Mein Schädel brummt…

Nein, ich bin nicht vom Rad gefallen und auch nicht irgendwo mit dem Kopf dagegen gerannt, trotzdem tat mir gestern der ganze Tag lang der Schädel weh.

Ich mit Licher Weizenbier

Was war passiert? Nun, nach exakt 55 Tagen ohne jeglichen Alkoholgenuss konnte ich am 50.Geburtstag von Mr. Wölfersheim Live nicht widerstehen und musste mir unbedingt ein paar isotonische Weizenbier, die ich natürlich mit Kohlenhydraten und Koffein aufgepeppt und geschmacklich etwas süßer gestaltet hatte, reinfahren. Wie viele es waren, das weiß ich nicht mehr, aber von dem Grad der Kopfschmerzen her zu urteilen und der Uhrzeit, an der ich die Haustüre bei mir rein bin, dürften es nicht nur zwei oder drei gewesen sein… 😉

Die Folge war natürlich, dass ich bis in die Mittagsstunden gepennt habe und nicht mehr trainieren war. Das Schwimmen wäre ja sonntags ohnehin nicht so lustig gewesen und zum Rad fahren konnte ich mich irgendwie nicht aufraffen. Deswegen muss es dann heute in aller Frische wieder losgehen.

Eines steht aber fest: bis zum Ironman gibt’s jetzt kein Alkohol mehr! Das ist hiermit beschlossen und verkündet.

Ein paar Tage Zwangspause

Ich hatte ja bereits darüber geschrieben, dass ich mir beim Laufen am Samstag etwas das Knie verdreht habe und da es nicht besser geworden ist, bin ich heute nach ewig langer Zeit wieder einmal beim Arzt gewesen.

Leider ist das Ergebnis dieses Besuchs nicht gerade erfreulich, denn der Doktor hat festgestellt, dass ich mir irgendwas am Meniskus gequetscht habe. Was genau und wie das im Fachjargon heißt, habe ich wieder vergessen, die für mich wichtige und unerfreuliche Info war aber, dass ich mindestens für sieben Tage keine Läufe mehr machen soll; außerdem habe ich ein entzündungshemmendes Medikament bekommen. Besser wären sogar ganze zehn Tage Laufpause und auch wenn er verstehen könne, dass ich möglichst schnell wieder trainieren will, sollte ich doch zumindest diese eine Woche auch wirklich pausieren, ansonsten könnte ich, wenn ich Pech habe, das nochmal bereuen.

Was mich absolut überrascht hat, war, dass der Doktor nur mal kurz den Fuß, das Bein und das Knie abgetastet hatte und danach sofort meinte: „Aha, hier tut’s weh… gell?!“ und hat dabei auf Anhieb gleich exakt die Stellen getroffen, wo es richtig wehtut…

Radfahren darf ich zwar, allerdings kein Mountain Bike querfeldein, sondern nur locker Rennrad über die Straßen, wobei bei der momentanen Wetterlage doch wieder eher Quälerei auf der Rolle angesagt ist. Auch Schwimmen darf ich und so ist zumindest nicht alles verloren, auch wenn die Zeit bis zum Ironman immer kürzer wird und rasend schnell verfliegt.

100 Tage bis zum Start

In wenigen Stunden – genauer gesagt um 7 Uhr – sind es noch exakt 100 Tage bis der Startschuss für den Ironman am Langener Waldsee ertönt. Das heißt, wenn ich morgen früh wach werde und aus meinem Bettchen aufstehe, dann wird die Anzahl der verbleibenden Tage nur noch zweistellig sein.

Das macht mir nun doch ein leicht mulmiges Gefühl, denn mir wird dadurch bewusst, dass der längste Tag des Jahres unaufhaltsam immer näher rückt und dass ich vor allem auf dem Rad noch einiges an Training nachholen muss.

In diesem Jahr stehen lediglich 900km auf meinem Konto; heute kamen in gut 2 Stunden noch einmal 60km hinzu. Recht wenig insgesamt und dazu gesellt sich noch ein weiteres Problem: ich habe beim Radeln von Mal zu Mal mehr Probleme mit meinen Knien.

