Wieder mal ein langer Lauf

Bis zum Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon am 26.Oktober sind es nicht mehr ganz sieben Wochen, das heißt, im Prinzip nur noch 5 Wochenenden, wo ich noch einen langen Lauf hinsetzen kann. Und auch das hört sich nur in der Theorie so leicht an, denn diese sind alle bereits besetzt mit diversen Hochzeiten und Junggesellenabschieden, so dass man meist samstags feiernd unterwegs ist und den Sonntag zur Regeneration benötigt.

Genauso war das auch letztes Wochenende, weshalb ich heute den langen Lauf sozusagen nachgeholt habe. Mit 27,6km war es der weiteste Run, den ich seit dem Ironman im Juli absolviert habe. Knapp zweieinhalb Stunden war ich unterwegs, also in einem Schnitt von 5:23km/h. Die erste Hälfte im GA1-Bereich, die zweite Hälfte im GA2-Bereich. Ich muss sagen, dass das ganze mich doch mehr mitgenommen hat, als gedacht… Ich weiß jetzt nicht, ob es daran lag, dass ich etwas spärlich mit Getränken ausgerüstet war und kein Gel oder sowas mithatte, oder ob ich einfach nur nicht mehr so fit bin, jedenfalls hab ich zum Ende hin gemerkt, dass da langsam der Akku leer gelaufen war. Bei meinem Konsum von Wochenende sollte der eigentlich bis oben hin voll gewesen sein.

Naja, wie auch immer… Vom Gefühl her traue ich mir momentan nicht zu, bei einem Marathon unter dem anvisierten Ziel von 3:45h zu bleiben. Das wäre immerhin noch ein wenig schneller als heute und nochmal knappe 15km länger. Aber es sind ja noch ein paar Wochen bis Frankfurt und da kann sich vielleicht noch ein wenig tun, schau mer mal, was noch so passiert und wie es sich entwickelt…

Gewichtstechnisch geht es ja leider wieder nach oben… 😯

Was sich in einem Jahr alles tun kann

Nachdem ich meinen gestrigen Lauf bei Jogmap eingetragen habe, ist mir aufgefallen, dass ich vor ein bisschen mehr als einem Jahr exakt die gleiche Strecke schon einmal gelaufen bin und laut meinem Pulsmesser auch mit den gleichen Pulswerten. Soweit meine Eintragung stimmt, dürfte auch das Wetter ähnlich gewesen sein. Ich denke, man kann die Läufe also gut vergleichen…

Ist schon wirklich krass, wenn man sieht, dass man damals bei einem Puls von 145 (~72%HFmax)Â in einer Geschwindigkeit von 7:20min/km unterwegs war und gestern bei der gleichen Herzfrequenz mit einem Schnitt von 5:51min/km.

Das heißt, ich war also bei gleicher Leistung meines Herzens im Schnitt anderthalb Minuten pro Kilometer schneller oder -anders ausgedrückt- fast 2,5km/h schneller!

Ok, vor einem Jahr wog ich auch noch genau 10 Kilogramm mehr als heute, aber wenn man den Greif-Rechner bemüht, um abzuschätzen, wie viel die Gewichtsreduktion ausmacht, dann kommt man zu dem Ergebnis, dass die bessere Leistung zur Hälfte auf mein geringeres Körpergewicht zurückzuführen ist, die andere Hälfte muss also von meinem Training her kommen, quasi von meinen 2.000 Laufkilometer, die ich seit dem zurückgelegt habe.

Was mich natürlich brennend interessieren würde, ist, wie es sich auswirken würde, wenn ich noch einige Kilos leichter wäre. Potential zum Abnehmen ist noch genug da, wenn man sich den folgenden Ausschnitt vom roten Teppich in Frankfurt anschaut. Der Ring um meinen Bauch ist immer noch immens… knappe 98cm, also immer noch viel zu viel…

Ironman Frankfurt - Mein Bauch

Aber irgendwie will der nicht so recht verschwinden…

Habt ihr Tipps, wie man den schnell wegbekommen kann? Gibt’s irgendwelche Ausdauersachen speziell für den Bauch… also was anderes als Sit-Ups und so ein Zeugs?!?!

