Besucherstatistik 2006

Da diverse andere Blogger, deren Weblogs ich regelmäßig lese, eine Statistik über ihre Besucherzahlen im letzten Jahr veröffentlicht haben, möchte ich in nichts nachstehen. Allerdings sind meine Werte nicht ganz vollständig, denn ich habe Google Analytics erst am 5.April 2006 eingebaut. Das heißt, es fehlen die kompletten Besuche vom 1.1. bis 4.4.2006.

Allgemein: Besucher und woher sie kommen

Insgesamt konnte die Domain www.danielrued.com im Jahr 2006 stolze 329.848 Besucher zählen. Diese schauten sich sage und schreibe 1.868.219 Seiten an. Das bedeutet, dass sich jeder im Schnitt über fünf Seiten angeschaut hat, was wahrscheinlich auf die vielen Bilder zurückzuführen ist. Trotzdem ist es beachtlich, dass die Besucher sich im Schnitt auf jeder Seite 14 Sekunden lang aufgehalten haben. So lange schaut sich eigentlich niemand ein Bild an. Kann also nur bedeuten, dass die wenigen Contentseiten auch recht häufig besucht werden und auch intensivst gelesen werden.

Die Zahlen finde ich jedenfalls für eine „private Homepage“ schon sehr ordentlich, oder?

Statistik Besucherzahlen

Die meisten meiner Besucher kommen zum ersten Mal auf die Website, nämlich knapp 92%. Das heißt, gut 8% kommen regelmäßig zu mir, können also als Stammbesucher bezeichnet werden.

Statistik: Neue Besucher vs. Stammbesucher

Ganz interessant finde ich die Frage, woher die ganzen Besucher kommen. Eindeutige Antwort: von Google. Die anderen in der Grafik aufgeführten Referer kann man eigentlich auch Google zugute schreiben, denn die Image-Search ist ein Google-Service und sowohl AOL als auch T-Online liefern über ihre Suchen die Ergebnisse des Quasi-Monopolisten.

Warum allerdings knapp 38% der Besucher direkt zu mir gelangen, kann ich mir allerdings nicht erklären. OK, ich weiß, dass in der ein oder anderen Berufsschule, die Auszubildenden im Bereich Fachinformatik, meine Adresse gesagt bekommen, weil es bei mir ein Beispiel gab, wie man seine Abschlussarbeit gestalten sollte, allerdings hab ich die vom Netz genommen, weil ich von diversen Prüfern gehört habe, dass die Arbeit nur noch kopiert werden würde. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass das so viele Besucher sein können…

Statistik: Worüber kommen die Besucher?

Suchmaschinen: Welche SearchEngines mit welchen Begriffen verwendet werden

Wie man schon in oben dargestellter Grafik entnehmen konnte, kommen die meisten Besucher über Suchmaschinen. Die Frage: von welcher Suchmaschine die meisten Besucher zu mir finden, ist schnell beantwortet: natrülich Google und das mit einer Quote von über 98%. Selbst Yahoo und MSN fallen gar nicht ins Gewicht, obwohl die Plätze bei „Private Homepage“ bei allen drei großen Suchmaschinen identisch sind.

Statistik: Welche Suchmaschinen liefern Besucher

Schauen wir uns nun die Top10 der Suchbegriffe an, die die Leute auf meine Seite bringen.

Statistik: Suchbegriffe in Suchmaschinen

Top-Begriff ist „private Homepage“ und selbst, wie oben bereits erwähnt, kommt Google bei diesem Begriff auf 97,4% Martkanteil, bei Yahoo reicht es trotz gleicher Platzierung nur für 1,7% und bei MSN/Live (ebenfalls Platz 1) nur für lächerliche 0,4%. Das zeigt doch immer wieder, wie wichtig Google im deutschen Suchmaschinenmarkt ist. Warum sollte man also große Rücksicht auf Yahoo und MSN beim Optimieren nehmen? Zum Vergleich in absoluten Zahlen: MSN lieferte bei Platz 1 insgesamt 29 Besucher im Jahr und Google bei Platz 1 insgesamt 7.219 Besucher… Das sind Welten, die dazwischen liegen.

