Der erste Triathlon…

Was noch aussteht, ist die Erklärung, warum es bei meinem Weiden-Wettkampfbericht keine Bilder von mir auf der Radstrecke gibt, die liefere ich nun – wie versprochen – nach.

Der Grund ist eigentlich ganz einfach: meine Lieblingsfotografin Katharina hatte zur gleichen Zeit etwas besseres zu tun, sie hat nämlich selbst ganz spontan ihren allerersten Triathlon bestritten und zwar über die „Schnupperdistanz“. Das heißt, sie musste 200m Schwimmen, 10km Rad fahren und 2,5km Laufen. Und dabei hat sie doch gleich mal einen Pokal für den zweiten Platz abgesahnt! Unfassbar…!!!!

Da müht man sich jetzt schon über Jahre hinweg ab und belegt trotz persönlicher Bestzeit nur einen der hinteren Ränge und die Ehefrau kommt an, macht mal ganz kurzentschlossen bei einem Triathlon mit und wird gleich zweite Frau. Ich glaube, ich muss die Sportart wechseln… 😉

Hier noch ein paar Fotos von Katharina bei ihrem Triathlon-Debüt:

Schwimmen

Katharina beim Schwimmen in Weiden

Beim Schwimmen hat sie erst einmal die Konkurrenz abgezogen und ist als allererste aus dem Wasser gestiegen…

Rad fahren

Katharina beim Verlassen der Wechselzone

… allerdings hat sie sich in der Wechselzone dann ein wenig zu viel Zeit gelassen, so dass sie dort bereits überholt wurde. Aber immerhin war sie immer noch schneller beim Wechseln als ich.

Laufen

Katharina beim Laufen

Tja und beim Laufen ist sie so schnell gelaufen, wie noch nie zuvor und war letztlich selbst überrascht, dass sie so schnell laufen kann.

Glückwunsch zum gelungenen Debüt, mein Schatz!

Triathlon Weiden 2010 – Wettkampfbericht

Nach meinem erfolgreichen Start in die Wettkampf-Saison beim Triathlon in Amberg ging es nur wenige Tage später schon weiter mit dem nächsten Wettkampf, dem Triathlon in Weiden. Da Katharina und ich bei Verwandten zu Besuch waren und die beiden Wettkämpfe nur wenige Kilometer auseinander und dort ganz in der Nähe liegen, bot sich das einfach an. Auch hier ging ich wieder über die Kurzdistanz an den Start, also 1.500m Schwimmen, 40km Rad fahren und 10km Laufen.

Eigentlich sollte das Schwimmen ohne Neoprenanzug stattfinden, doch das Wasser war trotz Heizung einfach zu kalt, so dass der Neoprenanzug letztlich doch erlaubt wurde; sehr zu meiner Freude natürlich. 😉

Und so lief mein zweiter Wettkampf des Jahres:

Schwimmen (1,5km)

Daniel beim Schwimmen in Weiden

Mit mir zusammen in der Bahn waren noch vier weitere Starter mit denen ich mich vor dem Schwimmen noch kurz über die Reihenfolge abstimmen wollte, doch deren Zeitangaben verwirrten mich etwas: der eine meinte 19 Minuten, der andere 22 Minuten und ein Dritter meinte 23 Minuten. Ich fragte daraufhin, welche Distanz wir hier schwimmen, weil die Zeit doch sehr von meinen bekannten Schwimmzeiten abwich, doch die Kollegen schauten mich ganz entsetzt an und meinten: „ei, 1500 Meter natürlich“… Ich dann nur so: „OK, ich glaube, dann geht ihr besser nach vorne“. Der vierte Athlet grinste nur zu mir und sagte „geh du besser vor mich“, was ich dann auch tat. Und so schwamm ich dann als vierter los und absolvierte das bis dato einsamste Schwimmen meiner Triathlon-Karriere. Der Vorteil dabei war natürlich, dass ich frei schwimmen und somit auch eine guten Split hinlegen konnte. Allerdings, trotz neuer Bestzeit mit 27:05min für 30 Bahnen (~1:48min/100m) wurde ich von einem anderen Starter 4x überholt, von zwei anderen zwei Male; irgendwie schon ein wenig frustrierend.

