Triathlon Buschhütten

Gestern war ich in Buschhütten beim – wie es der Veranstalter nannte – „Duell der Legenden“. Und tatsächlich konnte der Kurzdistanz-Triathlon im Siegerland mit einem Profi-Starterfeld aufwarten, dass so manchen Ironman-Großevent-veranstalter vor Neid hätte erblassen lassen: von den Top10 der WM auf Hawaii im letzten Jahr waren alleine drei Athleten am Start: Timo Bracht, Faris Al-Sultan und Dirk Bockel, hinzu kamen noch der Titelverteidiger Sebastian Kienle und der zweitplatzierte beim Ironman Südafrika 2011 Andi Böcherer; aber auch Altstars, wie Lothar Leder, der das Rennen in Buschhütten bereits 5x gewinnen konnte, waren am Start.

Fotos vom Wettkampf

Ich war – wie schon letzte Woche bei den Deutschen Duathlon Meisterschaften in Oberursel – als Fotograf dabei und konnte das Rennen aus nächster Nähe verfolgen. Während sich Sebastian Kienle und Andi Böcherer einen harten Kampf an der Spitze des Feldes lieferten, hinkten einige bekannte Gesichter zu meiner Überraschung deutlich hinterher. eine davon war Faris Al-Sultan, der mehr als 3min beim Rad fahren verlor, eigentlich seine starke Disziplin.

Faris Al-Sultan in Buschhütten

König von Buschhütten

Auch der mehrfache Ironman-Frankfurt-Gewinner Timo Bracht hatte mit dem Ausgang des Rennens nichts zu tun und wurde zwischenzeitlich sogar beim Laufen, seiner starken Disziplin, von Faris überholt, am Ende war aber dann doch wieder knapp vor dem Münchner. An der Spitze passierte nach dem zweiten Wechsel nicht mehr viel. Die drei schnellsten Radler – Böcherer, Kienle und Bockel – reihten sich recht schnell ein: Böcherer konnte das Tempo von Kienle nicht mitgehen und Bockel nicht das Tempo von Böcherer. Und so wurde – übrigens zum vierten Mal in Folge – Sebastian Kienle zum König von Buschhütten gekrönt.

Sebastian Kienle in Buschhütten

Weitere Bilder vom Triathlon in Buschhütten gibt es entweder auf meiner Sportfotografie-Website oder bei Facebook-Fanpage. 😉

Duathlon in Oberursel

Am gestrigen Tag, dem ersten Mai, hatte ich meinen „Saisonauftakt“ bei den Deutschen Duathlon Meisterschaften in Oberursel.

Nein, ich habe dort nicht mitgemacht, aber ich war dort als Fotograf am Start. Dass ich bei einem Duathlon oder auch bei einem Triathlon nicht mitmache, sondern den jeweiligen Wettkampf als Sportfotograf begleite, das wird in Zukunft häufiger der Fall sein. Ihr könnt also euch schon mal dran gewöhnen. 😉

Deutsche Duathlon Meisterschaften

Fotos vom Duathlon in Oberursel

Zum zweiten Mal wurde die Duathlon-DM nun im Taunusstädtchen Oberursel durchgeführt und passend dazu waren auch die Sieger, die gleichen, wie im Vorjahr. Bei den Frauen siegte die Vorjahressiegerin Jenny Schulz souverän mit einem Start-Ziel-Sieg. Bereits auf den ersten zehn Laufkilometern brummte sie der härtesten Konkurrentin Kristin Möller vom Abu Dhabi Triathlon Team fast eineinhalb Minuten auf. Auch auf dem Rad fuhr sie der Konkurrenz davon, so dass sie die abschließenden 5km locker laufen konnte. Bei den Männern war es, zumindest, was die offene Wertung anging, etwas spannender. Titelverteidiger Patrick Lange, der im Vorjahr noch die Profis Sebastian Kienle und Normann Stadler auf die Plätze verwies, lieferte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem zweimaligen Duathlon-Weltmeister auf der Langdistanz, dem Schweizer Andy Sutz. Die beiden fuhren dicht beieinander dem restlichen Feld davon und gingen gemeinsam auf die abschließenden fünf Kilometer. Dort attackierte Lange dann auch gleich, Sutz musste abreißen lassen.

