Im Endorphin-Rausch

Da ich gerade von einem meiner geilsten Läufe ever heimkomme und noch immer total im Endorphin-Rausch bin, muss ich das, was ich gerade erlebt habe, auch gleich in Bits und Bytes meißeln.

Doch alles schön der Reihe nach: die letzten fünf, sechs Wochen kam ich kaum dazu, Sport zu treiben und auch in den nächsten Wochen wird das zeitlich recht schwer auf die Reihe zu bringen sein. Deshalb habe ich mir vorgenommen, um überhaupt halbwegs wieder in Tritt zu kommen, einfach spät abends im Dunkeln zu laufen; heute war Premiere.

An sich nicht wirklich erwähnenswert so ein Nachtlauf: Stirnlampe an, Kopfhörer vom iPod in die Ohren und los kann es gehen, natürlich nur auf den gut bekannten Laufwegen. Wahrscheinlich wäre es auch ein extrem langweiliger Lauf geworden, wenn der Regen nicht gekommen wäre.

Ich war gerade mitten im Feld zwischen Wölfersheim und Echzell, alles ringsherum stockdunkel, da fing es auf einmal an, wie aus Eimern zu schütten. Ich in kurzer Zeit klatschnass, die Feldwege komplett überflutet. Strömender Regen und eine Stirnlampe auf volle Power, alleine das hat schon was, wenn man aber bedenkt, dass ich als Sicherheitsapostel, den man nach Möglichkeit schon aus drei Kilometern Entfernung im Dunkeln erkennen soll, mit meinen unzähligen LED-Leuchten und Reflektoren am ganzen Körper aussehe, wie eine Großraum-Diskotheken-Beleuchtung, dann kann jetzt jeder ungefähr erahnen, wie geflasht ich gewesen sein muss, als der Regen einsetze.

Von meiner Umwelt habe ich ab diesem Zeitpunkt nichts mehr wahrgenommen, überall hat es nur noch in allen Farben des Regenbogen geblitzt und gefunkelt, auf den Ohren kamen in voller Lautstärke mehr als zehn Jahre alte Hardtrance-Tracks. Ich war sofort zurückerinnert an die besten Zeiten von Paramount Park und Prodo-X. Es war alles wie damals, nur irgendwie viel besser.

Knappe 30min am Stück -so lange hat es geregnet- bin ich quasi wie in Trance im Blitzlichtgewitter durch die Nacht geflogen, gefühlt habe ich mich dabei, wie zu Jugendzeiten auf der Tanzfläche einer Großraumdiskothek. Sogar die Musik passte. Einfach genial… Reinstes Kopfkino… zurück in die Jugendzeit… (und ungefähr so leicht, wie damals, lief es sich auch)

Wer einen anderen Musikgeschmack hat und somit früher in anderen Locations zuhause war, wird das vielleicht nicht im Entferntesten nachvollziehen können, aber die wenigen unter euch, die früher auch in Rödermark, Darmstadt, Bochum, usw. ihre Wochenenden verbracht haben, werden schon wissen, was ich meine und denen empfehle ich: probiert das auch einfach mal aus!

6 Kommentare zu “Im Endorphin-Rausch

  1. Schneefall ist noch cooler als Regen – hab ich beim Buba Lauftreff oft erlebt – ein tip: nimm das nächste mal ne trillerpfeife und nen Laserpointer mit – dann ist’s noch mehr Rödermark ^^

  2. Hi,

    was ist los – seit August keine Updates mehr? Sollte da nicht noch ein Marathon kommen heuer? Motivationsprobleme, Verletzung, oder?

    Gruß,

    CKE

  3. Ich würde sagen, von allem ein bisschen und bei durchschnittlich 20 Laufkilometer pro Woche wäre es Blödsinn gewesen, den Marathon in Frankfurt zu laufen. Statt Bestzeit hätte es nur jede Menge Schmerzen gegeben und dann wäre die Motivation ganz dahin gewesen. Meine Saison quasi schon seit einiger Zeit beendet.

  4. Hi!
    Ich hab deine Seite gestern halbwegs zufällig gefunden. Ich bin schwer beeindruckt!! Ich finde es hammermäßig was du geschafft hast, und dies nur weil man sich selber ein Ziel gesteckt hat…
    Ich hab mir vor ein paar Wochen auch eins gesetzt, jedoch nur ein relativ kleines: Nächstes Jahr in Münster entweder Volkstriathlon oder-wenn ich ein vernünftiges RR mir anschaffe, die Olymp. Distanz. Deine Distanz werd ich wohl auch in 10 Jahren nicht schaffen obwohl ich wohl sportlich bin und auch erst 21 Jahre… 🙂
    Viel Erfolg beim nächsten Wettkampf!!
    LG Michael

  5. Hi Daniel! Bin gespannt, wie deine Vorbereitung auf Wiesbaden läuft und werde deinen Blog aufmerksam verfolgen.
    VG Paddi

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