(Trainings-)planung ist alles…

Heute in 14 Wochen ist es soweit, das heißt, so langsam beginnt die heiße Trainingsphase und das wöchentliche Trainingspensum nimmt stetig zu. Für die restlichen Wochen bis zum Ironman habe ich mir vorgenommen, im Schnitt ca. 15 Stunden/Woche zu trainieren.

Wahrscheinlich werde ich das nicht ganz einhalten können, so wie auch in dieser Woche. Geplant waren ursprünglich etwas mehr als 16 Stunden, letztlich wurden es aber nur 14 1/2. Hier mal 15min beim Schwimmtraining gestrichen, da bei den letzten 20min auf dem Rad keine Kraft mehr gehabt und beim Laufen ein kurzes Ründchen wegfallen lassen und den langen Lauf auch gleich mal auf 1:30h zusammengekürzt. Schnell fehlen am Ende dann ein paar Kilometer.

Insgesamt habe ich zwar etwas mehr als eine Ironman-Distanz (4,7km Swim, 197,5km Bike, 44,2km Run) innerhalb von sieben Tagen zurückgelegt, aber ganz zufrieden bin ich damit trotzdem nicht.

Theorie und Praxis

Ganz besonders mit dem heutigen Lauf nicht… Ich hatte ja vor einiger Zeit schon einmal geschrieben: „Planung ist alles“ und eigentlich wollte ich Hau-Ruck-Trainingsaktionen nicht mehr machen, doch heute war wieder mal so eine Aktion. Eigentlich war um ca. 13:30 Uhr alles perfekt: ich hatte Lust meinen langen Lauf zu machen, die Wetterkarten und Radarbilder, zeigten an, dass es noch eine ganze Weile trocken bleiben würde, ehe der nächste Regen kommen würde und meine Strecke hatte ich auch so gewählt, dass mich der Wind nicht stören würde. Alles perfekt, es konnte also losgehen. Bis mir eingefallen ist, dass ich gestern alle meine Laufklamotten in die Waschmaschine gesteckt habe, sie aber nicht in den Trockner umgepackt hatte.

Ganz toll, ich also die Wäsche in den Trockner gepackt, und mein Lauf gezwungenermaßen gleich zwei Stunden nach hinten gelegt. Als dann der Trockner endlich fertig war, habe ich dann schnell meine Sachen angezogen und bin los. Es war bewölkt, nicht sonderlich kalt, aber halt so, dass ich bei zwei Stunden Laufen nicht unbedingt was zu trinken brauche. Ich bin also los, Jacke an, Mütze über den Kopf, weil ich es nicht haben kann, wenn der Wind da reinpfeift und los ging’s…

Als erstes ging mein Blick auf die Pulsuhr, die ich nach dem Totalausfall von gestern, wieder hergestellt hatte, zumindest meinte ich das. Denn scheinbar war auf die Anzeige verstellt. Ich hatte drei Screens zur Auswahl: Welcome 1, Welcome 2 und Welcome 3 (statt Herzfrequenz, Geschwindigkeit, Höhe, etc.). Alle drei zeigten aber nix an. Das heißt, meine Uhr verriet mir weder meine Herzfrequenz, noch die Zeit, die ich bereits unterwegs war, noch die Geschwindigkeit, einfach gar nichts. Tolle Uhr!

Nachdem sich die Aufregung darüber etwas gelegt hatte, sah ich dann schon das nächste Unheil auf mich zukommen. Eine große Regenwolke, genau die, die auf dem Radar ein paar Stunden zuvor noch weit weg war und sie zog genau in die Richtung der Laufstrecke, die ich mir ausgesucht hatte. Die Fallstreifen verrieten, dass da wohl auch einiges herunter kommt, also bin ich umgedreht und hab den Weg so gewählt, dass ich nicht in sie rein laufe, sondern an ihr vorbei. Das war eine gute Idee, denn ich wurde so nur ein bisschen nass. Der Nachteil war aber, hinter der Wolke kam dann strahlender Sonnenschein. Ich also mit langer Hose, Jacke und Mütze unterwegs und schön die schon relativ warme März-Sonne auf dem Rücken, dazu noch auf einer Strecke, die im Gegensatz zur geplanten, nicht nur flach ist, sondern auch mal schön bergauf geht. Lange Rede kurzer Sinn: ich war viel zu warm angezogen und habe geschwitzt ohne Ende.

… und nach 1:30h ging es dann eben nicht mehr, da musste ich heim und einfach was trinken…

Eigentlich habe ich gestern nur vergessen, die Wäsche umzuladen, aber der eine Fehler hat dann heute zu einer wahren Kettenreaktion geführt. Bin viel zu spät los, hatte mittlerweile Hunger, konnte nicht meine geplante Route laufen, hatte dadurch mehr Höhenmeter, mehr Wind und die unschönere Strecke. Und über diese Sachen habe ich mich dann auch noch die kompletten eineinhalb Stunden aufgeregt… ein schöner entspannter Lauf, wie er eigentlich geplant war, war es jedenfalls nicht.

6 Kommentare zu “(Trainings-)planung ist alles…

  1. heißt das nicht ironman?
    also ein paar kröten muss man schon schlucken können.
    wie sagte schon oliver kahn. „weiter, immer weiter“

  2. Der Winter war lang genug und die Einheiten für den Kopf, die „hart“ machen, hatte ich zu genüge… will mal wieder Einheiten, die Spaß machen… 😉 *pienz* *pienz* *pienz*

  3. Ich würde an Deiner Stelle IMMER was zu trinken mitnehmen. Es gibt nix schlimmeres als Durst zu haben und dann auszutrocknen. Damit schadest Du nur Deinem Körper!

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