Maibach Triathlon – Radstrecke

Nach meinem Ironman-Finish haben einige Freunde und Bekannte nun vor, auch ein klein wenig Triathlon-Luft zu schnuppern. Natürlich keine Langdistanz, sondern als Einstieg sinnvollerweise eine Jedermann-Distanz.

Auserkoren wurde dafür die Veranstaltung in Butzbach, der Maibach-Triathlon, der gerade am vergangenen Wochenende stattfand. Bleibt also noch ziemlich genau ein Jahr Zeit, um sich auf den nächsten vorzubereiten. Das dürfte also für jeden, der Lust hat, dort mizumachen auch zu schaffen sein. Zusagen für das nächste Jahr habe ich schon von einigen Leuten erhalten, und einer, nämlich der Martin, ist schon so heiß, dass er gestern einmal die Strecke abfahren wollte.

Kurzerhand habe ich mich dann dazu entschlossen, mal mitzukommen und das, obwohl ich mir eigentlich geschworen habe, sobald sich der große Nussbaum beim Nachbar im Garten auch nur ein kleines bisschen bewegt, nicht auf mein Rad zu steigen, weil’s dann viiiiiiiel zu windig ist. Gut, heute, hat er sich nicht nur ein bisschen bewegt, sondern er ist ganz schön hin und her gewankt. Dementsprechend war die Lust auf das Rad fahren schon gänzlich verschwunden, bis ich bei Martins Wohnung in Butzbach angekommen war. Es war einfach windig, wie die Sau…

Auf nach Maibach

Butzbach-Maibach Ortsschild

Aber ein frischgebackener Ironman darf ja keine Schwäche zeigen. Also wurde das Gute-Laune-Gesicht aufgesetzt und ab ging es mit Martin zusammen nach Maibach. Das waren zwar nur sieben Kilometer, aber die ging es überwiegend bergauf.

Nachdem wir uns kurz das wirklich kleine Schwimmbad angesehen haben, wollten wir den 17km langen Rundkurs der Radstrecke des Maibach-Triathlons abfahren. Laut Veranstalter soll der Kurs insgesamt 369 Höhenmeter beinhalten, also eine nicht gerade einfache Strecke sein. Und so war es dann auch… das erste Stück ist ja noch wunderbar, eine herrliche Highspeed-Abfahrt bis zum wohl tiefsten Punkt der Strecke, ab dann ist das ganze aber nicht mehr so lustig.

Extra-Höhenmeter in Wernborn

Als ob die Radstrecke nicht schon genug Höhenmeter in sich hätte, musste ich den armen Martin unbedingt nochmal in Wernborn einen kleinen Ausflug machen lassen. Und zwar hatte ich im Vorbeifahren einen herrliches Steigungsstück erspäht, ein paar hundert Meter langes geradeaus Stück mit ordentlich Steigung, den Eichkopfweg. Ich schätze, dass die letzten 100m so um die 17-18% hatten.

Martin legte los wie die Feuerwehr und zog davon, allerdings ging ihm dabei dann auf halber Strecke die Luft aus, so dass ich vorbeiziehen und von oben dann ein kleines Foto mitbringen konnte. 😛

Eichkopfweg in Wernborn

Ordentliche Steigungen auf der Maibach-Strecke

Nach dem kurzen Ausflug ging es weiter auf der Maibach-Strecke, von der ich, wie ich leider feststellen musste, schon ein kleines Teilstück kannte, nämlich den Weg von Eschbach über Michelbach nach Bodenrod. Da geht es ja, mit Ausnahme einer kurzen rasanten Abfahrt, permanent bergauf und zwar ganz ordentlich.

Doch Martin ließ sich von den ganzen Steigungen wenig beeindrucken und meisterte jeden Höhenmeter mit Bravour, so auch den langen Anstieg zwischen Eschbach und Michelbach.

