Katastrophenlauf

Bevor ich zum eigentlichen Thema komme: mein Bauchumfang ist schon wieder etwas geschrumpft und auch die Waage ist wieder etwas lieber zu mir, sind zwar bisher nur kleine Unterschiede und kaum der Rede wert, aber es geht wieder in die richtige Richtung.

Das ist aber auch so ziemlich das einzig erfreuliche, denn sportlich geht bei mir, wie schon das letzte Mal geschrieben, gar nichts.

Heute war ich wieder einmal in der Mittagspause laufen. Kollege Applejack wollte ein paar Intervalle abspulen und ich hab kurzerhand gesagt, ich bin beim lockeren Einlaufen hinauf bis zum Sportplatz dabei und wenn der Junge seine Runden dreht, dann laufe ich in der Zeit wieder locker zurück. Sollten also so ca. 40min werden.

Gesagt getan, ich bin mitgelaufen bis zur Laufbahn und wieder zurück. Insgesamt waren es 6,6km für die ich 43:25min gebraucht habe, also ein bisschen langsamer als 6:30min pro Kilometer. Das wäre ja alles nicht so tragisch, hätte ich bei diesem Lauf nicht einen durchschnittlichen Puls von rund 75% meiner maximalen HF gehabt, bei diesen Umdrehungen bin ich normalerweise doch etwas schneller unterwegs. Auch der Polar-Laufindex, der sich eigentlich immer recht gut mit meinem Gefühl beim Laufen deckt und normalerweise einen Wert im Bereich von 56 bis 64 anzeigt (bei langsameren Einheiten höher, bei schnelleren niedriger) bestätigte mein negatives Gefühl; er zeigte heute nur 50 an, also viel weniger als bisher bei meinem schlechtesten Lauf.

Auch heute wieder: ich hab mich danach beschissen gefühlt und das, obwohl ich gerade einmal 6,6km in einem langsamen 6:34er Schnitt unterwegs war. So unfit kann ich doch nicht von jetzt auf gleich sein…

Ich bleibe dabei, irgendwas stimmt da nicht… ich glaube, ich geh jetzt mal zum Doc.

Ran an den Speck

Ihr werdet ja sicherlich festgestellt haben, dass ich hier die letzten Wochen nicht mehr ganz so aktiv war. Meine Updates im Blog beschränkten sich auf Kurzmitteilungen rechts oben in der Sprechblase, richtige vollständige Blogeinträge gab es seit dem Marathon in Frankfurt nicht mehr.

Ungefähr genauso stark abgenommen, wie meine Motivation hier zu schreiben, hat auch mein Trainingsfleiß. Zwar ist das nicht sonderlich tragisch, denn ein paar Tage Pause kann man sich nach dem Saisonende schon einmal gönnen, damit man dann auch wieder vom Kopf her fit ist um neu durchzustarten, allerdings zeigt die fehlende sportliche Aktivität bereits ihre ersten negativen Auswirkungen.

Wie ich gestern mit Entsetzen feststellen musste, hat mein Bauchumfang seit dem Ironman (und da war meine Rolle auch noch unverkennbar zu sehen)Â um stolze 5 Zentimeter zugenommen. Auf der Waage ging es von 83 auf 86 Kilogramm hoch. Wenn ich so weiter mache, dann bin ich bald wieder bei meiner Ausgangsposition von unfassbaren 110kg.

Ärgerlich ist nicht nur, dass meine Plautze zunimmt, sondern auch die Tatsache, dass ich mich damit immer weiter von meinem Ziel entferne, den Ironman nochmal mitzumachen und dann auch noch schneller zu sein, als das erste Mal, denn mehr Gewicht heißt auch mehr Kraft verschwenden auf den ohnehin langen 226km.

Deshalb heißt es jetzt wieder mal auf die Ernährung achten und ran an den Speck!

… und damit ich auch immer daran denke, habe ich es hier gleich mal für jeden nachlesbar niedergeschrieben.

3:47h beim Frankfurt Marathon

Das war er also, mein allererster Marathon, ohne vorher ein wenig herumgeradelt zu sein… und er tat richtig weh.

Angetreten bin ich mit einem Ziel von unter 3:40h. Von meinen Zeiten her hätte das eigentlich machbar sein sollen, gut, von der mäßigen Vorbereitung eher nicht, trotzdem wollte ich es unbedingt versuchen.