Ach ja, und für die, die es sehen möchten: hier sind meine Fotos vom Duathlon in Oberursel.

Frühjahrslauf in Giessen

Heute war mein erster Wettkampf in diesem Jahr und ich habe auch gleich mein erstes Saisonziel für 2011 erreicht, einen Halbmarathon in einer Zeit unter 1:40h zu laufen. Letztes Jahr war ja mein Versuch auf den letzten Kilometern schiefgegangen und auch dieses Mal sah es zwischendurch eine Weile so aus, als würde ich es wieder nicht packen; doch alles der Reihe nach.

Das Duell – Mann gegen Mann

Daniel verfolgt Axel

Neben meinem Sub-1:40-Ziel hatte ich noch ein weiteres: ich wollte meinen Arbeitskollegen Axel schlagen. Mit ihm habe ich mich in den letzten Wochen in der Mittagspause beim Laufen ständig duelliert (in erster Linie verbal) und nach meinen Verbalattacken musste ich nun Taten folgen lassen. Das Problem: er wollte auf 1:35h laufen, was mir eigentlich eine Nummer zu schnell ist, aber ich dachte, wenn er einen schlechten Tag hat und ich einen perfekten, dann wird das schon klappen. Oder wenn ich einfach dicht genug an ihm dranbleiben kann, dann wird es der pure Siegeswille schon richten. 😉

Eine ganz neue Erfahrung für mich, einmal nicht gegen die Uhr zu laufen, sondern gegen einen direkten Konkurrenten. Es sollte aber nicht lange dauern, dann befand ich wieder im Kampf gegen die Uhr… ich wollte gleichmäßig laufen und war damit die ersten drei Kilometer vorne, dann kam Axel an mir vorbei und ich versuchte dranzubleiben, was ich aber nur bis KM7 schaffte. Ein 4:30er Schnitt war zu diesem Zeitpunkt eindeutig zu schnell und ich machte einen Tick langsamer und hoffte, dass der Abstand nicht zu groß werden würde. Doch er wuchs kontinuierlich an.

Das Duell – Mann gegen Uhr

Daniel hat ein Tief

Nach ziemlich genau 46 Minuten waren die ersten 10km rum, meine Kräfte schwanden schon etwas, trotzdem konnte ich das Tempo noch bis KM15 noch einigermaßen hoch halten. Ich rechnete mir zu diesem Zeitpunkt aus, dass ich ja eigentlich nur noch einen 5min-Schnitt laufen müsste, um das Sub1:40-Ziel noch zu erreichen und dachte mir, dass das schon irgendwie klappen würde, doch dann kamen die härtesten zwei Kilometer zwischen KM16 und KM18. Da ging einfach gar nix mehr, ich konnte beim besten Willen den Schnitt nicht mehr unter 5min halten und war mir unsicher, ob ich überhaupt noch ins Ziel kommen würde. Mir ging’s echt dreckig und an mir flogen die Leute nur so vorbei. Ich weiß nicht warum, aber von jetzt auf gleich fühlte ich mich nach KM18 wieder einigermaßen und konnte auch wieder das alte Tempo laufen. Keine Ahnung warum, aber der Motor lief wieder…

Um das mal zu veranschaulichen, eine kleine Grafik von meinem Lauf, die die durchschnittliche Pace beim jeweiligen Kilometer anzeigt. Man sieht deutlich, dass da ein richtiges Tief drin ist und nachdem das überwunden war, ging’s ganz normal weiter, als wäre nix gewesen. Einfach eine krasse und neue Erfahrung für mich.