T1 – Wechsel Schwimmen/Radfahren

Wechselzone in Weiden

Auch hier war der Weg bis in die Wechselzone nicht gerade kurz und was ein wenig blöd war, dass man teilweise barfuß über groben Schotter laufen musste; hier hätten ein paar zusätzliche Matten nicht geschadet, aber die Veranstaltung ist ja noch recht neu, vielleicht kommt das ja dann im nächsten Jahr. Diesmal klappte das Wechseln besser, auch wenn ich wieder genauso viel anzuziehen hatte, denn das Wetter war nicht viel besser als ein paar Tage zuvor in Amberg. Es regnete zwar nicht und die Strecke war trocken, dafür wehte aber ein kühler und böiger Wind. Insgesamt 5:22min habe ich dann benötigt vom Beckenrand des Schwimmbades bis zum Aufsteigen auf mein Fahrrad.

Rad fahren (40,8km)

Die Radstrecke war irgendwie schon ein wenig bescheiden; zwar schön flach, aber mit drei Wendepunkten, an denen man immer wieder komplett herunterbremsen musste (und an denen 200m vorher schon Überholverbot herrschte) und mit einem Asphalt, der -positiv ausgedrückt- in einem nicht ganz so guten Zustand war. Deshalb war an manchen Abschnitten auch das Rechtsfahrgebot aufgehoben. Vier Runden hatte ich darauf zu absolvieren, die ich auch ziemlich gleichmäßig fuhr. Lediglich in der zweiten Runde war ich etwas langsamer, denn da hat mich auf einmal (warum weiß ich nicht) das Knie verdammt weh getan und ich konnte deshalb nicht durchgängig treten. Aber zum Glück hat sich das mit den Schmerzen schnell wieder gegeben und ich konnte die verbleibenden Runden gut fahren. Insgesamt brauchte ich 1:11:28h für die 40,8km, die es laut GPS waren. Das entspricht einem Schnitt von 34,2km/h und mit dem bin ich angesichts des Windes und der Tatsache, dass ich meine Aerotrinkflasche nach jedem Schlagloch immer wieder zurechtrücken musste, auch mehr als zufrieden.

T2 – Wechsel Radfahren/Laufen

Daniel kurz nach dem Wechsel

Der Wechsel zum Laufen klappte richtig schnell. Hier habe ich auch nicht wie in Amberg noch ein Gel genommen, sondern einfach nur das Rad abgestellt, die Schuhe gewechselt, die Jacke und mein Shirt ausgezogen und dann bin ich auch schon losgelaufen. Ganze 1:12min habe ich benötigt, also halb so lang, wie noch ein paar Tage vorher.

Laufen (9,6km)

Daniel beim Laufen

Beim abschließenden 10km Lauf wollte ich unbedingt schneller sein und eigentlich lief es sich auch wunderbar, allerdings nur bis zu Marke von 9km. Da wollte ich nämlich das Tempo etwas anziehen, um unter einer Zeit von 2:30h ins Ziel zu kommen, doch das stellte sich als Fehler heraus, denn kurz nach der Tempoverschärfung zwickte es im rechten Oberschenkel und nur wenige Augenblicke später hatte ich dann einen Krampf und musste anhalten. Ganze zwei Minuten habe ich dann an der Stelle verharrt und versucht, den Krampf mit Dehnübungen herauszubekommen, doch so ganz gelang mir das nicht. Also bin ich dann als es wieder etwas besser ging weiter in Richtung Ziel gehumpelt. Ein paar hundert Meter später hatte ich dann den Krampf scheinbar herausgelaufen, denn dann ging es plötzlich wieder und -gerade rechtzeitig- wo die Leute standen, konnte ich auch wieder problemlos laufen. 😉

Daniel im Ziel

Inklusive Krampf habe ich für das Laufen 46:26min gebraucht, allerdings waren es auch hier wieder keine 10km, sondern etwas weniger, nämlich 9,6km. Das macht dann einen Schnitt von 4:50min/km und wenn ich keine Probleme auf dem letzten Kilometer gehabt hätte, wären es sogar ~4:35min/km gewesen, allerdings hätte auch das nur für einen Platz ganz weit hinten gereicht, wenn man nur die Laufzeit nimmt. Noch etwas, was frustrierend war, wie auch schon die mehrfachen Überrundungen beim Schwimmen.