Anstieg zwischen Eschbach und Michelbach

Nach Michelbach geht’s auch nochmal kurz eine Rampe hoch, wo dann auch bei mir die Beine ordentlich zu brennen anfingen. Bin ja auch nach dem Ironman bisher nicht wirklich viel Rad gefahren. Der Weg nach Bodenrod zieht sich dann wie Kaugummi und nimmt und nimmt kein Ende… Wenn man dann allerdings kurz vor Bodenrod ist, hat man die Radstrecke so gut wie hinter sich. Jetzt heißt es nochmal Gas geben und vom höchsten Punkt der Strecke wieder nach Maibach zu fahren. Hier geht’s herrlich bergab.

Fazit: die Strecke ist nicht gerade ohne und für einige, die im nächsten August an den Start gehen möchten, wird es dann ein böses Erwachen geben. Würde mich ja fast schon reizen an den starken Steigungen mit einer Kamera zu stehen und die Reaktionen meiner Freunde festzuhalten. :mrgreen:

Zu viel des Guten

Der letzte Ausflug nach Oppershofen, wo ich mit Martin „Am Wingert“ hochfahren wollte (17%), war allerdings für ihn zu viel des Guten. Hier wurde dann auch das letzte Stück geschoben… *ggg*

Am Wingert in Oppershofen

Aber: er hat sich nicht abschrecken lassen und ist nun fest entschlossen, Triathlon zu machen. Deswegen will er sich jetzt eine entsprechende Ausrüstung zulegen. Schaun mer mal, wann er mir sein neues Rad präsentiert. 🙂

Kleine Fortschritte beim Schwimmen

Nachdem ich gestern in meinem Lauf wieder mal ein paar Minuten im EB-Tempo eingebaut habe und ärgerlicherweise feststellen musste, dass sich meine Pulsbereiche anscheinend wieder etwas nach oben verschoben haben (oder liegt’s an den Außentemperaturen?), ging es heute -quasi zur Erholung- wieder ins Schwimmbad. Den Dienstag will ich jedenfalls als mein Schwimmtag festmachen, eine Jahreskarte habe ich sowieso und die muss ja auch genutzt werden.

Dass ich 3,8km im freien Gewässer (zumindest mit Neo) überstehen kann und auch noch in einer passablen Zeit, das weiß ich ja jetzt. Nun muss ich „nur“ noch ein wenig schneller werden. Deshalb widme ich mich jetzt immer mal wieder meinen Beinen, denn die baumelten im letzten Jahr nur hinter mir her und wurden von mir absolut gar nicht benutzt.

Die ersten 20 Minuten im Schwimmbad habe ich also mit den Armen auf meinem Brett gelegen und ordentlich mit den Beinen gestrampelt. Ich muss zugeben, ich habe immer noch keinen Plan, was ich genau machen muss, aber zumindest komme ich jetzt mal vorwärts. Sogar fast eine halbe Bahn habe ich heute gepackt, dann ging mir aber wieder mal die Luft aus, weil das irgendwie noch alles viel zu verkrampft ist. Aber immerhin ein kleiner Fortschritt, denn es gab Zeiten, da kame ich trotz kraftvollem Beinschlag keinen Milimeter vorwärts, nein im Gegenteil, sogar ein paar Zentimeter rückwärts.

Danach bin ich noch ganz entspannt lockere 1.000m geschwommen; allerdings dann wieder ohne Beinschlag, dafür aber mit Pullboy und Paddles… 🙂

Nach meinem „Training“ wechselte ich noch ein paar Worte mit meinem Trainer Stephan, der praktischerweise dienstags meist auch im Schwimmbad zu finden ist. Ich fragte ihn, wie er den Galileo-Beitrag, in dem er ja selbst auch mehrfach zu sehen war, fand. Er meinte, dass es alles in allem ein sehr guter Bericht sei, was ihm allerdings ein wenig zu kurz kam, war die Trainingsleistung, die hinter dem Finish steckte. Ich hätte sehr konsequent und zielstrebig trainiert und das über den kompletten Vorbereitungszeitraum (das ging runter wie Öl) und das wäre nicht so ganz herausgekommen.

Außerdem wäre er an den Tagen nach der Ausstrahlung von dem ein oder anderen in der Sportklinik auf den Bericht angesprochen worden, der meinte, das sei ja anscheinend gar nicht so schwer mit dem Ironman. Stephan sagte wohl dann immer, dass da schon eine unglaubliche Arbeit dahinter gesteckt hätte. In einer Woche mal 4km zu schwimmen, 200km Rad zu fahren und 45km zu laufen, das würden viele packen, die Disziplin, das aber über mehrere Wochen durchzuhalten, hätten aber die wenigsten.