Nach meinem ersten 100er fing das rechte Knie an, das heute – wenn auch nur ganz wenig – wieder mal wehgetan hat und heute kam dann das linke hinzu, das aber dafür richtig. Wenn ich aus dem Sitzen aufstehen will, dann muss ich mich mit meinen Armen abdrücken, nur mit dem Knien tut einfach nur weh. Das komische ist, dass ich beim Laufen rein gar nichts merke, nur beim treten auf dem Rennrad.

Jetzt hoffe ich natürlich, dass sich das schnell wieder gibt… ansonsten muss ich mal danach gucken lassen. 😕

Es geht wieder weiter…

Mein mentales Tief von letzter Woche, dass zu einigen Kommentaren hier im Blog geführt hat, scheint vorüber zu sein, denn ich habe wieder richtig Lust darauf, meine Laufsachen anzuziehen und rauszugehen. Auch das Schwimmen scheint, wenn auch nur minimal, besser zu klappen und macht somit auch mehr Spaß. Natürlich tut das sensationelle Wetter sein Übriges…

Wäre da nicht mein Fahrrad, das konnte ich nämlich am Wochenende noch nicht nutzen und deshalb war ich auch heute im Fahrradladen, wo ich das Rad gekauft hatte und habe es wieder herrichten und auch gleich noch einen Aerolenker draufmontieren lassen. Jetzt dürfte ich also bestens ausgerüstet sein und in den nächsten Tagen und Wochen ordentlich Kilometer schrubben können.

Meinen neuen Trainingsplan bis zum Halbmarathon in Frankfurt habe ich nun bekommen. Sieht nicht gerade nach leichtem Programm aus: 5 Stunden Schwimmen, knapp 9 Stunden Rad fahren, gut 4 Stunden Laufen sowie 3 Stunden Krafttraining alleine in dieser Woche. Macht also ca. 21 Stunden Training, von denen ich eine bereits heute mittag hinter mich gebracht habe, zwei weitere werden gleich noch folgen.

Motivationsprobleme

Irgendwie hat mich das mit der Krankheit wieder dermaßen zurückgeworfen, nicht nur körperlich, sondern vor allem auch im Kopf. Hab ich mich vor der Erkältung noch „richtig gut drauf“ gefühlt, so ist das jetzt in ein „Alles ist scheiße!“-Gefühl übergegangen.

Wenn man fast jeden Tag Laufen ist, Fahrrad fährt oder schwimmt bzw. an einigen Tagen sogar mehrere der Disziplinen auf einmal macht, dann geht das irgendwie so in Fleisch und Blut über und man braucht sich nicht mehr dazu zwingen. Der innere Schweinehund hält dann seine Beinchen still und meckert nur mal ein bisschen, wenn es draußen wieder einmal kalt, regnerisch und windig ist. Trotzdem ist das aber meist nur kurz, denn man geht einfach raus und läuft oder fährt und dann ist nachher bei miesem Wetter die Freude, dass man es dennoch durchgezogen hat, umso größer.

Kaum hat man aber mal ein paar Tage -gezwungenermaßen- die Beine hochgelegt und sich geschont, schon ist dieser blöde Schweinehund wieder voll da und hat die Macht übernommen. Die Hürde, sich die Laufsachen anzuziehen oder auf die Rolle zu steigen, ist wieder extrem hoch und scheint unüberwindbar.

Deshalb hab ich sogar die letzten beiden Tage absolut gar nichts gemacht: ich war nicht laufen, war nicht schwimmen und war auch nicht auf der Rolle bzw. draußen Rad fahren; ich konnte mich nicht motivieren und jedesmal, wenn ich kurz davor war, regnete es in Strömen und der innere Schweinehund gewann dann doch wieder. Sozusagen stehen in 12 Tagen gerade einmal 20 gelaufene Kilometer zu buche, sonst nichts und das, obwohl es noch nicht mal mehr 150 Tage bis zum großen Event sind. Die Euphorie nach dem tollen Ergebnis beim letzten Laktattest ist vollends dahin…

Heute habe ich es aber wenigstens mal wieder ins Schwimmbad gepackt und dort habe ich mit meinen neuen Errungenschaften ein bisschen herumprobiert. Soll heißen, ich bin ein wenig mit Pullboy und Paddles gekrault und habe mit Brett probiert, ob ich mit meinen Beinen vorwärts komme.

