Lehren aus der verkorksten Saison

Während das Jahr 2008 in sportlicher Hinsicht mit meinem Langdistanz-Finish für mich ein voller Erfolg war und lediglich ein kleiner Durchhänger beim Frankfurt Marathon zu vermelden war, gibt es in diesem Jahr nicht wirklich einen Punkt, den ich positiv erwähnen könnte. Ich hab mich nirgendswo verbessert, habe Wettkämpfe nicht beendet oder bin erst gar nicht gestartet.

In den letzten zwei Wochen hatte ich im Urlaub genug Zeit, mir mal darüber Gedanken zu machen, was alles schief gelaufen ist, warum das nur so ausgehen konnte und was ich im nächsten Jahr konkret besser machen kann.

Das Fazit war schnell gezogen: Planung ist eben einfach alles!

Trainingsplanung

Für die 2008er Ironman-Vorbereitung habe ich fast ein Jahr lang komplett nach einem Trainingsplan trainiert, der individuell auf mich zugeschnitten war. Überprüft wurde der Trainingserfolg regelmäßig mit einer Leistungsdiagnostik auf dem Laufband. Die Wettkämpfe wurden als Trainingswettkämpfe gesehen, um Erfahrung zu sammeln, alles ausgerichtet eben auf das große Ziel, beim Ironman in Frankfurt zu finishen. Ich habe jeden einzelnen Trainingsmeter protokolliert, ja sogar jeden Herzschlag und an ein paar Formeln gefeilt, wie ich Läufe unterschiedlicher Länge und Intensität miteinander vergleichen kann.

Und was war in diesem Jahr? Ich war planlos, habe nach Lust und Laune mehr oder weniger trainiert. Hier mal viel Intensität, hier mal wenig. Und vor allem, habe ich weder aufgeschrieben, was ich geradelt bin, noch welche Distanzen ich im Wasser zurückgelegt habe. Lediglich die Laufkilometer habe ich bei Jogmap vermerkt. Dass so etwas nicht gut gehen kann, hätte mir doch auch schon vorher klar sein müssen; war es aber irgendwie nicht.

Ich glaube mittlerweile sogar, dass diese Planlosigkeit unter anderem auch ein Grund dafür war, dass ich so schwer mit dem Rad gestürzt bin. Denn es macht schon einen riesengroßen Unterschied, ob ich schon einen Tag vorher weiß, dass ich am nächsten Tag eine lange Radausfahrt machen will, das Rad durchchecke und in tadelosen Zustand versetze und auch schon die Verpflegung zurechtlege, so dass ich morgens früh nur noch aufstehen und losradeln muss, als wenn ich schön ausschlafe, und mich dann spontan entscheide doch Rad zu fahren, dann schnell auf das Fahrrad springe (ohne Check und ohne Verpflegung) um die paar bereits radelnden Kollegen noch einzufangen.

Deswegen werde ich das für nächste Saison anders machen, ich werde wieder streng nach Plan trainieren und mich an Plänen und den Erfahrungen aus 2008 orientieren; alles ausgerichtet auf den großen Tag am 4.Juli 2010. Einen Entwurf mit den verschiedenen Trainingsphasen habe ich bereits gemacht und auch mit dem mir von meiner Frau genehmigten Trainingsstundenkontingent werde ich -denke ich- gut auskommen.

Kopfsache

Dass vieles im Triathlon über den Kopf läuft, ist ja hinlänglich bekannt, wie viel das aber wirklich ausmacht, das durfte ich auch in dieser verkorksten Saison lernen.

Nach dem Ironman und der langen Vorbereitung fehlte mir jegliche Motivation; zwar meldete ich mich für die Halbdistanz in Wiesbaden an, als Saisonhighlight habe ich es aber nie gesehen und wirklich darauf gefreut habe ich auch nicht, dafür passt das Streckenprofil auch überhaupt nicht auf meine Vorlieben; ich hab es halt nicht mit welligen Profilen. Der Grund für die Anmeldung war eher der, dass ich mich dazu zwingen wollte, weiter zu machen, am Ball zu bleiben, den Sport weiter zu betreiben.