Sowas hört man natürlich gerne, besonders jetzt, wo die Motivation etwas nachgelassen hat, aber dazu schreibe ich im nächsten Posting noch was…

Die letzte Woche…

… ist nun angebrochen. Noch fünf Tage und ein paar Stunden bis der Startschuss am Langener Waldsee fällt.

Nachdem ich ja die letzten beiden Tage nicht zum Posten gekommen bin, will ich das nun nachholen.

Das Phänomen, was ich in „noch 8 schlimme Tage“ angesprochen habe, ist natürlich nicht weg, sondern eher schlimmer geworden. Mittlerweile tut mir alles und überall weh, hier zwickt es, da sticht es, außerdem bin ich dauermüde und bestimmt schwer erkältet. Ist natürlich nicht wirklich so, aber ich muss ganz schön auf mich einreden, um auch glauben zu können, dass das nur die Nervosität ist und ich nicht wirklich was habe, sondern topfit bin.

Aber es hat mich natürlich gefreut, dass es anderen -wie in den Kommentaren zu lesen war- zumindest ähnlich geht, wenn nicht sogar genauso.

Das Training in der letzten Woche war mit knapp 11 Stunden deutlich geringer als in den Wochen zuvor und obwohl es genau dem Durchschnitt der letzten sechs Monate entsprach hatte ich das Gefühl, in dieser Woche gar nichts getan zu haben. Dabei waren es ca. 7,3km Schwimmen (~ 1.800m im See), 138km Rad fahren und 25km Laufen; alles halt ganz locker im KB und G1-Bereich. Lediglich eine Radeinheit hatte nochmal ein paar Sprints mit drin.

Gestern war ich im See in Inheiden gewesen. Training konnte man das nicht wirklich nennen, weil ich in mehreren Etappen im Wasser war, aber immerhin bin ich doch mal mit meiner Freundin zusammen an einem Stück den See von der Inheidener auf die Trais-Horloffer Seite geschwommen und wieder zurück. Was für meinen Kopf recht gut war, ich hatte keinen Neo an und trotzdem ging es problemlos, bin vorher nämlich noch nie im freien Gewässer so weit geschwommen, ohne meinen Neoprenanzug anzuhaben und dachte, dass ich da vielleicht ein mulmiges Gefühl haben könnte, doch dem war nicht so. Ist halt ohne Neo nur etwas langsamer und untergehen tue ich auch nicht… War -wie gesagt- für den Kopf nochmal ganz gut, denn bei dem Wetter, das die nächsten Tage gemeldet ist, dürfte die Temperatur im Langener Waldsee doch noch etwas steigen… und ab 24,1 Grad gibt es ein Neoprenverbot. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass der Fall eintritt, aber es ist gut zu wissen, dass es auch ohne geht.

Heute steht dann ein Ruhetag an und ich werde mich mal darum kümmern, dass mein Rad wieder auf Vordermann gebracht wird, so dass es auch die 180km durchhalten wird. Hat auf den letzten paar tausend Kilometern doch ein wenig leiden müssen. In den nächsten vier Tagen stehen dann nochmal vier Einheiten an, zweimal eineinhalb Stunden Rad fahren und nochmal jeweils eine Stunde Schwimmen und eine Stunde Laufen… Freitag werde ich dann die Startunterlagen holen und im Anschluss die Pasta-Party besuchen. Samstag dann Bike-Checkin am Waldsee in Langen und Sonntag dann der langersehnte Tag…

Langsam wird’s ernst… 🙂

Ironman-Training – die Statistik

Ich habe mir eigentlich vorgenommen, jetzt wo es so langsam spannend wird, jeden Tag einen kleinen Blogbeitrag zu schreiben und bin selbst gespannt, ob ich es auch einhalten kann.