Trotzdem: mit 2:31:33h bin ich zwar nicht unter 2:30h geblieben, habe aber eine weitere persönliche Bestzeit aufgestellt und das freut mich doch dann wieder. Zwei erfolgreiche Wettkämpfe innerhalb einer Woche, was will man mehr?!

Übrigens: dass es hier von mir nicht bei allen Disziplinen ein Foto gibt, das hat einen Grund, aber den erzähle ich euch in Kürze in meinem nächsten Blogeintrag. Ihr dürft schon gespannt sein. Hier gibt es übrigens weitere Bilder vom Triathlon in Weiden. 😉

Citytriathlon Amberg 2010 – Wettkampfbericht

Am letzten Donnerstag stand der erste Triathlon-Wettkampf des Jahres an und natürlich wollte ich es da besser machen, als ein Jahr zuvor an gleicher Stelle, wo ich noch nicht einmal das Ziel erreicht habe.

Deshalb war mein Plan einfach ganz gemächlich in das Rennen zu starten und schauen, wie es läuft… die Rahmenbedingungen waren allerdings nicht sonderlich toll: 11 Grad, kühler Wind und Regen; gute Triathlon-Bedingungen sehen anders aus.

Trotzdem lief es für mich prima… hier die einzelnen Splits…

Schwimmen (1,5km)

Daniel beim Schwimmen

Das letzte Mal hatte ich mich noch mitten ins Getümmel reingewagt und bin dann vor den anderen hergetrieben worden, dieses Mal habe ich mich gleich ganz nach hinten gestellt. Sonderlich sinnvoll war das aber auch nicht. Denn die anderen waren allesamt langsamer als ich unterwegs, obwohl sie bei der kurzen Absprache bessere Zeiten angegeben haben. Ich kenne das eher so, dass die Leute tief stapeln, hier war es umgekehrt. Naja, so habe ich mich nach und nach an allen sieben anderen Konkurrenten vorbeigeschoben und bin relativ entspannt, als erster meiner Bahn aus dem Becken gestiegen, mit neuer persönlicher Bestzeit beim Schwimmen, nämlich 27:58min für 1.500 Meter, also einem Schnitt von 1:52min/100m.

T1 – Wechsel Schwimmen/Radfahren

Daniel in der Wechselzone 1

Der Weg bis in die Wechselzone ist in Amberg extrem lang. Und beim ersten Wechsel des Jahres sind mir dann gleich ein paar Fehler unterlaufen: auf dem Weg zu meinem Rad habe ich nämlich nicht nur den Neoprenanzug ausgezogen, sondern gleich den halben Einteiler mit und dabei das Bändchen für den Reißverschluss abgerissen; ich bekam ihn also nicht wieder richtig zu. Darüber hinaus habe ich mich mit der Reihenfolge etwas vertan: erst Helm, Brille und Startnummer und dann ein warmes Shirt und eine Jacke, das macht so herum keinen Sinn. Entsprechend lange habe ich für den Wechsel auf das Rad benötigt, ganze 6:47min.

Rad fahren (40,2km)

Daniel beim Rad fahren

Hier ging es mir in erster Linie darum, nicht zu stürzen, denn in Regen und auf nasser Fahrbahn fühle ich mich mit meinen dünnen Reifen alles andere als wohl. Dementsprechend vorsichtig war ich auch in jeder Kurve und auf den Abfahrten. Die Strecke lädt übrigens nicht ganz so zum Gas geben ein, denn sie ist insgesamt recht wellig; u.a. auch mit einem 800m langen Anstieg mit 10%. Von daher bin ich mit meinem Schnitt von 31,4km/h auch mehr als zufrieden. In Zeiten ausgedrückt: 1:16:26h für eine GPS-vermessene Distanz von 40,2km.