Tiefes Loch bei KM17 und KM18

Und diese wundersame Erholung hat dann dafür gesorgt, dass ich mit 1:39:32h dann doch noch unter meinem Sub-1:40-Ziel geblieben bin. Tja, und wenn dieser extreme Durchhänger nicht gewesen wäre, dann hätte es auf der ewig langen Zielgeraden vielleicht doch nochmal zu einem Showdown zwischen Axel und mir kommen können, denn auch Axel hatte in der zweiten Rennhälfte starke Probleme und kam nach 1:36:57h ins Ziel. Wer weiß, ob es mich nicht noch beflügelt hätte, wenn ich ihn 150m vor mir direkt vor Augen gehabt hätte.

Aber hey, Axel ist momentan einfach noch einen Tick besser, das muss ich akzeptieren. Ich bin trotzdem mehr als zufrieden: Ziel erreicht und -ganz witzig- damit auch noch den dritten Platz in der AK30 belegt und auch alle Frauen hinter mir gelassen.

Das bedeutete meine allererste Siegerehrung bei einem Laufwettkampf, zusammen mit Henrik, der mit seinen 1:25:48h insgesamt 7ter und Altersklassensieger wurde. 😀

Henrik und Daniel bei der Siegerehrung

Danke übrigens an meine Frau Katharina, die die ganzen schönen Fotos vom Halbmarathon beim Frühjahrslauf in Giessen gemacht hat.

12:49h – Warum?

Bevor ich hier an dieser Stelle den Wettkampf in den nächsten Tagen mit hübschen Bildchen bis ins kleinste Detail schildere, möchte ich noch kurz den Grund, der meiner Meinung nach zu der -für mich enttäuschenden- Endzeit führte, kurz erläutern, denn in meinen letzten Posting hatte ich nur die Zeiten der einzelnen Disziplinen wiedergegeben, was zu Spekulationen führte, die in die völlig falsche Richtung gingen.

Physisch top – mental flop

Im Nachhinein betrachtet war ich körperlich fit, aufgrund des Neoprenverbots und der verlängerten Radstrecke, vielleicht nicht für eine Zeit unter 10:30, aber für eine Sub11 hätte meine körperliche Verfassung auf jeden Fall gereicht. Es lag also nicht am Training, nicht am Tapering und auch nicht, wie spekuliert wurde, am Wetter. Die äußeren Bedingungen waren auf dem Rad für mein Empfinden optimal und auch auf der Laufstrecke war es zwar schwül, aber bei weitem nicht so schlimm, wie vorher angekündigt. Das Material war perfekt und auch sonst gab es eigentlich keinen Grund, die Sub11 nicht zu schaffen.

… und dennoch bin ich fast zwei Stunden später ins Ziel gekommen.

Dafür gibt es eigentlich nur einen Grund: das was körperlich gepasst hat, hat mental gefehlt.

Warum ich das Ding so vergeigt habe und den Großteil des Marathon nicht gelaufen, sondern spaziert bin, das lag schlicht und einfach an meinem Kopf, der Wille, es wirklich konsequent durchzuziehen und der Glaube daran, dass ich es ja wirklich schaffen kann, beides hat dieses Mal gefehlt.

Stattdessen hat die Angst gesiegt. Das fing beim Schwimmen an, wo ich mich nicht, wie das letzte Mal, nach vorne gestellt habe, sondern schön nach hinten, aus Angst, einen Tritt abzubekommen und als es dann mal etwas enger wurde, habe ich sogleich die Flucht ganz nach außen gesucht und bin viele Meter zusätzlich geschwommen, nur damit ich ja keinen anderen Athleten berühre bzw. kein anderer mich. Das setzte sich fort, als mein Magen die Riegel und Gels nicht gefielen und ich aus Angst mich übergeben zu müssen, einfach die Verpflegung komplett eingestellt habe, statt das Zeug in mich reinzuwürgen und zu schauen, was passiert. Das „Nicht-Nachtanken“ musste sich ja irgendwann rächen… und dann, ja dann, dann bin ich spaziert… und bei einem 27km langen Spaziergang mit einigen Schwätzpausen kann keine gute Zeit mehr heraus kommen… und eine große sportliche Leistung ist das auch nicht mehr…