Diese fehlende Motivation machte sich auch beim Training bemerkbar. Bei schlechtem Wetter wurde halt einfach nicht trainiert, die Einheit wurde immer ersatzlos gestrichen; auch etwas härtere Einheiten wurden einfach nicht gemacht. Das war 2008 noch ganz anders, da habe ich mich sehr oft im Training quälen müssen, dafür hatte ich aber im Wettkampf stets meinen Spaß. Dieses Jahr war das umgekehrt, im Training Spaß, im Wettkampf der pure Kampf, sogar auf kurzen Distanzen.

Auch das wird im nächsten Jahr anders werden: ich bin motivierter und mit dem Trainingsplan im Rücken werde ich auch wieder bei Wind und Wetter zum Trainieren gehen (müssen).

Auf ein sportlich erfolgreiches 2010!

Die Probleme eines Triathleten

Als Triathlet hat man es schon wirklich nicht leicht:

Radfahren

Ist man mit dem Rad unterwegs und fährt dabei über etwas reger befahrene Bundesstraßen, die vielleicht nicht ganz so breit sind, dann sollte man besser ganz genau die Spur halten und möglichst keinen klitzekleinen Schlenker machen, denn die Autofahrer, die man ja beim Fahren mit dem Rad stark behindert, wollen schnellstmöglich an einem vorbei. So wird überholt, was das Zeug hält, ob nun einen Meter Platz zum Radfahrer bleibt oder nur 10 Zentimeter, egal, Hauptsache man ist vorbei. Besonder lustig ist das, wenn es die LKW-Fahrer den Autofahrern gleichtun und es auch noch etwas windig draußen ist.

Erlaubt man sich als Radfahrer, die Straße zu benutzen obwohl daneben ein gerade mal ein Meter breiter und mit Schlaglöchern durchzogener Radweg entlangführt, dann wird man des Öfteren mit Hupkonzert und eindeutigem Handzeichen darauf hingewiesen, dass man soeben eine Ordnungswidrigkeit begeht. Ist man anständig, hat kein Problem damit, ständig die Straßenseite zu wechseln um auch jeden Zentimeter der verfügbaren Radwege zu nutzen und hat auch sicherheitshalber wegen der Sauberkeit der Wege zwei, besser gleich drei Ersatzschläuche am Mann, dann ist man zumindest rechtlich nicht angreifbar, dafür zieht man sich auch hier wieder den Unmut der Leute auf sich. Dieses mal nicht den der Autofahrer, sondern den der Fußgänger und Sonntagstourenfahrer, die ein Problem mit der Geschwindigkeit haben in der man an ihnen vorbeirauscht. Auch hier sind wieder Handzeichen und deutliche Worte zu vernehmen…

Laufen

Jaja, man hat es schon nicht leicht, auch wenn man nicht im Sattel sitzt, sondern in den Laufschuhen steht bzw. läuft. Ist man hier in der ländlichen Gegend auf den gut asphaltierten Feldwegen unterwegs, sollte man immer Augen und Ohren offen haben, denn obwohl die Wege eigentlich nur für den landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben sind, nehmen doch viele Autofahrer den kürzesten Weg von A nach B, der nun manchmal über Feldwege führt. An sich noch nicht sonderlich schlimm, nein, schlimm wird es erst dadurch, dass die Autofahrer die Feldwege wie eine Bundesstraße benutzen, zumindest kann man das aus der Geschwindigkeit erkennen, mit der da entlang gerauscht wird. Natürlich wird auch beim Vorbeifahren am Läufer nur minimal abgebremst, besonders dann, wenn man dem Läufer auch noch entgegenfährt und dieser einen ja schon lange gesehen haben muss. Auch dass man bei trockenem Wetter eine große Staubwolke hinter sich her zieht oder bei Regen aus dem Läufer dem Aussehen nach einen Soldaten macht, der gerade durch den Matsch gerobbt ist, scheint viele nicht zu stören.