Eigentlich fing es ja gut an, 100m mit den Paddles waren schon toll, ich bin schnell vorwärts gekommen und hab ich wunderbar gefühlt, doch nach den zweiten 100m dachte ich schon, mir fliegen die Arme ab. Das geht irgendwie ganz schön in die Arme mit den Dingern. Also hab ich Paddles und Pullboy erst einmal zur Seite gelegt und mit Brett die Beinschläge geübt… damit bin ich übrigens noch nie vorwärts gekommen, in der Schule war ich auch derjenige, der bei der Übung sozusagen immer den Rückwärtsgang drin hatte. So fing es auch heute an… doch irgendwann im zehnten Anlauf bin ich doch tatsächlich langsam vorwärts gekommen, allerdings lag mein Puls nach 20m wildem Beinschlagen bei gefühlten 200 Schlägen pro Minute…

Frustriert bin ich danach erst einmal in den Whirlpool gestiegen und hab vor mich hingeflucht: „Ich schaff das nicht“, „das bekomm ich nie hin“, etc. – Die Trainingseinheit, die eigentlich gar keine war, war also schon wieder gelaufen. Nach langen Selbstgesprächen hab ich mich aber doch dazu überreden können, wenigstens nochmal 500m am Stück ohne die Schwimmhilfen zu kraulen und zumindest das sollte mir wieder etwas Mut machen, denn für die 500m habe ich exakt 13 Minuten benötigt. Ist zwar eigentlich eine schlechte Zeit, aber für meine Verhältnisse war das richtig gut.

Danach ging es dann bei strahlendem Sonnenschein (deshalb hat wohl der innere Schweinehund nur leicht gemeckert) raus auf meine Laufstrecke, wieder mal ein paar Kilometer laufen. Diese Einheit hatte ich mir auch ganz anders vorgestellt, denn hier lief auch nicht viel zusammen: langsam unterwegs, dafür Puls recht hoch, aber wenigstens die 11km durchgezogen. Das schlechte Gefühl vom Laufen hat mir dann auch noch meine Pulsuhr bestätigt. Der Laufindex, der sich normalerweise immer in ähnlichen Bereichen aufhält, war viel niedriger als sonst. So gesehen, scheint das Teil doch ganz gut zu funktionieren, was die Einschätzung der Fitness angeht.

Ich kann also heute nur eine positive Sache mitnehmen, nämlich die, dass ich wenigstens ein bisschen was gemacht habe.

BTW: noch 149 Tage und 5 Stunden… 😕

Krank

So, jetzt hat’s mich erwischt… zwar schon seit dem Freitagabend, aber nachdem ich fast den kompletten Samstag durchgepennt habe, komme ich jetzt erst zum Posten.

Ich kann noch nicht mal genau sagen, was ich habe, denn es ist von jedem ein bisschen was. Ein bisschen Halsschmerzen, aber nicht wirklich doll, ein bisschen läuft die Nase, ab und zu muss ich niesen, ein bisschen erhöhte Temperatur, aber kein Fieber, ein bisschen Kopfschmerzen, ein bisschen Gliederschmerzen, alles halb so wild, wäre ich nicht einfach nur platt und absolut kraftlos. Das ist so das schlimmste, denn kaum steh ich auf, könnte ich mich schon wieder auf der Stelle rückwärts umfallen lassen.

Aber da ja am nächsten Wochenende Fasching ist, könnte das auch wieder meine alljährliche Faschingskrankheit sein, denn die letzten drei Jahre war ich – egal, wann Fasching auch immer war- genau an diesem Wochenende krank und lag mit Fieber im Bett. OK, dieses Mal ist es eine Woche früher, aber wer weiß, wie lange das noch anhält. Heute geht’s zwar wieder etwas besser, aber gut ist was anderes.

Trainieren ist somit momentan nicht wirklich möglich und ich muss wohl leider ein paar weitere Tage Zwangspause einlegen. Und das jetzt, wo es nur noch 160 Tage bis zum Ironman sind… 🙁

Messung der Laktatwerte

Wie ich gestern schon angekündigt hatte, war ich heute zum dritten Mal bei der Laktatwertmessung in Bad Nauheim.

Was mich natürlich wirklich überrascht hat und was ich auch so niemals erwartet hätte, war, dass ich dieses Mal nicht nur eine Stufe mehr geschafft habe, sondern auch noch die zweite Stufe mehr zu zwei Dritteln absolviert habe, d.h. zwei von drei Minuten habe ich geschafft. Dazu muss ich sagen, dass bei der Messung pro Stufe die Geschwindigkeit auch nur um 0,9km/h gesteigert wurde, statt der sonst üblichen 1,8km/h. Aber das wird dann beim nächsten Test anders werden.