Aus der anfänglichen Freude, es wenigstens zu Ende gebracht zu haben, wurde Enttäuschung über die schlechte Zeit und nun habe ich einfach nur einen Hals auf mich, weil ich eben an entscheidenden Stellen nicht alles versucht habe…

Eines steht fest: das kann ich besser und beim nächsten Mal mache ich das auch besser… 😉

Schöne Aussichten…

Die ganze Vorbereitung habe ich ja meiner Frau Katharina die Ohren voll geheult wegen dem mäßigen Wetter: erst lag lange Schnee, so dass das Laufen keinen Spaß machte, dann war es lange kalt, regnerisch und immer mal wieder windig, so dass sich meine Freude am Rad fahren in Grenzen hielt und nun, pünktlich zu meinem Urlaub und dem Ironman am nächsten Sonntag wird das Wetter schön… vielleicht schon zu schön?!

Denn gerade habe ich den aktuellen Lagebericht auf der Seite der Unwetterzentrale gelesen:

Hitze gipfelt zum Wochenende mit 35 bis 38 Grad – […] Am Freitag und Samstag stellt sich dann voraussichtlich verbreitet im Land heißes bis sehr heißes und vor allem im Westen und Südwesten zeit- und gebietsweise auch schwüles Wetter ein. Verbreitet sind nach heutigem Stand Höchstwerte von 33 bis 35, lokal auch 36 bis 38 Grad möglich.

Bei solch „schönen Aussichten“ schreibt sogar der Hawaii-Sieger von 2008, Chris McCormack, auf seiner Facebook-Seite folgendes:

Its always hot and sticky in Frankfurt, but 33 degrees along the waterfront their in downtown frankfurt will make Kona look like an ice bath. No wind, no sun protection. Man its going to be hot people. Dont forget to drink on that bike. That 4th lap of the run is going to be absolutely brutal.

Update: und Macca hat inzwischen ergänzt:

People racing Ironman Frankfurt be ready for a scorcher. Weather forecast for race day is 36 degrees Celsius. That is going to be hot. Hotter than Kona! Take your time on the run guys. 3rd and 4th lap will be brutal. No shade!!

Da ich es ja eigentlich überhaupt nicht so mit Sport in der Sonne und in der Hitze habe, stellt sich nun die Frage: Sollte mir das Angst machen?

PS: noch 5 1/2 Tage

Wer sein Fahrrad liebt…

… der schiebt.

Zumindest am Sonntag beim Triathlon in Simmern. Auszug aus der Seite des Veranstalters:

Durch Bauarbeiten an der Brücke vor dem Hotel Bergschlösschen muss jeder Athlet vom Rad absteigen und sein Rad durch die Baustelle schieben

Auch der zweite Hinweis hört sich nicht sehr materialschonend an:

Noch eine Umleitung wegen Bauarbeiten auf der Radstrecke bei Biebern. Ihr werdet über einen Wirtschaftsweg um die Baustelle geleitet.

Scheint auf jeden Fall ein interessanter Wettkampf zu werden, nur ob es da neue persönliche Bestzeiten bei den Teilnehmern geben wird, das wage ich doch dann stark zu bezweifeln.

Henrik, ich wünsch dir am Sonntag viel Spaß beim Schieben… 😛

Der erste Triathlon…

Was noch aussteht, ist die Erklärung, warum es bei meinem Weiden-Wettkampfbericht keine Bilder von mir auf der Radstrecke gibt, die liefere ich nun – wie versprochen – nach.