Und sind es mal nicht die Autofahrer, dann macht eine ganz besondere Spezies einem Sportler das Leben schwer: Spaziergänger und zwar die, die einen oder mehrere Vierbeiner dabei haben; natürlich nicht angeleint. Wenn man eines als Läufer lernt, dann das wirklich jeder Hund „nichts macht“ und „normalerweise aufs Wort hört“ und nur ausnahmsweise heute mal die Rufe seines Herrchens ignoriert und lieber „Wir-jagen-mal-den-Jogger“spielen möchte. Aber hey, klar hat man nach zwei Stunden durch die Gegend laufen noch Lust auf ein paar Minuten im anaeroben Bereich…

Schwimmen

Eigentlich könnte man denken, dass man als Triathlet wenigstens beim Schwimmen keinen Stress hat, doch dem ist nicht so, besonders, wenn man, wie ich, in der Mittagszeit im Hallenbad seine Runden zieht. Da hat man zwar in der Regel Zeit zum Einschwimmen, doch spätestens dann, wenn man mit dem Training beginnt, wird die Bahn mit der ein oder anderen betagteren Person blockiert, die darauf beharrt, seit 30 Jahren genau um diese Uhrzeit auf eben dieser Bahn zu schwimmen. Während man bei weiblichen Kontrahenten die im Wasser immer gegenwärtige Angst um die Frisur nutzen und das Problem mit ein paar kräftigen Beinschlägen einfach lösen kann, tut man sich bei männlichen Kontrahenten schwerer. Meist bleibt nur der Wechsel der Bahn, aber auch dann wiederholt sich das Schauspiel, allerdings mit anderen Gegenspielern.

Und ganz speziell, wenn man im Usa Wellenbad mittags trainiert und etwas später dran ist, dann ist eines sicher: spätestens um 13:55 Uhr ist Schluss mit dem Schwimmen, dann muss man raus aus dem Wasser und der Boden wird für den kurz danach beginnenden Wellenbetrieb angehoben; und da ist es auch egal, wenn nur Schwimmer da sind und niemand sonst der überhaupt die Wellen möchte.

Tja… man hat es schon nicht leicht als Triathlet….

Warum tue ich mir den Scheiß überhaupt an? Ruhiger wäre es doch auf der Couch vor der Glotze, oder?!

Ran an den Speck

Ihr werdet ja sicherlich festgestellt haben, dass ich hier die letzten Wochen nicht mehr ganz so aktiv war. Meine Updates im Blog beschränkten sich auf Kurzmitteilungen rechts oben in der Sprechblase, richtige vollständige Blogeinträge gab es seit dem Marathon in Frankfurt nicht mehr.

Ungefähr genauso stark abgenommen, wie meine Motivation hier zu schreiben, hat auch mein Trainingsfleiß. Zwar ist das nicht sonderlich tragisch, denn ein paar Tage Pause kann man sich nach dem Saisonende schon einmal gönnen, damit man dann auch wieder vom Kopf her fit ist um neu durchzustarten, allerdings zeigt die fehlende sportliche Aktivität bereits ihre ersten negativen Auswirkungen.

Wie ich gestern mit Entsetzen feststellen musste, hat mein Bauchumfang seit dem Ironman (und da war meine Rolle auch noch unverkennbar zu sehen)Â um stolze 5 Zentimeter zugenommen. Auf der Waage ging es von 83 auf 86 Kilogramm hoch. Wenn ich so weiter mache, dann bin ich bald wieder bei meiner Ausgangsposition von unfassbaren 110kg.

Ärgerlich ist nicht nur, dass meine Plautze zunimmt, sondern auch die Tatsache, dass ich mich damit immer weiter von meinem Ziel entferne, den Ironman nochmal mitzumachen und dann auch noch schneller zu sein, als das erste Mal, denn mehr Gewicht heißt auch mehr Kraft verschwenden auf den ohnehin langen 226km.

Deshalb heißt es jetzt wieder mal auf die Ernährung achten und ran an den Speck!

… und damit ich auch immer daran denke, habe ich es hier gleich mal für jeden nachlesbar niedergeschrieben.

Wieder mal ein Lebenszeichen

Eigentlich wollte ich in der letzten Woche wieder ordentlich Kilometer in meine Beine bringen, doch der Zähler blieb am Freitag bei exakt 51km stehen, denn am Wochenende kamen keine weiteren hinzu.

