedingungen (neblig, 8 Grad, wenig Wind), zumindest so liebe ich sie, ging es raus zum Laufen. Am Ende standen dann 34,1km auf meiner Pulsuhr, die ich in einer Zeit von 3:03h zurückgelegt habe.

Insgesamt wollte ich eigentlich etwas langsamer Laufen, aber irgendwie konnte ich mich dann doch nicht so richtig bremsen. Die ersten 10km waren nach 56:34min geschafft (5:39min/km), die zweiten 10km dann in 53:35min (5:22min/km) und die dritten 10km in 51:17min (5:08min/km). Der Rest dann mit 5:16min/km wieder etwas langsamer, aber da ging es ja auch fast ausschließlich nach oben…

Jetzt hab ich noch zwei Wochen Zeit, mir zu überlegen, welches Ziel ich in Frankfurt anpeilen soll… unter 3:45h hatte ich ja bei der Anmeldung vor über einem halben Jahr angegeben.

Die langen Läufe fehlen

Irgendwie läuft die Vorbereitung auf den Frankfurt Marathon nicht wirklich so, wie ich mir das vorgestellt habe. Der Grund dafür ist einfach, denn an fast jedem Wochenende -ich hab es ja schon mal geschrieben- steht irgendein Highlight an, wo man wieder wenig Schlaf, dafür aber umso mehr Essen und (alkoholische) Getränke bekommt. Da dürfte es auch klar sein, dass sonntags nicht allzu viel geht, schon gar nicht ein langer Lauf. Bisher bin ich nicht über die knapp 28km hinaus gekommen.

Auch an diesem Wochenende stehen wieder gleich zwei Termine an: der Bruder hat Geburtstag und am nächsten Tag geht es mit ihm auf seinen Junggesellenabschied. Da ist ja wohl klar, dass dann am Sonntag kein langer Lauf möglich sein wird.

Unter der Woche kann ich mir momentan nicht die Zeit nehmen, einen langen zu machen, weshalb ich gestern und heute -zumindest um mein Gewissen zu beruhigen- zusammengerechnet 40km gelaufen bin, die erste Hälfte gestern abend, die zweite Hälfte heute mittag. Macht also 40km innerhalb von 24 Stunden, wenigstens etwas…

Was mir beim Eintragen des heutigen Laufs in meine Excel-Liste aufgefallen ist: ich bin seit dem Beginn im März 2007 exakt 2.500km gelaufen. Davon alleine 1.460km in diesem Jahr. Wenn ich mein bisheriges Wochenpensum beibehalte, dann werden es am Jahresende ziemlich genau 2.000 Laufkilometer sein.