Der Grund ist eigentlich ganz einfach: meine Lieblingsfotografin Katharina hatte zur gleichen Zeit etwas besseres zu tun, sie hat nämlich selbst ganz spontan ihren allerersten Triathlon bestritten und zwar über die „Schnupperdistanz“. Das heißt, sie musste 200m Schwimmen, 10km Rad fahren und 2,5km Laufen. Und dabei hat sie doch gleich mal einen Pokal für den zweiten Platz abgesahnt! Unfassbar…!!!!

Da müht man sich jetzt schon über Jahre hinweg ab und belegt trotz persönlicher Bestzeit nur einen der hinteren Ränge und die Ehefrau kommt an, macht mal ganz kurzentschlossen bei einem Triathlon mit und wird gleich zweite Frau. Ich glaube, ich muss die Sportart wechseln… 😉

Hier noch ein paar Fotos von Katharina bei ihrem Triathlon-Debüt:

Schwimmen

Katharina beim Schwimmen in Weiden

Beim Schwimmen hat sie erst einmal die Konkurrenz abgezogen und ist als allererste aus dem Wasser gestiegen…

Rad fahren

Katharina beim Verlassen der Wechselzone

… allerdings hat sie sich in der Wechselzone dann ein wenig zu viel Zeit gelassen, so dass sie dort bereits überholt wurde. Aber immerhin war sie immer noch schneller beim Wechseln als ich.

Laufen

Katharina beim Laufen

Tja und beim Laufen ist sie so schnell gelaufen, wie noch nie zuvor und war letztlich selbst überrascht, dass sie so schnell laufen kann.

Glückwunsch zum gelungenen Debüt, mein Schatz!

Triathlon Weiden 2010 – Wettkampfbericht

Nach meinem erfolgreichen Start in die Wettkampf-Saison beim Triathlon in Amberg ging es nur wenige Tage später schon weiter mit dem nächsten Wettkampf, dem Triathlon in Weiden. Da Katharina und ich bei Verwandten zu Besuch waren und die beiden Wettkämpfe nur wenige Kilometer auseinander und dort ganz in der Nähe liegen, bot sich das einfach an. Auch hier ging ich wieder über die Kurzdistanz an den Start, also 1.500m Schwimmen, 40km Rad fahren und 10km Laufen.

Eigentlich sollte das Schwimmen ohne Neoprenanzug stattfinden, doch das Wasser war trotz Heizung einfach zu kalt, so dass der Neoprenanzug letztlich doch erlaubt wurde; sehr zu meiner Freude natürlich. 😉

Und so lief mein zweiter Wettkampf des Jahres:

Schwimmen (1,5km)

Daniel beim Schwimmen in Weiden

Mit mir zusammen in der Bahn waren noch vier weitere Starter mit denen ich mich vor dem Schwimmen noch kurz über die Reihenfolge abstimmen wollte, doch deren Zeitangaben verwirrten mich etwas: der eine meinte 19 Minuten, der andere 22 Minuten und ein Dritter meinte 23 Minuten. Ich fragte daraufhin, welche Distanz wir hier schwimmen, weil die Zeit doch sehr von meinen bekannten Schwimmzeiten abwich, doch die Kollegen schauten mich ganz entsetzt an und meinten: „ei, 1500 Meter natürlich“… Ich dann nur so: „OK, ich glaube, dann geht ihr besser nach vorne“. Der vierte Athlet grinste nur zu mir und sagte „geh du besser vor mich“, was ich dann auch tat. Und so schwamm ich dann als vierter los und absolvierte das bis dato einsamste Schwimmen meiner Triathlon-Karriere. Der Vorteil dabei war natürlich, dass ich frei schwimmen und somit auch eine guten Split hinlegen konnte. Allerdings, trotz neuer Bestzeit mit 27:05min für 30 Bahnen (~1:48min/100m) wurde ich von einem anderen Starter 4x überholt, von zwei anderen zwei Male; irgendwie schon ein wenig frustrierend.