Gerade eben war ich lockere 47min Laufen, ganz langsam, ganz gemütlich mit niedrigem Puls. Ich muss sagen, die Sonne knallt momentan ganz gut. Gestern fand ich es schon extrem, auch wenn der Wind sicherlich das ganze noch ein bisschen angenehmer gestaltete, aber auch heute war es nicht wirklich besser. Wie ich gesehen habe, hat sich durch den strahlenden Sonnenschein auch der Langener Waldsee in den letzten beiden Tagen um 2 Grad erwärmt. Heute morgen waren es jedenfalls laut Homepage 21 Grad, laut Radio (HR3) sogar 22 Grad. Da bleibt doch ein bisschen Angst, dass es evtl. doch zu einem Neopren-Verbot kommen könnte. Aber was soll’s, auch wenn es so ist, ändern kann ich es eh nicht, da muss ich eben durch…

Ein Jahr Vorbereitung – die Statistik

So viel zu meinen aktuellen Sorgen und Ängsten… nun aber zu meinem eigentlichen Posting:

Gestern war ja die letzte lange Trainingseinheit und nun folgt ja im Prinzip nur noch lockeres Training, also nichts mehr wirklich erwähnenswertes. Deshalb möchte ich hier mal ein paar Daten aus meinem Excel-Trainingsplan bzw. aus den Aufzeichnungen hier posten.

Seit meiner Anmeldung sind nun 51 Wochen vergangen. In diesem Zeitraum habe ich insgesamt gut 470 Stunden trainiert. Darin sind selbstverständlich nur die reinen Trainingszeiten enthalten, keine Vorbereitungen, keine Fahrten zum Schwimmbad, etc. Neben Rad fahren, Schwimmen und Laufen habe ich auch noch einige Stunden Krafttraining gemacht, die ebenfalls in die Stundenerfassung mit eingehen.

Schwimmen

  • Training gesamt: 136km (54h)
  • Training 2008: 117km (46h)
  • Maximum innerhalb einer Woche: 10,6km (4:06h)
  • Längste Einheit: 4.000m in 1:30h (ohne Neo)

Rad fahren

  • Training gesamt: 4.810km (181h)
  • Training 2008: 3.500km (135h)
  • Maximum innerhalb einer Woche: 355,5km (13:35h)
  • Längste Einheit: 143,5km in 5:07h

Laufen

  • Training gesamt: 1.843km (192h)
  • Training 2008: 1.000km (97h)
  • Maximum innerhalb einer Woche: 105,0km (10:09h)
  • Längste Einheit: 42,5km in 3:59h

Im Durchschnitt beläuft sich der wöchentliche Trainingsaufwand auf 9:15h.

Trennt man die Trainingszeiten in das erste halbe Jahr (bis 31.12.2007) und das zweite halbe Jahr (ab 1.1.2008), dann kommt man für die ersten sechs Trainingsmonate auf durchschnittlich 7h pro Woche, für die zweiten auf 11:30h pro Woche.

Der größte Traininspensum habe ich vor zwei Wochen abgespult: 23 Stunden inerhalb einer Woche, davon gut 4h Schwimmen, 9h Rad fahren und 10h Laufen.

Der Countdown läuft…

… nicht mehr ganz zwei Wochen, bis der Startschuss fällt.

Nachdem ich die letzten beiden Tage nicht trainiert hatte, weil ich mich nicht gut fühlte und lieber auf Nummer sicher gehen wollte, war ich heute noch einmal etwas länger mit dem Rad unterwegs. Meine letzte lange Einheit sozusagen. Damit ist die Vorbereitung nun abgeschlossen und die nächsten zwei Wochen wird das Training heruntergefahren, wie ich bereits auch schon geschrieben habe.

Nächste Woche sind 10 Stunden insgesamt dran, in der Wettkampf-Woche dann nur noch 5. Alles ganz locker, nix wildes mehr…

Fan-Shirts

Mein Schatz Katharina hat es an anderer Stelle schon einmal in den Kommentaren geschrieben, ich greife es hier nochmal auf, damit es niemand übersieht: Sie hat anscheinend ein IRONSEO-Fanshirt kreiert und fragt, wer alles eines haben möchte. Vorne soll ein Motiv drauf und hinten meine Startnummer. Bestellt wird spätestens am Mittwoch Vormittag, Kosten sollen so um die 20,- EUR liegen.