T2 – Wechsel Radfahren/Laufen

Daniel in der Wechselzone

Auch hier habe ich mir ein wenig Zeit gelassen, noch ein Gel zu mir genommen und noch in Ruhe etwas getrunken. Deshalb habe ich auch verhältnismäßig lange gebraucht, nämlich 2:25min.

Laufen (8,9km)

Daniel beim Laufen

Nach dem Rad fahren habe ich mich recht gut gefühlt und bin entsprechend schnell losgelaufen. Dabei habe ich natürlich gemerkt, dass ich bisher noch kein richtiges Koppeltraining gemacht habe. Die ersten zwei Kilometer waren schon komisch, ab da lief es dann richtig gut. Meine Laufzeit betrug nur 42:41min, was aber nicht daran lag, dass ich so schnell wie noch nie unterwegs war, sondern ganz einfach daran, dass die Strecke nur 8,9km lang war und keine 10km. Dementsprechend war es auch kein 4:16er Schnitt sondern eben ein 4:49er Schnitt, was aber für meine Verhältnisse auch schon recht flott ist.

Mit einer Gesamtzeit von 2:36:27h habe ich eine neue persönliche Bestzeit auf der olympischen Distanz aufgestellt und das obwohl ich noch nicht einmal bis ans Limit gegangen bin, sondern schön kontrolliert an die Sache.

Danke übrigens an meinen Schatz für die tollen Fotos. 🙂

Zwei Wettkämpfe am langen Wochenende

Letzte Woche stand eine Ruhewoche auf dem Programm, allerdings gespickt mit zwei Wettkämpfen. Ja, ich weiß, eigentlich nicht sonderlich sinnvoll, ließ sich aber nicht vermeiden, denn der Wettkampf in Amberg, für den ich mich angemeldet hatte, sollte eigentlich schon ein paar Wochen früher stattfinden. Und nachdem er auf den Vatertag verschoben wurde, dachte ich mir, wenn ich schon 400km weit zu einem Wettkampf fahre, dann kann ich gleich noch einen dranhängen, damit es sich lohnt.

So bin ich quasi am Donnerstag in Amberg gestartet und am Sonntag nochmal in Weiden, beide Wettkämpfe über die Olympische Distanz, also 1500m Schwimmen, 40km Rad fahren und 10km Laufen.

Hier nur kurz die Wettkampf-Ergebnisse in Zahlen, die ausführlichen Berichte mit Bilder werde ich nachliefern, wenn ich die rund 30 Gigabyte Fotodaten mal ausgewertet und bearbeitet habe. 😉

Triathlon Amberg

  • Gesamtzeit: 2:36:27h
  • 0:27:58 – Schwimmen (mit Neo) (1:52min/100m)
  • 0:06:47 – T1
  • 1:16:26 – Rad fahren (exakt 40,2km) (31,4km/h)
  • 0:02:25 – T2
  • 0:42:51 – Laufen (exakt 8,9km) (4:49min/km)
  • Platz 134 von 190 insgesamt
  • Platz 119 von 161 Männern
  • Platz 20 von 29 in der AK30

Triathlon Weiden

  • Gesamtzeit: 2:31:33h
  • 0:27:05 – Schwimmen (mit Neo) (1:48min/100m)
  • 0:05:22 – T1
  • 1:11:28 – Rad fahren (exakt 40,8km) (34,2km/h)
  • 0:01:12 – T2
  • 0:46:26 – Laufen (exakt 9,6km) (4:50min/km)
  • Platz 18 von 29 insgesamt
  • Platz 17 von 24 Männern
  • 3. und letzter Platz AK 30

231 statt 226

Die Meldung passt mir für mein Zeitziel ja absolut gar nicht in den Kram: wegen Umbaumaßnahmen wird die Radstrecke beim Ironman Germany in Frankfurt in diesem Jahr stolze 5km länger sein. Bei einem 30er Schnitt macht das dann schon einmal 10min aus, die man länger unterwegs sein wird.