Tanke Tour

Der Grund dafür ist ganz einfach der, dass ich spontan der Einladung von Applejack gefolgt bin und bei der Tanke Tour gestartet bin. Für die, die sich fragen, was dahinter steckt, das ist schnell erklärt: eine Strecke von 5,5km, die es zu Fuß zu bewältigen gilt mit insgesamt 7 Tankstellen Verpflegungsstationen zum Aufladen der Energie. Im Bistro Ziel auf dem Marktplatz in Bad Nauheim gibt es dann natürlich nochmal jede Menge leckere Getränke. Irgendwie habe ich bei der Zuführung der Flüssigkeit ganz vergessen, auch etwas feste Nahrung zu mir zu nehmen, weshalb der nächste Tag entsprechend viel Regerationszeit benötigt hat und somit kein weiterer Lauf möglich war.

Hier ein Foto von dem Beginn der Tour:

Tanke Tour

Langer Skatnachmittag

Am Sonntag war ich dann erst auf einem Geburtstag und danach habe ich mich mit dem Schwiegervater und meinem Schwippschwager in spe zu einer lockeren Skatrunde im Biergarten der Ratsschänke in Oppershofen getroffen. Lief auch wunderbar, ich hab haushoch geführt, bis dann die letzten drei Ramsch kamen. Nachdem ich in den 5 Runden vorher (1 Runde = 3x normal, 3x Bock, 3x Ramsch, jeder darf einmal einen Ramsch mit einem Grand-Hand unterbrechen; d.h. 9 bis 12 Spiele pro Runde) nur einen einzigen relativ niedrig verloren hatte, haben mich die letzten 3 Spiele über 1.000 Punkte gekostet. Das war’s dann mit dem Tagessieg. Kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal solche Karten bekommen habe, wo man einfach nur chancenlos zusehen kann, wie man haushoch verliert.

Jedenfalls hatte ich danach weder Zeit noch Lust mich irgendwie zu bewegen… meine Laune war dahin und so fiel auch das Laufen am Sonntag flach. Trotzdem sind 51km in einer Woche ganz ok.

Und weiter geht’s…

Aaaaaaaalso: erst einmal allen, die hier im Blog so nett kommentiert haben und auch denen, die sich bei mir per E-Mail gemeldet haben, ein herzliches Dankeschön. Bis ich aber jedem geantwortet habe, wird noch ein klein wenig Zeit vergehen, da momentan andere Dinge wichtiger sind. 😉

Galileo-Beitrag „Vom Pummel zum Ironman“

Den Beitrag, den Redakteur Kimmo Wiemann aus den vielen Stunden Material, die sich im Laufe des Jahres angesammelt haben, zusammengeschnitten hat, fand ich wirklich klasse. Und wer das Blog hier aufmerksam verfolgt hat (und vorher auch schon bei der Abnehmwette dabei war), der wird merken, dass da alles ziemlich chronologisch aufgeführt wurde. Meine kleinen Erfolge, meine Rückschläge und letztlich der große Tag, an dem alles glatt ging.

Wer den Bericht verpasst hat, der kann ihn sich noch 7 Tage lang auf der Website von ProSieben anschauen (Direktlink). Wird wohl in Kürze dort online zur Verfügung stehen…

Wie geht es jetzt weiter?

Eine Frage, die im Bericht natürlich nicht beantwortet wurde, war: „wie geht es nun mit mir weiter?“

In den Kommentaren zum letzten Beitrag habe ich dazu schon einiges geschrieben, ich will es aber hier nochmal wiederholen bzw. einige kleine Änderungen bekannt geben.