Wer Interesse hat, soll sich bei ihr melden: ks@katharinaschiller.de

Ich bin kein McCormack, kein Stadler, kein Al-Sultan, noch sonst irgendein herausragender Ausnahmesportler, von dem man ein Fan sein könnte, sondern einer, der hinterherfährt und sich freut, wenn er durchkommt. Von daher kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass es da draußen Fans von mir gibt, aber wer weiß.

Ich lass mich einfach mal überraschen und freue mich natürlich, wenn ich denn mal ein bekanntes Gesicht oder ein (mir bis jetzt noch nicht) bekanntes T-Shirt erblicke… 🙂

BIKE DAY

In den letzten Tagen gab der Veranstalter des Ironman in Frankfurt den Athleten die Möglichkeit, die Strecken näher kennenzulernen. Zuerst gab es am Donnerstag – am RUN DAY– die Einweisung in die Laufstrecke am Mainufer entlang. Gestern beim SWIM DAY durften dann alle den Waldsee in Langen unsicher machen und heute stand der BIKE DAY auf dem Plan und somit das Abfahren der Radstrecke.

Eigentlich wollte ich an diesen drei Tagen nur bei einem mal vorbeischauen, nämlich beim SWIM DAY in Langen. Aber irgendwie kam ich gestern morgen nicht aus den Federn und wirklich Lust dazu, nach Langen zu fahren, hatte ich auch nicht. Also fiel das flach.

Da aber heute eine vierstündige Radausfahrt auf dem Plan stand und ich nicht unbedingt alleine durch die Gegend fahren wollte, habe ich kurzerhand beschlossen, morgens zum Treffpunkt an den Hessencenter in Bergen-Enkheim zu fahren und dann mit den anderen Athleten die Strecke ein wenig unsicher zu machen.

Treffpunkt Hessencenter, Bergen-Enkheim

Gedacht hatte ich mir das wie folgt: ich fahre mit dem Rad nach Bergen-Enkheim, natürlich über die IM-Strecke, und zwar so, dass ich pünktlich um 10 Uhr dort bin. Danach geht es mit den anderen Athleten wieder zurück bis zum nördlichsten Punkt nach Bad Nauheim und -je nachdem wie schnell wir sind- steige ich dann in Nieder-Wöllstadt oder Karben wieder aus.

Doch mein Plan wurde leider etwas durcheinander gebracht. Schuld daran war das Wetter, denn als ich nach dem Aufstehen ein bisschen frische Luft auf dem Balkon schnuppern wollte, zeigte mir das Thermometer gerade einmal 6 Grad an und ich fror doch nicht gerade wenig. Deshalb mussten erstmal die langen Sachen aus den tiefen meines Kleiderschranks hervorgekramt werden, was meine Abfahrt doch erheblich verzögerte und dafür sorgte, dass keiner mehr am Hessencenter war, als ich dort ankam. Da ich aber gesehen hatte, dass die Gruppen schon losgefahren waren, startete ich eine Aufholjagd und traf bei „The Beast“ auf die letzte Gruppe (25km/h – wie mir nachher jemand sagte) und vor Maintal-Hochstadt auf die vorletzte (28km/h) der ich mich dann anschloss.

Umleitung der Radstrecke wegen Baustellen

Von da aus ging es dann über den Hühnerberg, Karben, Ilbenstadt, etc. nach Friedberg-Fauerbach, wo die Strecke wegen einer Baustelle umgeleitet werden muss. Ich hatte hier im Blog ja schon einige Male geschrieben, dass ich gespannt bin, wie das geregelt wird, entschieden hat man sich für die Lösung, die ich auch schon vermutet hatte. Die Umleitung erfolgt über das Wohngebiet und ist inzwischen auch entsprechend ausgeschildert. Das heißt, beim Opel Kuhl geht es rechts ab, dann nach der Fußgängerampel links ab, dann wieder links am Sportplatz vorbei, direkt in eine Einbahnstraße rein (ist für Fahräder freigegeben), dann wieder rechts, links und wieder rechts. Alles zwar recht eng und natürlich etwas schaltintensiver als einfach geradeaus zu fahren, aber kann man halt nicht ändern.

