Ironman in Regensburg

Eigentlich wollte ich ja eine komplette Sammlung an Bildern vom Ironman in Regensburg liefern, aber da ich momentan zeitlich nicht dazu komme, aus den fast 1.000 gemachten Fotos die schönsten herauszusuchen und zu bearbeiten, gibt’s nun vorab erst einmal einen kleinen Text.

Henrik und die Hawaii-Quali

Wie ich bereits im letzten Beitrag geschrieben habe, war ich in Regensburg, um den Applejack anzufeuern, der das Ziel hatte, sich für Hawaii zu qualifizieren. Wer den Blog von Anfang an verfolgt hat, der wird wissen, dass es der Kerl ist, dem ich die absurde Idee mit dem Mitmachen beim Ironman zu verdanken habe. Und gleich vorne weg: er hat es tatsächlich geschafft, in einer Zeit von 9:25:58h zu finishen und sich damit – wenn auch mit etwas Glück – als Zehnter der AK30 einen von 6 Hawaii-Slots zu sichern. Außerdem hat er mir gezeigt, was alleine durch purem Willen möglich ist, jenen Willen, den ich in Frankfurt vermissen habe lassen. Das werde ich dann nochmal ausführlicher in einem eigenen Beitrag erörtern…

Für Zuschauer ist Regensburg besser als Frankfurt

Aber nun ein paar Worte zum Ironman selbst: es war ja die Premieren-Veranstaltung und ich muss sagen, ich war absolut positiv überrascht von dem Event. Sieht man mal von den Parkplatzproblemen vor dem Schwimmstart ab, was einigen Athleten den ohnehin hohen Adrenalinpegel in ungeahnte Höhen getrieben haben dürfte, war das -aus Zuschauersicht gesehen- eine super Veranstaltung, die Frankfurt um Längen schlägt. Das größte Problem in Frankfurt ist, dass man vom Langener Waldsee erst einmal eine ganze Weile lang nicht wegkommt, zumindest nicht ohne Fahrrad oder einen langen Fußweg in Kauf zu nehmen. Schafft man es dann an die Radstrecke, sind die Profis meist schon durch; anders in Regensburg. Da der Rundkurs direkt wieder an der Wechselzone 1 vorbeiführt, kann man einfach am See bleiben, in aller Ruhe einmal durchschnaufen, anschließend die letzten Bejubeln, die das Wasser verlassen (unglaubliche Gänsehautstimmung!) und dann direkt auf die Radstrecke wechseln, wo die Profis erstmalig vorbeikommen und natürlich auch die Altersklasseathleten. Danach geht man gemütlich zum Auto, fährt in die Innenstadt von Regensburg, parkt kostenlos wenige Meter neben der Laufstrecke und kann dann sogar noch die Profis sehen, wenn sie auf die Laufstrecke wechseln. Wer jemand begleitet, der wird sich darüber freuen, seinen Helden gleich mehrfach sehen zu können: am Schwimmausstieg, auf den ersten 100m beim Radfahren, am Ende der ersten Radrunde, am Ende der zweiten Radrunde (da sogar zweimal, wenn man sich beeilt), beim Verlassen der Wechselzone und auch mehrmals an der Laufstrecke, bis zu drei Mal pro Runde sind möglich, wenn man sich beeilt und die Wege kennt.

Zeitstrafen und DNFs

Was mir aufgefallen ist, dass für mein Empfinden schon sehr früh einige aus den Wettkämpfen ausgestiegen sind; manche ohne irgendeinen erkennbaren Grund; zumindest wirkten sie ganz fit und vergnügt. Ich weiß nicht, ob das normal ist, es kam mir aber sehr komisch vor. In der Tat haben von 1.851 Athleten und Athletinnen stolze 151 das Ziel nicht erreicht. Das ist zwar eine leicht bessere Quote als in vor vier Wochen in Frankfurt (evtl. durch das eine Stunde länger offene Ziel) aber immer noch deutlich mehr als die DNF-Quoten der letzten Jahre. Neun Männer wurden disqualifiziert, darunter sogar ein Profi. Mein Eindruck war sowieso, dass die Kampfrichter auf der Radstrecke hart durchgegriffen haben, denn ich habe unglaublich viele markierte Startnummern auf der Laufstrecke gesehen; gefühlt war da mehr als jeder Dritte vom Kampfrichter angezählt worden, entweder mit einem „P“ oder mit einem Strich über die Startnummer.

Weniger Absperrungen

Gefühlt waren viel weniger Absperrungen vorhanden, als in Frankfurt. Für die Zuschauer ist das natürlich toll, weil man dichter an die Athleten heran kommt, für die Sicherheit der Athleten ist das aber manchmal nicht ganz so optimal. Gerade nach dem Schwimmen, wenn es auf die Radstrecke geht und da natürlich viele Leute gleichzeitig aufsteigen, geht’s ohnehin sehr eng zu, wenn dann noch durch die Zuschauer ein Trichter gebildet wird, kann es schon mal brenzlich werden. Ich fand das da jedenfalls schon sehr krass, weil eben so viele Radler gleichzeitig vorbeikamen.

So, das war’s erst einmal… weiteres folgt…