Das war er also, mein als Saisonhighlight geplanter Wettkampf: der Wehrheimer Backyard Ultra, kurz WEHBU.
Nachdem ich mich letztes Jahr als Assist einer übermächtig erscheinenden Jette ergeben musste, sollte dieses Mal ein weiterer Angriff auf den Bembel erfolgen. Doch dass daraus nichts werden würde, war schon früh klar: Eine echte Vorbereitung wie in den beiden Jahren zuvor war nicht vorhanden, die gepurzelten Kilos aus dem letzten Jahr waren mit einem ordentlichen Aufschlag wieder drauf und der Kopf wollte einfach nicht in den Tunnelmodus kommen – zu viele andere, belastende Themen spukten und spuken aktuell herum. Und als wäre das nicht genug, hatte ich mich vier Wochen vorher bei einem Sturz auch noch an der Rippe verletzt. Symbolisch für das Ganze hat dann in der Nacht zuvor auch noch ein Gewitter meinen bereits aufgebauten Pavillon zerstört.
Von daher: Ich hatte keine Ahnung, was geht, und wollte mich einfach positiv überraschen lassen.
Ich musste allerdings schon früh feststellen, dass nicht allzu viel drin war. Die Muskeln fühlten sich in Runde 5 schon an, als wäre ich bereits mindestens zehn Runden mehr unterwegs gewesen. Nach der sechsten Runde war ich komplett bedient. Die siebte habe ich zwar noch absolviert, aber weit über dem Zeitlimit.
Wenn man aus all der Enttäuschung noch etwas Positives herausholen möchte, dann wohl das: Ich habe nicht aufgegeben, sondern habe es so lange versucht, bis es nicht mehr ging. Erstmals wirklich auf der Strecke gestorben, sozusagen.
Mein Glückwunsch geht an den verdienten Sieger Darryl, der sich den Bembel bereits zum zweiten Mal sichern konnte. Ein ganz, ganz riesiges Danke geht an Simone und Benni für die Gastfreundschaft und das wie immer grandios tolle Event, an dem ich jetzt bereits zum fünften Mal teilnehmen durfte! Danke auch an Simone und Matze fürs temporäre Crewen, Aufsammeln und die Übernachtungsmöglichkeit – und an alle anderen, die da waren, für die wertvolle Ablenkung.
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