Übrigens, wo ich gerade bei Umleitungen bin: die Baustelle in Nieder-Wöllstadt soll bis zum Ironman weg sein. Hier gibt es also keine Umleitung.

Von Friedberg ging es dann weiter nach Bad Nauheim, wo an der Tankstelle eine Verpflegungsstation aufgebaut war. Es gab nicht nur Wasser, sondern auch lecker Red Bull und das Hessenfernsehen war auch mit einem Team dort, um einige O-Töne von den Mitfahrenden aufzunehmen. Nach kurzer Pause ging es dann weiter nach Friedberg über die Kaiserstraße in Richtung Wöllstadt. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits 3h unterwegs war und eine große Regenwolke ankam, bin ich lieber dort schon ausgestiegen und über das Industriegebiet zurück nach Fauerbach und dann immer geradeaus nach Wölfersheim, wo ich dann noch, um die „100“ vollzumachen, über die Feldwege geradelt bin. Die 100 hatte ich nach exakt 3:41h (=27,1km/h) geschafft… und damit das Radtraining erledigt.

Härteste Trainingswoche

Nun ist sie vorbei, die 49. und gleichzeitig härteste Trainingswoche meiner Vorbereitung für den Ironman und wie ihr sicherlich gerade beim Lesen merkt, habe ich sie auch überlebt, denn ich kann noch schreiben und -glaube ich- halbwegs denken.

Insgesamt hat Trainer Stephan von der Sportklinik mir stolze 24 1/2 Stunden Training verordnet und es sollte diese Woche auch nochmal (O-Ton) „richtig wehtun„. Schwerpunktmäßig war das Laufen dran, sogar zwei Lange sollte ich innerhalb von sieben Tagen machen (hab auch zweimal nachgefragt, ob das so seine Richtigkeit hat). Und was soll ich sagen, bis auf eine Stunde am gestrigen Samstag habe ich auch alles erledigt, wie es gefordert war. Die einstündige Laufeinheit gestern fiel einem Gewitter zum Opfer… da laufe ich ja nicht gerne. Später als das Gewitter weg war, hatte ich keine Zeit mehr…

Insgesamt steht jetzt folgendes Wochenpensum auf meiner Haben-Seite: 10,6km Schwimmen (so viel, wie noch nie innerhalb von einer Woche), 232,6km Rad fahren sowie 105,0km Laufen (ebenfalls so viel, wie noch nie).

Beim Laufen sollte ich zwei lange Läufe machen, einen dreistündigen am Dienstag (KB, GA1) und einen vierstündigen am heutigen Sonntag (GA1,GA2), wobei diese vier Stunden zusätzlich an zwei Stunden Rad fahren gekoppelt waren. Während am Dienstagmorgen noch knapp 30 Kilometer herauskamen, waren es heute nachmittag bei heißen Temperaturen in knallender Sonne sogar 42,5km, also ein paar hundert Meter mehr als eine ganze Marathon-Distanz, die ich mit 54km Anlauf per Rad (1:58h) genommen habe.

Gelaufen bin ich die Marathon-Strecke auf einem 2,5km langen und relativ flachen Rundkurs. Das ist zwar extremst langweilig, wenn man dort monoton 17 Runden lang herumrennt, aber so kann ich wenigstens mein Auto dort abstellen, wo ich dann im Kofferraum meine komplette Verpflegung drin habe: PowerGel, Sportsdrink, Wasser, Red Bull, Bananen, etc. also alles, was es auch so in Frankfurt an der Strecke gibt. So hab ich auf jeden Fall genug Flüssigkeit dabei, um die Strecke auch bei heißen Temperaturen zu überstehen und habe alle zweieinhalb Kilometer die Möglichkeit daran zu kommen. Hat allerdings den Nachteil, dass ich jedesmal kurz anhalten muss, das Auto aufschließen, Kofferaum aufmachen, Trinken, Gels nehmen, etc. und dann wieder Kofferaum zu und abschließen. In der Zeit habe ich auch die Uhr angehalten und so bin ich dann auf 3:59h für die 42,5km gekommen. Brutto war es natürlich ein paar Minuten über der 4-Stunden-Marke, aber was soll’s… zumindest bin ich jetzt einmal die Marathon-Distanz gelaufen.

