Discothek „Pharao“ in Hungen-Nonnenroth

Über meine musikalische Vergangenheit habe ich hier noch nicht allzuviel geschrieben, außer vor kurzem ein paar Blogbeiträge z.B. über den Paramount Park und dem Hardtrance-Projekt „Act Of Fear„. Irgendwann werde ich auch nochmal die Zeit dazu finden, die komplette Story zu schreiben.

Was mir aber gerade am Wochenende beim Aufräumen in die Finger gefallen ist, hatte auch schon leichten Museumswert, denn es handelte sich dabei um Eintrittskarten der Discothek „Pharao“ in Nonnenroth (Hungen), die es schon eine ganze Weile nicht mehr gibt. Die müssen über 12 Jahre alt sein, denn damals war ich nämlich noch keine 18, hätte also gar nicht da rein gedurft. :mrgreen:

Naja, was ich ebenfalls lustig fand, dass das Thema am Samstagabend auf einer Hochzeitsfeier wieder zur Sprache kam, denn eine Freundin konnte sich noch daran erinnern, in welchem Outfit ich damals in diese Discothek gegangen bin: in Müllmann-Hose, schwarzem adidas-Shirt mit drei weißen Streifen und selbstverständlich mit der obligatorischen Kangol-Kappe. Wer die Location noch kennt, der wird sich denken können, dass ich mich eher in der Techno-Hälfte aufgehalten habe, und nicht in er der Kommerz-Hälfte mit langweiligem R’n’B und Freestyle-Zeugs…

Wäre echt genial, wenn jemand in seinem Fundus noch ein Foto von mir aus dieser Zeit hat und mir zukommen lassen könnte. Aber damals waren leider Handykameras noch nicht so weit verbreitet, oder sollte ich besser schreiben „zum Glück“?!

Hier noch ein paar Songs, die mich sofort an diese Disco erinnern lassen…

  • Winx – Don’t Laugh (Live Raw Mix)
  • Wink – Higher State Of Consciousness (Tweeking Acid Funk) (MP3)
  • Tom Wilson – Techno Cat (Dance Like Your Dad Mix) (MP3)
  • Sunbeam – Outside World (MP3)

Paramount Park in Rödermark

Beim Hören eines alten Trance-Klassikers stellte ich mir die Frage, was denn wohl aus dem Paramount Park in Rödermark geworden ist, in dem ich vor mehr als 10 Jahren etliche lange Wochenenden verbracht habe.

Für alle die, die nicht wissen, was der Paramount Park war, das war eine große Discothek, die sich in einer ehemaligen Eissporthalle befand und in der auf dem großen Dancefloor („Mirage“) mehrere tausend Leute mit Trance und Techno beschallt wurden. Die Disco war so kultig, dass sie sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat.

Mit Entsetzen musste ich dort den weiteren Werdegang des Clubs nachlesen… im Oktober 2002 wurde der Paramount Park nach 9 Jahren geschlossen, in zwei Bereiche umgebaut und als SoundZ/Maximum wieder eröffnet. Dabei wechselte die gespielte Musik von Techno auf Hip-Hop 😥 Sehr lange hielt das aber nicht, denn im Sommer 2006 wurde wieder umgebaut. Es entstand das Nachtlicht und der Club Cambaz. Letzterer wurde nur wenige Monate nach dem Umbau bei einem Großbrand an Weihnachten völlig zerstört. Das heißt, den Teil, in dem ich früher so oft gefeiert und getanzt habe, den gibt es nun nicht mehr. Der Teil der Disco, der überlebt hat, wurde nach Renovierung wieder eröffnet, aber im April diesen Jahres geschlossen. Wenig später machte er dann unter neuen Namen „Barcode Lounge“ wieder auf… aber das ist auch schon wieder Geschichte…

Ein Video von der Closing-Party des Paramount Parks am 26.Oktober 2002 habe ich bei Youtube gefunden und das hat mir echt eine Gänsehaut verpasst, denn die Lasershow mit „Vangelis – Conquest Of Paradise“ habe ich damals auch des öfteren gesehen. Beim ersten Mal war es echt genial, die Lautstärke weit über der Schmerzgrenze, unzählige Licht-Effekte des Bühnenfeuerwerks hitzten die Halle zusätzlich auf und ich stand mitten unter tausenden Leuten. Echtes Gänsehautfeeling… Seht selbst!

Hier mal ein paar weitere Songs, die mich sofort an den Park erinnern…

  • Y.O.M.C. – Oasis
  • Hysterie – You’re The One (Instrumental)
  • Kai Tracid – Your Own Reality (Energy Mix)
  • B.B.E. – Seven Days And One Week
  • Faithless – Insomnia (De Donatis Remix)

Weitere Infos gibt es auf der Paramount Park Memorial Site… 😥

Übrigens, wenn ihr die Songs mal hören wollt, dann schaut testet mal die Napster Flatrate. Da dürfte es die Songs nämlich geben. 😉