T1 – Wechsel Schwimmen/Radfahren

Wechselzone in Weiden

Auch hier war der Weg bis in die Wechselzone nicht gerade kurz und was ein wenig blöd war, dass man teilweise barfuß über groben Schotter laufen musste; hier hätten ein paar zusätzliche Matten nicht geschadet, aber die Veranstaltung ist ja noch recht neu, vielleicht kommt das ja dann im nächsten Jahr. Diesmal klappte das Wechseln besser, auch wenn ich wieder genauso viel anzuziehen hatte, denn das Wetter war nicht viel besser als ein paar Tage zuvor in Amberg. Es regnete zwar nicht und die Strecke war trocken, dafür wehte aber ein kühler und böiger Wind. Insgesamt 5:22min habe ich dann benötigt vom Beckenrand des Schwimmbades bis zum Aufsteigen auf mein Fahrrad.

Rad fahren (40,8km)

Die Radstrecke war irgendwie schon ein wenig bescheiden; zwar schön flach, aber mit drei Wendepunkten, an denen man immer wieder komplett herunterbremsen musste (und an denen 200m vorher schon Überholverbot herrschte) und mit einem Asphalt, der -positiv ausgedrückt- in einem nicht ganz so guten Zustand war. Deshalb war an manchen Abschnitten auch das Rechtsfahrgebot aufgehoben. Vier Runden hatte ich darauf zu absolvieren, die ich auch ziemlich gleichmäßig fuhr. Lediglich in der zweiten Runde war ich etwas langsamer, denn da hat mich auf einmal (warum weiß ich nicht) das Knie verdammt weh getan und ich konnte deshalb nicht durchgängig treten. Aber zum Glück hat sich das mit den Schmerzen schnell wieder gegeben und ich konnte die verbleibenden Runden gut fahren. Insgesamt brauchte ich 1:11:28h für die 40,8km, die es laut GPS waren. Das entspricht einem Schnitt von 34,2km/h und mit dem bin ich angesichts des Windes und der Tatsache, dass ich meine Aerotrinkflasche nach jedem Schlagloch immer wieder zurechtrücken musste, auch mehr als zufrieden.

T2 – Wechsel Radfahren/Laufen

Daniel kurz nach dem Wechsel

Der Wechsel zum Laufen klappte richtig schnell. Hier habe ich auch nicht wie in Amberg noch ein Gel genommen, sondern einfach nur das Rad abgestellt, die Schuhe gewechselt, die Jacke und mein Shirt ausgezogen und dann bin ich auch schon losgelaufen. Ganze 1:12min habe ich benötigt, also halb so lang, wie noch ein paar Tage vorher.

Laufen (9,6km)

Daniel beim Laufen

Beim abschließenden 10km Lauf wollte ich unbedingt schneller sein und eigentlich lief es sich auch wunderbar, allerdings nur bis zu Marke von 9km. Da wollte ich nämlich das Tempo etwas anziehen, um unter einer Zeit von 2:30h ins Ziel zu kommen, doch das stellte sich als Fehler heraus, denn kurz nach der Tempoverschärfung zwickte es im rechten Oberschenkel und nur wenige Augenblicke später hatte ich dann einen Krampf und musste anhalten. Ganze zwei Minuten habe ich dann an der Stelle verharrt und versucht, den Krampf mit Dehnübungen herauszubekommen, doch so ganz gelang mir das nicht. Also bin ich dann als es wieder etwas besser ging weiter in Richtung Ziel gehumpelt. Ein paar hundert Meter später hatte ich dann den Krampf scheinbar herausgelaufen, denn dann ging es plötzlich wieder und -gerade rechtzeitig- wo die Leute standen, konnte ich auch wieder problemlos laufen. 😉

Daniel im Ziel

Inklusive Krampf habe ich für das Laufen 46:26min gebraucht, allerdings waren es auch hier wieder keine 10km, sondern etwas weniger, nämlich 9,6km. Das macht dann einen Schnitt von 4:50min/km und wenn ich keine Probleme auf dem letzten Kilometer gehabt hätte, wären es sogar ~4:35min/km gewesen, allerdings hätte auch das nur für einen Platz ganz weit hinten gereicht, wenn man nur die Laufzeit nimmt. Noch etwas, was frustrierend war, wie auch schon die mehrfachen Überrundungen beim Schwimmen.