Die ersten Kilometer liefen auch richtig gut, auch wenn es teilweise sehr eng war, ich fand recht schnell meinen Rhythmus und spulte Kilometer für Kilometer ab. Allerdings zwickte es schon ab KM12 in meinen Oberschenkeln. Ich dachte mir noch, ‚das kann doch nicht sein, dass ich jetzt schon einen Krampf bekomme‘, und versuchte, mit Salzwasser, was ich mir extra mitgenommen hatte, dem ganzen entgegen zu wirken, was auch klappte, zumindest verspürte ich kein Zwicken mehr.

Bis Kilometer 32 funktionierte das optimal, ich lief ziemlich konstant einen Schnitt von 5:10min/km und war drauf und dran, mein Ziel zu erreichen, doch dann ging es rapide bergab. Von jetzt auf gleich ging gar nichts mehr, der Puls rauf, die Geschwindigkeit runter. Eine Pinkelpause und kurze Gehpausen an den letzten beiden Verpflegungsstellen taten ihr übriges und zu allem Überfluss kamen dann doch noch zwei Krämpfe hinzu, einer bei KM41 und einer direkt vor dem Eingang in die Festhalle, so dass ich auf den letzten 10km über 10 Minuten hab liegen lassen.

Und so war ich am Ende froh, mit 3:47:41h wenigstens noch unter der 3:50h-Marke geblieben zu sein.

Wiesbaden, ich komme!

Ich hab’s tatsächlich getan… ich habe mich soeben wieder für einen Ironman angemeldet; allerdings nicht für die Langdistanz in Frankfurt, die ist ja ohnehin schon seit Monaten ausgebucht, sondern für den Half-Ironman in Wiesbaden. Für diesen habe ich nämlich das „OK“ meiner Frau erhalten, bei einer LD hätte sie mir wahrscheinlich die Ohren lang gezogen.

Sicherlich stellt sich die Frage, warum es unbedingt Wiesbaden sein muss, denn bei den Mitteldistanzen gibt es ja noch eine Reihe weiterer Veranstaltungen, die deutlich preisgünstiger sind. Aber ich gebe es zu: ich stehe total auf dieses kommerzielle rote Ironman-Zeichen… 😉

Damit stehen für nächstes Jahr schon zwei Triathlon-Termine fest:

  • 16.05.2009 – Schlosstriathlon in Butzbach
    (Kurzdistanz: 1km/40km/10km)
  • 16.08.2009 – Ironman Germany 70.3 in Wiesbaden
    (Mitteldistanz: 1,9km/90km/21,1km)

Ich freue mich schon darauf… 😀

Generalprobe für Frankfurt Marathon

In meinem letzten Posting habe ich mich ja darüber ausgelassen, dass mir die Zeit für die richtig langen Läufe am Wochenende fehlt, auch das hat sich nicht geändert, dafür bin ich aber in der letzten Woche richtig viel gelaufen und habe heute sogar meinen ersten und auch zugleich letzten „ü30er“ gemacht.

80km laufen im Center Parc Bispingen

Mit meiner Frau zusammen ging es nämlich am letzten Freitag spontan für ein paar Tage in den Center Parc nach Bispingen und dort habe ich jeden Urlaubstag das gute Wetter genutzt und bin auf einem knapp 3,2km langen Rundkurs immer zwischen vier und sieben Runden gelaufen. Hat richtig Spaß gemacht einmal auf einer belebten Strecke zu laufen, ansonsten bin ich hier zuhause ja meistens ganz alleine unterwegs und nur ab und zu trifft man mal jemand der seinen Hund Gassi führt. Im Sommer verirrt sich dann auch mal der ein oder andere Radfahrer auf die Strecke. Wie geschrieben, ich fand das mal eine nette Abwechslung und nach fünf Läufen kam ich dann auf stolze 80km.

Übrigens: das Brennr.de-Shirt ist der absolute Hingucker. Ich hatte nämlich mit schlechterem Wetter gerechnet und die dicken Laufklamotten eingepackt und nur ein Kurzarm-Shirt mit (eben das vom Brennr-Blog) und bin dann bis auf eine Ausnahme mit diesem unterwegs gewesen. Was mich natürlich interessieren würde, ob sich das auch in Zugriffszahlen des Blogs von Christian niederschlagen konnte.

Am Donnerstag, also einen Tag früher ging es dann schon wieder in die Heimat, denn die Hochzeit meines Bruders stand an. Da war ich natürlich weder am Heimreisetag, noch am Hochzeitstag selbst unterwegs und auch der Samstag musste zur Regeneration genutzt werden. 😉

Erster und letzter Lauf über 30km

Da wollte ich aber wenigstens heute einen anständigen und langen Lauf hinlegen. Und das ist mir auch gelungen… bei optimalen Bedingungen (neblig, 8 Grad, wenig Wind), zumindest so liebe ich sie, ging es raus zum Laufen. Am Ende standen dann 34,1km auf meiner Pulsuhr, die ich in einer Zeit von 3:03h zurückgelegt habe.