Warum der Betrieb eines Artikelverzeichnisses keinen Sinn macht

Gerade aus meinem Urlaub zurück, habe ich natürlich die Kommentare und Trackbacks moderiert. Dabei ist mir einer aufgefallen, den ich gerne erwähnen möchte.

Birgit setzt sich in ihrem SEO Blog mit meiner Meinung über den Sinn bzw. Unsinn von Artikelverzeichnissen auseinander. Sie beschreibt es aus Sicht derjenigen, die auf der Suche nach Links für die eigene Website sind und kommt, anders als ich, zu dem Ergebnis, dass sich das Schreiben für Artikelverzeichnisse lohnt.

Warum ich anderer Meinung bin und lieber Artikel für meine eigenen Seiten schreibe, habe ich ja schon ausführlich dargelegt, trotzdem hat mich das Thema wieder einmal so beschäftigt, dass ich mir mal die Zeit genommen habe und eine Gegenüberstellung des Arbeitsaufwands und der Einnahmen durch Werbung für mein größtes Artikelverzeichnis gemacht habe; quasi wieder aus Sicht des Betreibers.

Das Resultat ist eindeutig:

Artikelverzeichnisse rentieren sich nicht

In Rot wird der Arbeitsaufwand für das Freischalten der Beiträge dargestellt. Damit es mit den Einnahmen vergleichbar wird, habe ich mal eine durchschnittliche Arbeitsdauer von 5 Minuten pro Freischaltung einkalkuliert und einen Schüler, der mir diese Arbeit für 10,- EUR pro Stunde abnimmt. Nicht eingerechnet sind somit die laufenden Kosten für das Projekt, wie Webspace, Domain sowie der Zeitaufwand für Mailsupport und evtl. Kosten, die durch Abmahnungen verursacht werden könnten. Auch wurden die Programmierung des Dienstes sowie SEO-Maßnahmen nicht einkalkuliert; die wirklichen Kosten sind somit noch viel höher.

Was interessant dabei ist: die Trendlinien bewegen sich immer weiter auseinander!

Das heißt, dass ich, selbst wenn ich nur den reinen Arbeitsaufwand für das Einstellen der Artikel mit den Einnahmen, die ich durch diese eingestellten Artikel habe, gegenüberstelle, recht deutlich sehe, dass ich immer mehr Zeit und Geld in das Projekt hinein stecke, ohne, dass die Einnahmen in gleichem Maße zunehmen.

Der Verlust (Bereich zwischen der roten und der grünen Trendlinie) wird somit mit jedem Tag größer.

Das Projekt in dem aktuellen Konzept weiterzuführen, wäre somit Blödsinn.

Zwei Möglichkeiten des Auswegs:

  • Neue Artikel nicht mehr freizuschalten
    Da die Einnahmen nicht sofort wieder abflachen würden, besteht die Chance, dass irgendwann einmal das investierte Geld wieder zurück ist.
  • Beiträge ohne Prüfung sofort freischalten, Community aufbauen
    Den Arbeitsaufwand zu reduzieren, in dem man Beiträge ohne Prüfung freischaltet und eine Community aufbaut, in dem diejenigen, die Artikel einstellen, auch selbst darauf achten, dass das Projekt sauber bleibt und rechtswidrige oder zweifelhafte Inhalte sofort melden bzw. Moderatoren auf freiwilliger Basis einsetzen, die das AV von ungewollten Inhalten befreien. Ob das allerdings funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Es wäre dann nämlich vergleichbar mit dem DMOZ und dem wird ja immer wieder mal vorgeworfen, dass die Editoren nur ihre eigenen Seiten reinbringen wollen und sich nicht weiter darum kümmern.