Allerdings war die Strecke auch schon vor zwei Jahren im Bereich Friedberg-Fauerbach gesperrt und mit einer Umleitung versehen. Damals waren es zwar keine 5km, die man mehr fahren musste, aber man musste in den schmalen und verwinkelten Straßen beim Abbiegen immer bremsen und konnte nicht sonderlich schnell durchfahren, also einiges an Zeit hat das auch damals schon gekostet, von daher hoffe ich, dass ich da also nicht ganz so viel verlieren werde.

Also Positives sei erwähnt, dass die Strecke in einigen Abschnitten, wo der Straßenbelag besonders mitgenommen war (ich denke da bspw. an die Strecke zwischen Karben und Burg-Gräfenrode), komplett neu gemacht wurde, da rollt es momentan fast wie von selbst. 😉

Von daher: wird trotzdem schon irgendwie klappen… 🙂

Halbmarathon in Frankfurt 2010

Heute stand mit dem Lufthansa Halbmarathon in Frankfurt seit langer Zeit wieder einmal ein reiner Lauf-Wettkampf auf dem Plan. Der letzte, an dem ich wirklich auch so schnell gelaufen bin, wie ich am Wettkampftag konnte, war im Oktober 2008 beim Marathon in Frankfurt und kurz davor in der Vorbereitung bei einem 10km-Lauf.

Also war heute die spannende Frage, wo stehe ich nun läuferisch?

In den letzten Monaten bin ich teilweise unregelmäßig gelaufen und habe viele Grundlageneinheiten gemacht, erst seit ein paar Wochen bin ich wieder mal auf die Bahn und habe auch einmal paar schnellere Läufe absolviert, aber wie ich nun bei einem Halbmarathon abschneiden würde, wusste ich aufgrund der vielen langsamen Einheiten nicht wirklich. Irgendwas um die 1:45h sollte aber schon drin sein, das wäre ungefähr der Stand von vor zwei Jahren…

Gestern Abend habe ich mich dann doch entschieden, die 1:39:59h anzugehen, und es zu versuchen, wohlweislich, dass es auch schief gehen könnte.

Neue Strecke mit Ziel Commerzbank Arena

Halbmarathon Commerzbank Arena

In diesem Jahr startete man erstmals vor der Commerzbank Arena. Von da aus ging es in die Innenstadt und dort dann zweieinhalb Kilometer an der Ironman-Strecke lang und im Anschluss mit einer kleinen Schleife durch ein Waldstück wieder zurück zum Stadion, wo man eine 100m lange „Stadionrunde“ absolvieren durfte, bevor man dann seinen Zieleinlauf am großen Bildschirm in der Mitte der Arena live mitbeobachten konnte.

Laufbericht

Auf dem ersten Kilometer ging alles sehr eng zu, weshalb ich nicht gleich meinen geplanten 4:44er Schnitt aufnehmen konnte, mit ca. 20 Sekunden Verspätung erreichte ich dann das erste Kilometerschild. Ab da ging es in dem geplanten Tempo weiter und bis zu Kilometer 10 hat das auch wunderbar geklappt. Die Linie überquerte ich bei 47:36min, allerdings merkte ich, dass ich ziemlich am Limit war. Was ich aber irgendwie nicht bedacht hatte, bis hierhin ging die Strecke fast nur bergab und wo man runter läuft, muss man auch irgendwann wieder einmal hoch. Bis KM12 konnte ich auch das Tempo noch halten, ab dann war mir klar, dass das mit den Sub1:40h hier und heute nix werden würde. Ich musste etwas Tempo rausnehmen. Bis Kilometer 18 ging es noch unter 5min/km, die restlichen 3,1km taten dann doch sehr weh… und nach 1:43:12h war ich endlich im Ziel angekommen.