Trotzdem: mit 2:31:33h bin ich zwar nicht unter 2:30h geblieben, habe aber eine weitere persönliche Bestzeit aufgestellt und das freut mich doch dann wieder. Zwei erfolgreiche Wettkämpfe innerhalb einer Woche, was will man mehr?!

Übrigens: dass es hier von mir nicht bei allen Disziplinen ein Foto gibt, das hat einen Grund, aber den erzähle ich euch in Kürze in meinem nächsten Blogeintrag. Ihr dürft schon gespannt sein. Hier gibt es übrigens weitere Bilder vom Triathlon in Weiden. 😉

Citytriathlon Amberg 2010 – Wettkampfbericht

Am letzten Donnerstag stand der erste Triathlon-Wettkampf des Jahres an und natürlich wollte ich es da besser machen, als ein Jahr zuvor an gleicher Stelle, wo ich noch nicht einmal das Ziel erreicht habe.

Deshalb war mein Plan einfach ganz gemächlich in das Rennen zu starten und schauen, wie es läuft… die Rahmenbedingungen waren allerdings nicht sonderlich toll: 11 Grad, kühler Wind und Regen; gute Triathlon-Bedingungen sehen anders aus.

Trotzdem lief es für mich prima… hier die einzelnen Splits…

Schwimmen (1,5km)

Daniel beim Schwimmen

Das letzte Mal hatte ich mich noch mitten ins Getümmel reingewagt und bin dann vor den anderen hergetrieben worden, dieses Mal habe ich mich gleich ganz nach hinten gestellt. Sonderlich sinnvoll war das aber auch nicht. Denn die anderen waren allesamt langsamer als ich unterwegs, obwohl sie bei der kurzen Absprache bessere Zeiten angegeben haben. Ich kenne das eher so, dass die Leute tief stapeln, hier war es umgekehrt. Naja, so habe ich mich nach und nach an allen sieben anderen Konkurrenten vorbeigeschoben und bin relativ entspannt, als erster meiner Bahn aus dem Becken gestiegen, mit neuer persönlicher Bestzeit beim Schwimmen, nämlich 27:58min für 1.500 Meter, also einem Schnitt von 1:52min/100m.

T1 – Wechsel Schwimmen/Radfahren

Daniel in der Wechselzone 1

Der Weg bis in die Wechselzone ist in Amberg extrem lang. Und beim ersten Wechsel des Jahres sind mir dann gleich ein paar Fehler unterlaufen: auf dem Weg zu meinem Rad habe ich nämlich nicht nur den Neoprenanzug ausgezogen, sondern gleich den halben Einteiler mit und dabei das Bändchen für den Reißverschluss abgerissen; ich bekam ihn also nicht wieder richtig zu. Darüber hinaus habe ich mich mit der Reihenfolge etwas vertan: erst Helm, Brille und Startnummer und dann ein warmes Shirt und eine Jacke, das macht so herum keinen Sinn. Entsprechend lange habe ich für den Wechsel auf das Rad benötigt, ganze 6:47min.

Rad fahren (40,2km)

Daniel beim Rad fahren

Hier ging es mir in erster Linie darum, nicht zu stürzen, denn in Regen und auf nasser Fahrbahn fühle ich mich mit meinen dünnen Reifen alles andere als wohl. Dementsprechend vorsichtig war ich auch in jeder Kurve und auf den Abfahrten. Die Strecke lädt übrigens nicht ganz so zum Gas geben ein, denn sie ist insgesamt recht wellig; u.a. auch mit einem 800m langen Anstieg mit 10%. Von daher bin ich mit meinem Schnitt von 31,4km/h auch mehr als zufrieden. In Zeiten ausgedrückt: 1:16:26h für eine GPS-vermessene Distanz von 40,2km.