Die Messung startete übrigens bei 9km/h, was einer Kilometerzeit von 6:40min entspricht und wurde dann schrittweise um 0,9km/h gesteigert. Eine Stufe musste ich quasi 3min lang durchhalten, dann gab es eine 30 sekündige Pause, in der mir Blut abgenommen wurde und ging es in der nächsten Stufe weiter. Während die 14,4km/h das letzte Mal eine Qual waren, ging es in dem Tempo verhältnismäßig leicht. Auch die nächste Stufe mit 15,3km/h packte ich noch, allerdings musste ich dann bei der 16,2km/h nach 2 Minuten abbrechen. Da ging dann nichts mehr. Wäre ja auch eine Kilometerzeit von 3:42min gewesen…

Auch die Pulswerte waren in den verschiedenen Stufen deutlich niedriger als beim letzten Mal. Insgesamt gesehen, also ein deutlicher Fortschritt, lediglich die relativ hohen Laktatwerte am Anfang waren ein kleiner Wermutstropfen, aber da könnte es sein, dass mir der Lauf vom Samstag noch etwas in den Knochen steckt…

Jedenfalls habe ich mal die weiteren Termine mit dem Trainer abgesprochen. Einen Marathon werde ich vor dem Ironman nicht mehr laufen, einen Triathlon im Mai werde ich auf jeden Fall machen.

Hier die Veranstaltungen, bei denen ich mich jetzt angemeldet habe:

  • 02.03.2008 – Frankfurt
    Halbmarathon in Frankfurt (21,1km)
  • 16.03.2008 – Friedberg
    Lauf „Rund um den Winterstein“ (30km)
  • 18.05.2008 – Butzbach
    Butzbacher Schlosstriathlon (OD: 1/40/10)

Kennt jemand irgendwo hier in der Nähe einen Crosslauf (ca. 5km bis 8km) am 24.02.2008?

Magen-Darm-Probleme

Nach meinen erfolgreich überstandenen 25km-Lauf gab es gleich am nächsten Tag wieder einen Dämpfer, denn nach meinem Restaurant-Besuch am Mittag ging es mir am Abend einfach nur noch richtig schlecht.

Das Krafttraining habe ich noch mit Magenschmerzen durchgezogen, danach war kein Training mehr auf dem Ergometer möglich, denn den Rest des Abends verbrachte ich auf der Toilette. Auch die Nacht war der Horror: kaum geschlafen, andauernd durfte ich auf das Klo flitzen…

Das Training heute habe ich dann auch komplett ausfallen lassen, denn erstens hatte ich bis spät nachmittags nichts richtiges zu mir nehmen können und zweitens hatte ich heute morgen einen Ruhepuls von über 70; das sind 25 Schläge mehr als normal… 😕

Jetzt stellt sich die Frage, ob es daran lag, dass irgendwas am Essen schlecht war (davon gehe ich mal aus) oder ob es irgendwas Magen-Darm-mäßiges ist. Das soll ja zur Zeit wieder unter den Leuten sein; allerdings wüsste ich nicht, wo ich mich da hätte angesteckt haben sollen.

Ich bin mal gespannt, ob es morgen wieder besser ist… Werde natürlich weiter davon berichten…

Blauer Fußzeh

Am Freitag habe ich es mir nicht nehmen lassen, mit meinen Jungs vom Team Sielmann ein wenig zu kicken; ein Fehler wie sich im Nachhinein herausstellen sollte, denn kurz vor Schluss hat in einem kleinen Zweikampf mein linker großer Fußzeh ganz schön was abbekommen. Die Folge: mein Fußzeh ist nun direkt unter meinem Fußnagel richtig blau und tut natürlich dementsprechend weh.

Fußball und Triathlon-Vorbereitung passen irgendwie nicht so ganz zusammen. Habe ich vor ein paar Tagen schon bei Martin lesen müssen… 😕

Trotzdem hab ich mich am Samstag nicht davon abhalten lassen, eine Stunde auf dem Ergometer zu treten und danach noch eine dreiviertel Stunde zu joggen. Wenigstens tut es beim Laufen nur ganz am Anfang weh, wenn man dann mal im Laufrhythmus drin ist, spürt man das dann nicht mehr.