Mit dem Sport höre ich natürlich nicht auf und ich bin schon wieder etliche Kilometer gelaufen, Rad gefahren und auch geschwommen. Für das laufende Jahr habe ich mir noch den Frankfurt Marathon im Oktober vorgenommen; nochmal Einlaufen über den roten Teppich in der Frankfurter Festhalle, das wäre ein schöner Saisonabschluss. Als Zeitziel habe ich noch nichts konkretes ins Auge gefasst, momentan bin ich schon wieder 2kg schwerer geworden, von daher wird das nix mit den Top-Bestzeiten… es sei denn, ich bekomme noch einige Kilos bis dahin weg…

Im nächsten Jahr werde ich keine Langdistanz machen, würde aber gerne nochmals beim Schlosstriathlon in Butzbach starten (Olympisch) und auch beim Maibach-Triathlon (Jedermann), wo auch noch viele Freunde mitmachen möchten. Da ich ja eher so der City-Fan bin, was das Laufen angeht, würde mich natürlich wieder der Halb- und der Marathon in FFM reizen, aber das werden wir dann sehen und vielleicht nimmt mich ja Kumpel Applejack, der sich wieder für den IMG09 angemeldet hat, auch auf die ein oder andere längere Radausfahrt mit.

Kurzum: es soll sportlich weitergehen, aber erst einmal keine Volldistanz mehr.

Auf die werde ich mich erst wieder trauen, wenn ich zuversichtlich bin, dass ich mich auch zeitlich verbessern kann. Gerade beim Schwimmen dürfte wohl noch einiges drin sein, wenn ich denn irgendwann auch mal die Beine benutzen kann, beim Rad fahren sollte ich mir auch einmal angewöhnen, eine hohe Frequenz in niedrigen Gängen zu treten, statt umgekehrt und beim Laufen heißt es vorher nochmal, einiges an Wettkampferfahrung sammeln, damit ich wenn es soweit ist, weiß, ob ich durchziehen kann oder zurückstecken muss. Erst dann, wenn das alles passt, werde ich mich wieder auf eine Langdistanz wagen, ansonsten macht das für mich keinen Sinn…

Was passiert mit dem Blog?

Eigentlich hatte ich mich schon fast entschieden, das Blog nicht mehr weiterzuführen und es nur noch für alle Interessierten zum Nachlesen online zu lassen, aber ich werde es wohl doch weiterführen. Ich habe ja geschrieben, dass es sportlich weiter geht und dass ich mich technisch auch deutlich verbessern will.

Sportliche Ziele sind also da und die kann ich auch hier posten, denn hier passen sie nun einmal besser als in meinem Privatblog.

Auf den letzten Drücker…

… kommt nun mein heutiger Blogpost.

Ich hatte ja geschrieben, dass ich die letzten beiden Wochen versuchen möchte, täglich hier ein bisschen was zu posten und der Beitrag von heute stand noch aus. Auch wenn es jetzt schon nach Mitternacht ist (mensch, ich muss mich mal schnell an andere Zeiten gewöhnen, sonst komm ich am 6.Juli nicht aus dem Bett), mein Post kommt noch. Besser spät als nie!

Warum bin ich so spät dran? Ganz einfach, meine zwei Stunden auf dem Rad habe ich erst recht spät absolviert, genauer gesagt bin ich erst um kurz nach 20 Uhr los, weil ich mir was bei Amazon bestellt hatte und der DHL-Mann den ganzen Tag auf sich warten ließ. Eigentlich habe ich schon -wie sonst auch- morgens mit dem Eintreffen des Pakets gerechnet und wollte dann so um die Mittagszeit los und meine zwei Stunden Radeln, doch aus meinem Zeitplan wurde nichts. Die Post war zwar so gegen 12 Uhr da, doch die hatte nichts für mich dabei, da die Amazon-Express-Pakete direkt von DHL ausgetragen werden. Und so wartete ich und wartete, bis er dann endlich um 19:30 Uhr klingelte.