Fazit

Das Positive vorweg: neue persönliche Bestzeit auf der Halbmarathon-Strecke.

Das war es aber schon mit den positiven Dingen, denn die Bestzeit war hart erkämpft: Ich bin noch keinen einzigen Lauf mit einem dermaßen hohen Durchschnittspuls wie heute gelaufen. Im direkten Vergleich mit meiner Verfassung vor genau zwei Jahren dürfte ich ungefähr das gleiche Niveau haben, vielleicht einen kleinen Tick schwächer. Und das macht mich natürlich ein wenig nachdenklich im Hinblick auf mein für Juli gestecktes Ziel… zum jetzigen Zeitpunkt ist das nämlich total unrealistisch!

… aber es ist ja noch ein wenig hin bis Juli, also habe ich noch etwas Zeit, meinen Körper dazu zu bringen, etwas schneller zu werden. Ob’s aber dann reicht… keine Ahnung…

Auf ein erfolgreiches 2010…

Hallo zusammen, da bin ich wieder…

… und ich bin sehr froh, dass das verkorkste letzte Jahr endlich herum ist, wobei ich sagen muss, dass 2010 auch nicht gerade sonderlich toll anfängt, denn ich hab seit Tagen eine dicke, fette Erkältung, die nicht weggehen will. Aber das kommt wohl davon, wenn man unbedingt morgens bei minus 15 Grad den Weg in die Firma statt im Auto mit Sitzheizung zu Fuß in den Laufschuhen zurücklegen will.

Deswegen gibt es momentan auch nicht wirklich viel über mein Training zu berichten. Dafür hatte ich die letzten Tage und Wochen Zeit mir ein paar Events herauszusuchen und mich für den ein oder anderen Triathlon-Wettkampf anzumelden. Los geht es am 13.Mai mit dem Citytriathlon in Amberg bei dem ich im letzten Jahr so „geglänzt“ habe mit einer olympischen Distanz. Eigentlich sollte der Wettkampf Ende April schon stattfinden, zumindest war er so ausgeschrieben als ich mich angemeldet hatte, nun wurde er aber auf einen Donnerstag verlegt. Ist zwar ein Feiertag, aber für mich als Hesse schon etwas blöd am Mittwochabend da hin zu fahren und dann noch am Donnerstagabend gleich wieder heim. Aber gut, vielleicht kann ich ja den Freitag Urlaub nehmen. Der nächste Wettkampf und zugleich letzter vor dem Ironman am 4.Juli soll der Quarterman in Bruchköbel sein. Der findet am 20.Juni statt, die Anmeldung scheint aber -zumindest online- noch nicht möglich zu sein. Ja, und nach dem hoffentlich erfolgreich bestrittenen Langdistanz-Rennen soll dann im August noch der Maibach-Triathlon dran sein. Das ist dann zum Abschluss nochmal ein Volkstriathlon, bei dem wie im letzten Jahr, etliche Freunde mitmachen und bei dem der Spaß im Vordergrund stehen soll. Ganz besonders freut es mich natürlich, dass auch meine Frau Katharina erstmals an einem Triathlon teilnehmen will…

Sind also bei mir zwei olympische Distanzen, eine Volksdistanz und eine Langdistanz in 2010.

Wie sieht es bei euch aus? Zu welchen Wettkämpfen habt ihr euch angemeldet? Was sind eure Ziele?

1.Bad Nauheim Marathon „rund um den Teich“

Eigentlich steht ja noch mein Posting mit Bildern zu meinem neuen Trainingsrad aus, aber da ich bisher noch nicht dazu gekommen bin, das Rad anständig abzulichten und ich es, um jetzt ein paar Fotos zu machen, erst einmal komplett reinigen müsste, muss ich das weiter zurückstellen. Wer aber doch jetzt schon mal einen Blick darauf werfen will, der kann das aber gerne tun. Hier ist es, das Cyclocross-Fahrrad mit Individuallackierung „IRONSEO“.

