Suchmaschinen sollen auf personenbezogene Daten verzichten

Das zumindest fordern Datenschützer laut einem aktuellen Heise-Bericht.

So sollen Daten, die Rückschlüsse auf den Suchenden zulassen, wie beispielsweise die IP-Adresse, nach Beendigung der Nutzung wieder gelöscht werden. Als Grund geben die Datenschützer an, dass die Daten mit denen sich persönliche Interessenprofile erstellen lassen auch für Dritte interessant sein können und deren begehren wecken könnten.

Warum sollten die Suchmaschinen das denn tun?

Mit diesen gewonnenen Daten können die Betreiber doch nicht nur Unfug treiben, sondern doch jede Menge Verbesserungen in den Algorithmus einbauen, bis dann am Ende jeder einzelne Suchende seine persönlichen und individuell auf ihn zugeschnittenen Ergebnisse präsentiert bekommt.

So kann man mit einer Einbindung von Bookmark-Diensten und persönlichen Netzwerken zum Beispiel leicht erkennen, welche Seiten die Freunde eines Suchenden toll finden. Da die direkten Kontakte in der Regel ähnlich gelagerte Interessen haben, könnte man den gebookmarkten Seiten der Freunde mehr Bedeutung zumessen und somit die Seiten auch besser listen.

Darüber hinaus ließe sich über eine Historisierung der Suchergebnisse und der Einbezug der Daten in die aktuelle Suche auch die als dritte Generation bezeichneten Clustersuchmaschinen und deren Technik verbessern. Wenn jemand beispielsweise häufig nach Finanzthemen sucht und auch viele Finanzseiten gebookmarkt hat, dann wird er wohl bei einer Suche nach dem Begriff „Bank“ eher ein Kreditinstitut suchen als eine Parkbank. Somit wäre eine Vorauswahl des Clusters mit Hilfe der historischen Suchdaten möglich.
Wenn man damit letztlich erreicht, dass die Qualität der Suchergebnisse extrem steigt und jeder das, was er sucht, auch innerhalb kürzester Zeit findet, ohne durch Spam belästigt zu werden, dann werden auch die meisten Nutzer nichts mehr gegen eine Speicherung ihrer persönlichen Daten haben.

Wie bei den anderen -ich sage mal- aus Datenschutz-Sicht eher fragwürdigen Diensten, wie del.icio.us, Flickr, YouTube, etc. wird auch hier zwischen dem großen Nutzen und den Risiken abzuwägen sein.

Ich denke, der große Nutzen, den man durch optimale Suchergebnisse hat, wird die Datenschutzbedenken verdrängen. Und die nächste Generation der Internetnutzer wird sich sowieso keine Gedanken mehr darüber machen. 😉