In 1 Monat bis zu 16 kg schnell abnehmen ohne JOJO. Der neue Fettkiller. 100 % Garantie

So lautete der Text einer Adsense-Werbeanzeige, die dem PM Blog glatt eine Abmahnung von einem Lebensmittelverein eingebracht hat. Da hier im Blog natürlich auch derartige Werbung eingeblendet wird (obwohl ich von solchen Wundermitteln absolut gar nichts halte), habe ich direkt die vom Abmahnenden beanstandeten Werbeanzeigen im Konfigurationsbereich ausgeschlossen, um nicht auch Abmahn-Post zu bekommen.

Grund der Abmahnung war übrigens folgender:

„Durch das Anklicken gelangt man auf eine Domain welche mit ihren Aussagen gegen die Vorschriften des Lebensmittelrechts verstößt.“ – „Sie sprechen Ihrem Produkt Wirkung bei, die es ganz offensichtlich nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft nicht hat.“

Bereits vor langer Zeit habe ich mit dem ein oder anderen schon mal darüber diskutiert und spekuliert, wann wohl die ersten Seitenbetreiber wegen Adsense-Anzeigen abgemahnt werden. Dass es so lange gedauert hat, fand ich sehr verwunderlich. Ich dachte, dass das schon eher jemand mal versuchen wird.

Die Frage ist allerdings, ob man überhaupt die richtige Person abmahnt?! Ich bin zwar kein Anwalt, aber meiner Meinung nach stellt der Seitenbetreiber eigentlich nur Werbeplätze zur Verfügung, die von einer Vermarktungsfirma, in diesem Falle von Google, verkauft wird. Google wäre daher meines Erachtens der richtige Ansprechpartner und nicht der Seitenbetreiber. Welche Werbung erscheint, bestimmt nämlich ganz alleine der Vermarkter, der Seitenbetreiber selbst kann nur nachträglich bestimmte Werbeanzeigen ausschließen.

Von daher wäre es fatal, wenn der Webmaster eine Unterlassungserklärung unterschreibt, denn er kann nicht verhindern, dass der zweifelhafte Werber, den er nach der Abmahnung per URL-Sperre ausgegrenzt hat, nicht einfach die Domain wechselt und erneut Anzeigen schaltet, die dann auch wieder auf den Webseiten des Betroffenen erscheinen. Ihm bliebe, um die Erklärung vollständig einhalten zu können, nur der Ausbau der Google Werbeanzeigen. Das kann ja wohl nicht im Sinne des Erfinders sein.

Höchstinteressant an der PM-Abmahnung ist aber, dass die Abmahnung nicht von einem Anwalt, sondern vom Verein selbst ausgesprochen wurde. Ist ja grundsätzlich kein Problem, denn jeder kann abmahnen, aber interessant ist dabei die Kostennote bzw. der Betrag, den der Verein als Aufwandsentschädigung gerne haben möchte. Das sind nämlich 160,- EUR; für das Schreiben eines kleinen Briefes?!

Ich bin mal gespannt, wie die Sache weitergeht, vor allem auch deshalb, weil ich mit diesem Thema genau betroffen sein könnte, ich bezweifle aber, dass das überhaupt vor Gericht gehen wird.

3 Kommentare zu “In 1 Monat bis zu 16 kg schnell abnehmen ohne JOJO. Der neue Fettkiller. 100 % Garantie

  1. Ich will ja nichts sagen, aber genau die in der Überschrift zitierte Anzeige stand jetzt gerade oben auf Deiner Seite… Da hat das Blocken nicht so ganz hingehauen, möchte ich vermuten…

    Lieben Gruß
    Tom

  2. Tja, genau das ist es ja, was ich oben angesprochen habe: der ominöse Anbieter wechselt die Domain bzw. stellt eine neue Domain online und bewirbt diese dann. Die fällt natürlich erst einmal nicht unter meine Sperre.

    Ich kann als Adsense-Publisher nur REAGIEREN und nicht aktiv Seiten von vornherein ausschließen. Deshalb könnte ich eine Unterlassungserklärung in keinster Weise einhalten und müsste somit Adsense komplett entfernen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.