Was ich äußerst interessant finde und wo ich in letzter Zeit eigentlich die Uhr danach stellen kann (zumindest bei DHL und DPD) ist folgendes: bestelle ich Sachen, die für mich privat sind, dann kommen die grundsätzlich morgens, bestelle ich hingegen Dinge für meine Firma, dann werden die abends geliefert. Da kann ich nun froh sein, dass bei mir Büro und Wohnung in ein und demselben Haus sind und ich -wenn ich nicht gerade unterwegs bin beim Trainieren- auch vor Ort bin, um die Pakete anzunehmen. Wären meine Arbeitsstätte und meine Wohnung an zwei verschiedenen Orten, würde ich wohl morgens und abends immer nur Zettel im Briefkasten finden. Finde das echt ein bisschen strange…

So… morgen steht Schwimmen auf dem Plan. Bin mal gespannt, ob das was wird. Laut Wetterbericht soll’s ja gewittern…

Ach… und nicht vergessen: in wenigen Stunden kann man sich für den Ironman 2009 in Frankfurt anmelden.

Restprogramm

Bevor ich heute -übrigens nach zwei ruhigen Tagen ohne Training- wieder locker ein wenig durch die Gegend schwimmen und Rad fahren werde, wollte ich noch kurz das Restprogramm verkünden, denn bis zum Ironman sind es ja nur noch 17 Tage und ein paar Stunden…

Eigentlich hatte ich ja gesagt, dass diese Woche nochmal hart werden sollte, aber das wird es nun doch nicht werden, da ich lieber ein wenig vorsichtig mache, denn bei „leichtem Kratzen“ im Hals und andauernder Müdigkeit will ich doch kein Risiko eingehen, nicht, dass ich mir noch etwas richtiges einfange. Damit bin ich übrigens nicht alleine

Dieses Wochenende werden nochmal zwei lange Einheiten anstehen, eine dreistündige Laufeinheit am Samstag und eine fünfstündige Radausfahrt am Sonntag und dann war es das auch schon so gut wie. In der nächsten Woche werden es dann insgesamt noch 10 Stunden Training sein, in der Ironman-Woche dann nur noch 5 Stunden.

Ach, was ich ja fast vergessen habe zu erzählen… am Samstag war ich mit Katharina in Frankfurt einkaufen und da habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, mal ein bisschen Luft am Mainufer zu schnuppern und auch mal über den Römer zu schlendern; dabei hat meine Freundin dann auch ein kleines Foto gemacht.

In Frankfurt am Römer

Bleibt jetzt nur zu hoffen, dass ich am 6.Juli an gleicher Stelle ankommen und mindestens genauso strahlen werde. 😉

Bilder, Bilder, Bilder

Eigentlich wollte ich es erst später schreiben, damit nicht gleich zwei Beiträge auf einmal veröffentlicht werden und dann wieder ein paar Tage gar nichts, doch bevor ich mich auf die Laufstrecke mache, wollte ich doch nochmal darauf hinweisen, dass ich das überarbeitete Fotoalbum auf meiner privaten Website nun gelauncht habe.

Laktatmessung in der Sportklinik

Bilder vom Leistungscheck

Dort findet man nun die Bilder der Leistungsdiagnostik in der Sportklinik in Bad Nauheim. Darüber hatte ich ja bereits hier im Blog berichtet, auch mit ein paar Fotos, aber deutlich mehr Bilder, nämlich 87 Stück gibt es nun auf meiner privaten Seite.

Radstrecke beim Ironman

IRONMAN - Bilder von der Radstrecke

Ebenfalls dort veröffentlicht, habe ich auch eine Reihe von Bildern von markanten Punkten der Radstrecke der IRONMAN European Championchip in Frankfurt. Wer also für sein eigenes Blog noch ein paar Schnittbilder sucht, der kann sich da gerne bei mir bedienen, allerdings natürlich fairerweise mit einem Link zu meinem Originalfoto. 😉

Kommentiert werden können die Bilder dort übrigens auch. Wer also was zum Hühnerberg, zum Heartbreak Hill oder zu „The Hell“, also dem Kopfsteinpflaster in Hochstadt sagen möchte, der kann das dort gerne tun.

Gezwitscher von mir…

Ich probiere ja gerne die mehr oder weniger sinnlosen Errungenschaften des völlig überbewerteten WebZwoNulls aus…

… und da vor ein paar Wochen in der SEO-Szene der bereits etwas länger existierende Microblogging-Dienst Twitter dermaßen gehypet wurde, dass auch ich nicht daran vorbeikam, kommt jetzt ein Test von mir, ob man das Ganze auchfür mein Ironman-Vorhaben nutzen kann.