Dass niemand dabei war, dass ich keine wirkliche Ziellinie und keine Anfeuerung durch Zuschauer hatte, war zwar sehr schade, aber die letzten hundert Meter habe ich mal so getan, als würden da ein paar Leute stehen und die habe ich dann abgeklatscht… Die Freude, es geschafft zu haben, war nämlich riesengroß…

Jetzt folgt eine Regenerationswoche… 🙂

Was tun bei Gewitter?

Der dritte Blogbeitrag heute, aber irgendwie bin ich gerade in Schreiblaune.

Wie ihr ja wisst, bin ich nicht gerade der erfahrenste Läufer, denn meine Laufkarriere beschränkt sich addiert wohl auf zweieinhalb Jahre (mit ein paar Jahre Unterbrechung). Aus diesem Grund habe ich noch nicht wirklich oft die Bekanntschaft mit einer bestimmten Wetterlage gemacht, nämlich mit Gewittern.

Letzte Jahr bin ich einmal in eines hineingeraten und habe damals aus Angst vom Blitz getroffen zu werden, das nächste Auto, was vorbeikam, angehalten und bin dort eingestiegen. Da ich nun innerhalb von einer Woche zweimal die Ehre hatte, mitten in einem Lauf auf eine Gewitterfront zu treffen, wollte ich die Frage mal an euch stellen, was ihr so macht, wenn ihr von einem Unwetter überrascht werdet? Auch BlackSensei (Streakrunner seit März 2001!!!!) berichtet heute von einem Gewitter und schreibt, dass er nicht gerne bei so etwas läuft.

Bei mir ist es so: ich laufe meist auf den Feldwegen rund um Wölfersheim; häuptsächlich der Römerstraße. Die liegt etwas höher als das Ort selbst. Rings um mich herum sind dort einfach nur Felder und vereinzelt ein Baum, keine Hochspannungsmasten, keine anderen hohen Dinge, ich bin also beim Laufen so ziemlich der höchste Punkt, der sich dort aufhält. Aus diesem Grund habe ich auch sofort ein mulmiges Gefühl, wenn ich irgendwo eine Gewitterwolke erspähe, die im Anzug ist. Wenn ich dort meine Runden drehe, dann habe ich vom am weitesten entfernten Punkt ca. 3 bis 4km bis ins Ort, wo ich wieder Unterschlupf finden kann. Sind immerhin 15 bis 20 Minuten, die einem dann verdammt lang vorkommen und vor allem, wenn das Gewitter aus der Richtung kommt, in die man flüchten will, auch nicht immer ausreichend sein dürften.

Heute bin ich auch wieder losgelaufen und hatte gleich gesehen, dass da eine schwarze Wolke am Himmel war, die sich auf mich zubewegte. Da aber nirgendswo Blitze zu sehen waren und auch kein Donner zu hören war, lief ich weiter… Als ich dann aber sah, dass da ein krasser Regenschutt im Anmarsch war, machte ich mich schnell auf den Rückweg. Sowas habe ich live auch vorher noch nicht erlebt. Es sah aus, wie eine Nebelbank, die sich auf mich zubewegte; zuerst sah ich den etwas entfernten Wald nicht mehr, dann die nahegelegene Baumgruppe und dann auf einmal kam es, wie aus der Dusche auf mich herab. Innerhalb von kürzester Zeit war der Feldweg knöchelhoch mit Wasser voll und mir lief es von oben in die Laufschuhe. Kurz vor dem Ortseingang sah ich dann die ersten Blitze und hörte auch die ersten Donner; war also dann in Sicherheit, aber triefend nass. Interessant übrigens, wie schnell das auf einen zukommt.

So sah ich übrigens danach aus… kein Tropfen mehr hätten meine Klamotten mehr aufnehmen können.

Nass durch Gewitterregen

So und nochmals die Fragen: was macht ihr bei sowas? Habt ihr ein paar Tipps zum Verhalten bei Gewittern? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?