T2 – Wechsel Radfahren/Laufen

Daniel in der Wechselzone

Auch hier habe ich mir ein wenig Zeit gelassen, noch ein Gel zu mir genommen und noch in Ruhe etwas getrunken. Deshalb habe ich auch verhältnismäßig lange gebraucht, nämlich 2:25min.

Laufen (8,9km)

Daniel beim Laufen

Nach dem Rad fahren habe ich mich recht gut gefühlt und bin entsprechend schnell losgelaufen. Dabei habe ich natürlich gemerkt, dass ich bisher noch kein richtiges Koppeltraining gemacht habe. Die ersten zwei Kilometer waren schon komisch, ab da lief es dann richtig gut. Meine Laufzeit betrug nur 42:41min, was aber nicht daran lag, dass ich so schnell wie noch nie unterwegs war, sondern ganz einfach daran, dass die Strecke nur 8,9km lang war und keine 10km. Dementsprechend war es auch kein 4:16er Schnitt sondern eben ein 4:49er Schnitt, was aber für meine Verhältnisse auch schon recht flott ist.

Mit einer Gesamtzeit von 2:36:27h habe ich eine neue persönliche Bestzeit auf der olympischen Distanz aufgestellt und das obwohl ich noch nicht einmal bis ans Limit gegangen bin, sondern schön kontrolliert an die Sache.

Danke übrigens an meinen Schatz für die tollen Fotos. 🙂

Zwei Wettkämpfe am langen Wochenende

Letzte Woche stand eine Ruhewoche auf dem Programm, allerdings gespickt mit zwei Wettkämpfen. Ja, ich weiß, eigentlich nicht sonderlich sinnvoll, ließ sich aber nicht vermeiden, denn der Wettkampf in Amberg, für den ich mich angemeldet hatte, sollte eigentlich schon ein paar Wochen früher stattfinden. Und nachdem er auf den Vatertag verschoben wurde, dachte ich mir, wenn ich schon 400km weit zu einem Wettkampf fahre, dann kann ich gleich noch einen dranhängen, damit es sich lohnt.

So bin ich quasi am Donnerstag in Amberg gestartet und am Sonntag nochmal in Weiden, beide Wettkämpfe über die Olympische Distanz, also 1500m Schwimmen, 40km Rad fahren und 10km Laufen.

Hier nur kurz die Wettkampf-Ergebnisse in Zahlen, die ausführlichen Berichte mit Bilder werde ich nachliefern, wenn ich die rund 30 Gigabyte Fotodaten mal ausgewertet und bearbeitet habe. 😉

Triathlon Amberg

  • Gesamtzeit: 2:36:27h
  • 0:27:58 – Schwimmen (mit Neo) (1:52min/100m)
  • 0:06:47 – T1
  • 1:16:26 – Rad fahren (exakt 40,2km) (31,4km/h)
  • 0:02:25 – T2
  • 0:42:51 – Laufen (exakt 8,9km) (4:49min/km)
  • Platz 134 von 190 insgesamt
  • Platz 119 von 161 Männern
  • Platz 20 von 29 in der AK30

Triathlon Weiden

  • Gesamtzeit: 2:31:33h
  • 0:27:05 – Schwimmen (mit Neo) (1:48min/100m)
  • 0:05:22 – T1
  • 1:11:28 – Rad fahren (exakt 40,8km) (34,2km/h)
  • 0:01:12 – T2
  • 0:46:26 – Laufen (exakt 9,6km) (4:50min/km)
  • Platz 18 von 29 insgesamt
  • Platz 17 von 24 Männern
  • 3. und letzter Platz AK 30