Bad Nauheim Marathon

Worüber ich eigentlich schreiben möchte, ist der „Wettkampf“, den ich in der letzten Woche bestritten habe.

Eigentlich kann man es nicht wirklich Wettkampf nennen, denn es war eher ein kleiner Lauftreff bei dem sechs Verrückte insgesamt 30 Runden á 1,41km um den Bad Nauheimer Teich herumgelaufen sind. Ins Leben gerufen hat das der Henrik, der in der Vorbereitung für den Ironman in Frankfurt bereits im Training einen Marathon laufen wollte und sich dafür die Strecke „rund um den Teich“ ausgesucht hatte. Das machte ihm dann so viel Spaß, dass er daraus eine richtige Marathon-Veranstaltung machen wollte. Um das alles offiziell zu machen, fehlte aber dann letztlich die Zeit und so trafen wir uns in kleiner Runde, um die 42,2km in Bad Nauheim anzugehen.

Wenn ich nicht schon vor Ewigkeiten zugesagt hätte, wäre ich wahrscheinlich gar nicht mitgelaufen, denn ich hatte für einen Marathon nicht wirklich ausreichend trainiert. Mein Pensum lag in den letzten 14 Wochen vor dem Lauf bei gerade einmal 29km pro Woche, der längste Lauf war noch nicht einmal 26km lang, ein paar Wochen hintereinander kam ich sogar noch nicht einmal auf 10km in sieben Tagen und damit geht man eigentlich keinen Marathon an. Trotzdem wollte ich zu meinem Wort stehen und bin angetreten.

Das vorgegebene Zeitlimit lag bei 4:30h und meine Zielsetzung war eigentlich so weit zu laufen, wie ich halt in viereinhalb Stunden komme. Wenn es keine 42km werden sollten, wäre das auch kein Weltuntergang gewesen.

Und so lief ich richtig gemütlich los (während die anderen ordentlich Gas gaben) und achtete dabei ausschließlich darauf, dass ich im niedrigen Grundlagenausdauerbereich blieb. Erstaunlicherweise konnte ich dabei sogar die 1,41km-Runde in ziemlich genau 8 Minuten laufen, was auf eine Endzeit von 4h hindeutete. Die ersten 15 Runden bewältigte ich in genau 2 Stunden und auch die nächsten 10 Runden liefen exakt auf einer 4 Stunden Endzeit heraus; allerdings stieg der Puls deutlich an; weshalb ich in den letzten 5 Runden dann deutlich langsamer machte; ich wollte es ja nicht übertreiben. Außerdem merkte ich die fehlenden langen Läufe, denn es tat dann auch wirklich weh. Und so kam ich dann nach 4:04:50h ins Ziel vor dem Teichhaus…

Auch wenn eine solche Marathon-Zeit nicht wirklich berauschend ist, ich freue mich darüber riesig. Denn erstens beende ich damit meine miserable Saison doch noch mit einem Erfolgserlebnis und zweitens hat es mir gezeigt, dass ich trotz unregelmäßigen und geringen Trainings wegen der Verletzung noch über eine gesunde Grundlagenausdauer verfüge; sozusagen doch noch mehr in mir steckt, als ich mir momentan zutraue.

Einziger Wermutstropfen: mein linker Fuß hat die ungewohnte Belastung nicht ganz so gut verkraftet, beim normalen Gehen tut es immer noch weh, wenn ich auftrete, weshalb ich seitdem mit dem Laufen pausiere und stattdessen auf das Rad wechsele…

Bilder vom „Wettkampf“

Ein paar Fotos von dem Bad Nauheimer Marathon gibt es auch, Henrik hat sie auf seinem Flickr-Account veröffentlicht. Hier geht es zu Album 1 und zu Album 2.