Erst einmal vorneweg: Was ist Microblogging und was ist Twitter?

Microblogging ist quasi wie ganz normales Bloggen, nur viel, viel kürzer. Beiträge können nicht endlos lang sein, sondern beschränken sich auf die Länge einer SMS. Für ausgeschweifte Informationen natürlich nichts, aber um schnell mal eine News loszuwerden oder einen Link weiterzuempfehlen reicht das völlig aus. Auch braucht man nicht unbedingt einen PC um diese Meldungen einzustellen, das geht in der Regel auch via Handy von fast überall aus.

Twitter ist eine Plattform bei der man Microbloggen kann, dazu bekommt man nach Anmeldung eine eigene Seite, wo alle gemicrobloggten Beiträge chronologisch drauf stehen. Zusätzlich ist das ganze noch Community-mäßig aufgebaut. Man kann seine Freunde oder Leute, die einen interessieren, verfolgen und die wiederum können einen selbst verfolgen. Verfolgen heißt einfach nur, dass man sieht, was der andere microbloggt. Das läuft dann bei einem selbst sozusagen als Live-Ticker ab.

Jetzt natürlich die Frage: Warum schreibe ich das hier?

Ganz einfach, ich habe einen Twitter-Account eingerichtet unter http://twitter.com/ironseo, wo ich zusätzlich zu diesem Blog hier noch microbloggen werde.

Das heißt: alles, was ich hier nicht hinein schreibe, weil es sich in wenigen Worten sagen lässt und keinen eigenen Blogbeirag wert ist, das werde ich bei Twitter einstellen. Das können z.B. folgende Short-Messages sein: „Komme gerade vom Laufen zurück, 10km in 48:11min, lief ganz gut„, „Trainingsplan für heute: 3h Rad, 1h Schwimmen„, etc.

Wer von euch also Interesse daran hat, noch ein paar weitere Infos zu bekommen, der kann mich gerne bei Twitter followen.

Übrigens: je nach Feedback und Follower-Anzahl bis zum 6.Juli könnte man darüber nachdenken, auch einen Live-Ticker vom längsten Tag des Jahres zu machen. Müsste man halt jemanden finden, der die Messages einstellt, denn Handys auf der Strecke sind ja laut Wettkampfordnung verboten… 😉

100/10/10 am 1.Mai

Soeben habe ich eine E-Mail von Applejack erhalten, bei der ich richtig lachen musste und die mich gleich dazu veranlasst hat, darüber etwas zu schreiben.

Er hat mir nämlich vermeldet, dass er gestern einen Triathlon gemacht, einen „100/10/10″er.

Was das ist?

Ganz einfach, die ersten 100 Kilometer hat er auf dem Rad zurückgelegt, ich bin quasi bei Kilometer 82 ausgestiegen und er hat noch die 100 vollgemacht. Die zweiten 10 stehen für 10km, die er im Anschluss an das Rad fahren noch locker gelaufen ist; während ich -unvernünftigerweise- bei einem Hobbyturnier Fußball gespielt habe.

Bei dem Turnier ist Applejack dann auch noch aufgetaucht und hat nochmal die 10 voll gemacht.

Und nein, es waren keine 10 Tore, die er beim Turnier geschossen hat, das war nämlich schon längst vorbei, nein, vielmehr waren es sage und schreibe 10 Weizenbier, die er an der Theke noch weggesoffen hat. Respekt…!

Wobei ich mich gerade frage, ob das Training nicht vielleicht ein bisschen zu intensiv war, denn immerhin steht ja morgen für Applejack wieder ein anstregender Wettkampf in Bad Nauheim an.

Anscheinend seine Philospohie von Vorbereitung auf den 6.Juli. 😯

Gibt’s sowas wie einen Kneipentriathlon?

Müsste man mal einführen: 4/40/20 oder so…
4 Liter Bier, 40 Zigaretten und 20 Schnäpse. :mrgreen:

Bin mir sicher, dass sich für solche sportlichen Herausforderungen nicht gerade wenig Teilnehmer finden würden.