Tornado in Berstadt am 12.Juli 1801

Tornados sind keine Modeerscheinung, auch wenn man in letzter Zeit immer mehr Wirbelstürme wahrnimmt. Das liegt aber hauptsächlich daran, dass mittlerweile fast jeder ein Smartphone in der Hosentasche hat und derartige Ereignisse direkt auch aufnehmen kann. Die Dunkelziffer wird also deutlich weniger, dass der Klimawandel tatsächlich zu mehr Tornados führt, lässt sich derzeit aber nicht bestätigten. Tornados gab es nämlich schon immer, auch bei uns hier in Wölfersheim. Der älteste mir bekannte Tornado traf am 12.Juli 1801 am Abend den Ort Berstadt.

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Wetterauer Zeitung: „Wie der Wind weht“

Heute erschien ein Artikel in der Wetterauer Zeitung über meine Wetterstation in Wölfersheimer Ortsteil Södel und darüber wie ich zu diesem Hobby gekommen bin.

Wie der Wind weht
Daniel Rüd betreibt in Wölfersheim eine Wetterstation
(Leider nur Printausgabe, deshalb kein Link)

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Funnelcloud bei Beienheim

Heute morgen habe ich auf dem Weg zum Bäcker einer überraschende Entdeckung gemacht.

Ich wollte gerade auf den Parkplatz des Supermarktes abbiegen, da sah ich eine sehr dunkle Schauerwolke näher kommen und da die Gewittersaison in 2015 mit einer Ausnahme nicht wirklich viel zu bieten hatte, wollte ich mir das dann doch einmal ansehen. Statt auf den Parkplatz abzubiegen, bin ich aus dem Industriegebiet zum Feldrand gefahren. Schon während der Fahrt fiel mir ein dünner Streifen auf, ich stoppte das Auto und zog mein Handy aus der Hosentasche und machte mit diesem ein paar Fotos. Ich hielt den Streifen, der hinter dem einsetzenden Regen nur schwach zu erkennen war, zunächst für einen sehr eng begrenzten etwas kräftigeren Fallstreifen, doch die stark abgegrenzten Ränder machten mich stutzig. Dass es heute „rüsseln“ kann, haben einige auch vermeldet, allerdings erst für den späteren Tagesverlauf. Konnte das also wirklich eine Trichterwolke sein, oder doch nicht?! Rotation war aus dieser Entfernung und bei der schlechten Sicht natürlich nicht zu erkennen, aber bei der Auflösung war ich mir dann relativ sicher, dass es sich um eine Funnelcloud gehandelt hat, weshalb ich auch umgehend folgende Meldung bei Skywarn abgegeben habe.

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Das Hagel-Unwetter in der Wetterauer Zeitung

Ein Bericht über das Hagelunwetter von vorgestern war heute in der Wetterauer Zeitung.

Er ist auch online abrufbar:

Sturm, Starkregen und Hagel in der nördlichen Wetterau.
Am Montag ist eine Gewitterfront von Gedern über die nördliche Wetterau gezogen und hat besonders im Bad Salzhausener Kurpark große Schäden angerichtet. Über Södel entlud sich eine Gewitterwolke auf einen Schlag. Meteorologen sprechen von einem Microburst.

Darin gibt es ein paar Bilder und O-Töne von mir; außerdem wurden auch Messwerte meiner Wetterstation mit eingearbeitet, denn am gestrigen Tag hat nämlich ein Redakteur der WZ scheinbar meine Tweets gelesen…

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Hagelunwetter in Wölfersheim

Am heutigen Abend – auf den Tag genau ein Jahr nach dem imposanten Tornado zwischen Melbach und Echzell – gab es ein kräftiges Hagelgewitter mit einzelnen Hagelkörnern bis 3cm Durchmesser; zumindest bei mir zuhause. Gut möglich, dass an anderen Stellen auch noch etwas größere herunter gekommen sind.

Eine Superzelle, also eine gut organisierte Gewitterzelle mit rotierendem Aufwindbereich, zog vom Vogelsberg aus in Richtung Butzbach und entlud sich über der nördlichen Wetterau mit unterschiedlichen Ereignissen. Während im Bereich Wohnbach/Obbornhofen in einem Microburst immense Regenmengen herunterkamen (siehe Titelfoto und Regensummenkarte), waren in Wölfersheim selbst eher Wind und Hagel das Thema. Meine Wetterstation, die sich am Rand des Gebiets befand, konnte einige Sturmböen mit bis zu 77,2km/h (Windstärke 9) registrieren, außerdem kam etwas größerer Hagel vom Himmel, der eben vereinzelt die oben bereits genannte Größe von 3cm hatte. Am stärksten von Hagel betroffen war neben dem alten Ortskern von Wölfersheim allerdings der Bereich um Rockenberg, dort wurde wenige Minuten zuvor auch eine Funnelcloud gesichtet. Bodenkontakt konnte zwar nicht beobachtet werden, aber eine sichtbare Trichterwolke begründet immer einen Tornadoverdacht, denn die ist nur der durch Kondensation sichtbare Teil eines Wirbels, der sich unsichtbar weiter nach unten erstreckt. Bodenkontakt kann also auch dann vorhanden sein, auch wenn die Funnelcloud nicht bis unten hin auskondensiert ist (so auch beim Tornado vor einem Jahr).

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Explosionsartige Gewitterentwicklung

Wie schnell bei unermüdlicher Sonneneinstrahlung und extremer Hitze von weit über 35°C explosionsartige Gewitter und Unwetter entstehen können, das kann man wunderbar an meinem nachfolgenden Zeitraffer-Video erkennen. Die Bilder eines Zeitraumes vom gut zweieinhalb Stunden – aufgenommen von meiner Vogelsberg-Webcam – habe ich hier auf 20 Sekunden zusammengefasst. Es zeigt die Entwicklung mehrerer Gewitterzellen sowie einer sehr starken Hagelzelle, die immer wieder neu hinten anbaut.

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„Mini-Tornados“ gibt es nicht!

Nachdem ich mehr oder weniger zufällig über Facebook mitbekommen habe, dass die Wetterauer Zeitung den F1-Tornado zwischen Melbach und Gettenau als „Mini-Tornado“ bezeichnet hat, sah ich mich gemüßigt folgenden Leserbrief bezüglich der Verwendung dieses Unworts zu schreiben:

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