Insgesamt wollte ich eigentlich etwas langsamer Laufen, aber irgendwie konnte ich mich dann doch nicht so richtig bremsen. Die ersten 10km waren nach 56:34min geschafft (5:39min/km), die zweiten 10km dann in 53:35min (5:22min/km) und die dritten 10km in 51:17min (5:08min/km). Der Rest dann mit 5:16min/km wieder etwas langsamer, aber da ging es ja auch fast ausschließlich nach oben…

Jetzt hab ich noch zwei Wochen Zeit, mir zu überlegen, welches Ziel ich in Frankfurt anpeilen soll… unter 3:45h hatte ich ja bei der Anmeldung vor über einem halben Jahr angegeben.

Die langen Läufe fehlen

Irgendwie läuft die Vorbereitung auf den Frankfurt Marathon nicht wirklich so, wie ich mir das vorgestellt habe. Der Grund dafür ist einfach, denn an fast jedem Wochenende -ich hab es ja schon mal geschrieben- steht irgendein Highlight an, wo man wieder wenig Schlaf, dafür aber umso mehr Essen und (alkoholische) Getränke bekommt. Da dürfte es auch klar sein, dass sonntags nicht allzu viel geht, schon gar nicht ein langer Lauf. Bisher bin ich nicht über die knapp 28km hinaus gekommen.

Auch an diesem Wochenende stehen wieder gleich zwei Termine an: der Bruder hat Geburtstag und am nächsten Tag geht es mit ihm auf seinen Junggesellenabschied. Da ist ja wohl klar, dass dann am Sonntag kein langer Lauf möglich sein wird.

Unter der Woche kann ich mir momentan nicht die Zeit nehmen, einen langen zu machen, weshalb ich gestern und heute -zumindest um mein Gewissen zu beruhigen- zusammengerechnet 40km gelaufen bin, die erste Hälfte gestern abend, die zweite Hälfte heute mittag. Macht also 40km innerhalb von 24 Stunden, wenigstens etwas…

Was mir beim Eintragen des heutigen Laufs in meine Excel-Liste aufgefallen ist: ich bin seit dem Beginn im März 2007 exakt 2.500km gelaufen. Davon alleine 1.460km in diesem Jahr. Wenn ich mein bisheriges Wochenpensum beibehalte, dann werden es am Jahresende ziemlich genau 2.000 Laufkilometer sein.

Altstadtlauf in Friedberg

Gestern war es soweit, ich habe seit langer Zeit wieder einmal an einem Laufwettkampf teilgenommen und mein Debüt auf der 10km-Distanz gegeben. Dabei war natürlich klar, dass ich meine bisherige Bestzeit aus dem Training natürlich verbessern wollte.

Dabei sah es vorher gar nicht so gut aus. Ich war nicht sonderlich motiviert, fühlte mich nicht wirklich richtig fit… Da das aber bei den anderen Veranstaltungen in diesem Jahr immer ähnlich war, entschloss ich mich dann doch, nach Friedberg zu fahren und mich für den Lauf nachzumelden und es sollte sich lohnen, denn auf dem Rundkurs über die Kaiserstraße, der Burg und Teile der Altstadt, die nach einer kleinen Einführungsschleife viermal zu laufen war, stellte ich eine neue persönliche Bestzeit auf. Mit 45:17min war ich sogar deutlich schneller als die von mir angepeilten 46:30min, was aber auch daran gelegen haben kann, dass die Strecke -gefühlt- etwas zu kurz war. Angeblich hätte man die Einführungsstrecke kurzfristig etwas verkürzen müssen, so dass es nur 9,9km waren. Vom Gefühl würde ich aber sagen, dass es sogar noch ein kleies Stückchen kürzer war und somit bin ich dann genau das gelaufen, was ich mir auch vorgenommen hatte. Die Zeit reichte dann für Platz 107 von 231 in der Gesamtwertung, in der Altersklasse (M30) kam ein 13.Platz von 18 heraus.

Interessant dabei, dass ich vor einem Jahr noch fast 10 Minuten langsamer auf der gleichen Distanz unterwegs war. Ich bin sie zwar nicht im Wettkampf gelaufen, aber von den Trainingszeiten her, war damals maximal 55min drin, allerdings auch mit etwas mehr Fett auf den Rippen. Mal schauen, was da von den Zeiten her noch so drin ist, denn gewichtsmäßig geht bei mir ja noch einiges und seit dem Ironman sind es ja auch wieder 2kg mehr, die ich mit mir rumschleppe…

Hier noch ein Bildchen, was meine Frau von mir gemacht hat, leider etwas unscharf, aber man kann mich mit der Startnummer 898 erkennen:

Daniel beim Altstadtlauf in Friedberg

Laufshirt von Brennr.de

Eigentlich ist der Beitrag schon eine ganze Weile überfällig, aber ich hatte bisher noch keine Zeit gefunden, mich mal mit meinem kleinen Geschenk abzulichten, nämlich meinem neuen Laufshirt von Christian Brenner, der unter Brennr.de ein tolles Laufblog betreibt, das übrigens in der aktuellen Men’s Health als lesenswertes Sportblog vorgestellt wird.

Christian hatte vor einiger Zeit bei einem Gewinnspiel mitgemacht und jede Menge T-Shirts mit seinem eigenen Logo gewonnen. Da er nicht wusste, was er mit so vielen Funktionsshirts machen sollte, hat er sie unter seinen Lesern verschenkt und ich habe eines davon bekommen. Ein Herzliches Dankeschön dafür und hier ist das gewünschte Bild von mir in deinem Shirt:

Daniel Rüd im Brennr.de T-Shirt

2.Butzbacher Schlosstriathlon

Wer meinen Werdegang hier im Blog verfolgt hat, der wird mitbekommen haben, dass ich mein Triathlon-Debüt in Butzbach beim Schlosstriathlon auf der Kurzdistanz gegeben habe (1km Swim, 40km Bike, 10km Run). Und natürlich möchte ich diesen Wettkampf auch im nächsten Jahr wieder bestreiten. Vor allem, weil ich wissen will, ob ich die „kleinen“ Anstiege, wie z.B. zum Schrenzerbad hoch, dieses Mal schneller schaffen kann; auch in der Wechselzone dürfte einiges an Zeit herauszuholen sein. Dieser Bonus könnte allerdings wieder dahin schmelzen, wenn sie dieses Mal bei der Laufstrecke genauer nachmessen… 😕

Warum ich das jetzt gerade schreibe?

Ganz einfach, ich habe soeben eine Mail vom Veranstalter erhalten, dass die Anmeldung für den 2.Schlosstriathlon in Butzbach, der am 17.Mai 2009 stattfinden soll, ab sofort geöffnet ist. Da bereits die letztjährige Veranstaltung ausgebucht war, ist davon auszugehen, dass das auch dieses Mal wieder der Fall sein wird. Man sollte sich also möglichst schnell anmelden, wenn man sicher weiß, dass man dort an den Start gehen will.

Und da ich es ja weiß, hab ich gleich das Anmeldeformular ausgefüllt. 😉

Wieder mal ein langer Lauf

Bis zum Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon am 26.Oktober sind es nicht mehr ganz sieben Wochen, das heißt, im Prinzip nur noch 5 Wochenenden, wo ich noch einen langen Lauf hinsetzen kann. Und auch das hört sich nur in der Theorie so leicht an, denn diese sind alle bereits besetzt mit diversen Hochzeiten und Junggesellenabschieden, so dass man meist samstags feiernd unterwegs ist und den Sonntag zur Regeneration benötigt.

Genauso war das auch letztes Wochenende, weshalb ich heute den langen Lauf sozusagen nachgeholt habe. Mit 27,6km war es der weiteste Run, den ich seit dem Ironman im Juli absolviert habe. Knapp zweieinhalb Stunden war ich unterwegs, also in einem Schnitt von 5:23km/h. Die erste Hälfte im GA1-Bereich, die zweite Hälfte im GA2-Bereich. Ich muss sagen, dass das ganze mich doch mehr mitgenommen hat, als gedacht… Ich weiß jetzt nicht, ob es daran lag, dass ich etwas spärlich mit Getränken ausgerüstet war und kein Gel oder sowas mithatte, oder ob ich einfach nur nicht mehr so fit bin, jedenfalls hab ich zum Ende hin gemerkt, dass da langsam der Akku leer gelaufen war. Bei meinem Konsum von Wochenende sollte der eigentlich bis oben hin voll gewesen sein.

Naja, wie auch immer… Vom Gefühl her traue ich mir momentan nicht zu, bei einem Marathon unter dem anvisierten Ziel von 3:45h zu bleiben. Das wäre immerhin noch ein wenig schneller als heute und nochmal knappe 15km länger. Aber es sind ja noch ein paar Wochen bis Frankfurt und da kann sich vielleicht noch ein wenig tun, schau mer mal, was noch so passiert und wie es sich entwickelt…

Gewichtstechnisch geht es ja leider wieder nach oben… 😯