Mein Finisher-Foto möchte ich euch auch nicht vorenthalten:

Bad Nauheim Marathon

20.Maibach-Triathlon

Nachdem ich erst am Freitag das Metall aus meiner Schulter entfernt bekommen habe, konnte ich natürlich nicht am Maibach-Triathlon teilnehmen, einer Jedermann-Distanz, die nun schon zum 20.Mal in Maibach (Butzbach) stattfand. Das war somit schon der zweite Wettkampf in diesem Jahr, den ich verletzungsbedingt absagen musste.

Damit liest sich die diesjährige Saison wie folgt: 2x DNS, 1x DNF und ein gefinishter WK, aber schlechter als im Jahr zuvor. Abhaken, nächstes Jahr wird besser!

Mit „eigenem Team“ am Start

Weshalb ich es besonders schade fand, nicht in Maibach starten zu können, lag daran, dass meine Freunde, die mich noch lautstark im letzten Jahr in Frankfurt anfeuerten, nun auch einmal einen Triathlon versuchen wollten und in Maibach sollte es soweit sein. Ich wollte gerne gemeinsam mit ihnen starten…

Da das aber nicht ging, war ich dann doch wieder als Fotograf unterwegs und habe festgehalten, wie sich die drei Jungs und zwei Mädels auf der Strecke über 300m Schwimmen, 17km Rad fahren und 6km Laufen schlugen. Wobei man dazu sagen muss, dass sowohl Rad- als auch Laufstrecke unzählige Höhenmeter enthalten, also nicht gerade sonderlich einfach sind für einen Jedermann-Triathlon.

Aber trotz der vielen Höhenmeter: alle haben sie erfolgreich gefinisht, wenngleich das Schwimmen nicht jedermanns Sache war… 😉

Hier die „Team IRONSEO„-Ergebnisliste des Maibach-Triathlon:

  • Robin – 01:32:08h
    (7:09min Swim, 47:39min Bike und 37:20min Run)
  • Kerstin – 01:37:14h
    (7:06min Swim, 52:58min Bike und 37:10min Run)
  • Daniel – 01:43:52h
    (7:56min Swim, 54:01min Bike und 41:55min Run)
  • Katrin – 01:51:48h
    (9:16min Swim, 1:01:47h Bike und 40:45min Run)
  • Bernd – 01:51:49h
    (11:30min Swim, 59:41min Bike und 40:38min Run)

Glückwunsch an alle fünf zum ersten erfolgreich bestandenen Triathlon-Wettkampf. Und bei dem ein oder anderen wird das mit Sicherheit auch nicht der letzte Wettkampf gewesen sein, da bin ich mir sehr sicher.

Bilder und Fotos vom Wettkampf

Natürlich will ich euch die schönsten Fotos des Tages nicht vorenthalten. Ich habe noch viele mehr geknippst, aber das hier sind speziell diejenigen mit Team Ironseo-Beteiligung. 😉

Bernd Heinisch vor dem Start Daniel Stöhr Katrin Stöhr Bernd Heinisch beim Schwimmen Kurze Verschnaufpause Kerstin Schönwolf Robin Stöhr Daniel Stöhr beim Schwimmen Das Duell: Kerstin vs. Robin Robin Stöhr Kerstin Schönwolf Daniel Stöhr Katrin Stöhr Bernd Heinisch Zeitnahme ohne Chip Maibach-Triathlon (Radstrecke) Maibach-Triathlon (Radstrecke) Robin Stöhr auf dem Rad Kerstin Schönwolf Daniel Stöhr Abgehängt... Bernd Heinisch Katrin auf dem Rad Duell: Bernd vs. Katrin Robin Stöhr beim Zieleinlauf Kerstin Schönwolf im Ziel Daniel Stöhr beim Zieleinlauf Schmerzen im Ziel Katrin und Bernd beim Zieleinlauf Team IRONSEO 2009

Bei Flickr gibt es noch ein paar mehr Triathlon-Fotos von mir. 😉

Nie wieder Butzbach!

Gestern war ich am Start der zweiten Ausgabe des Schlosstriathlons in Butzbach, also genau da, wo ich vor exakt einem Jahr meine Triathlon-Premiere feierte. Nachdem ich ja vor zweieinhalb Wochen in Amberg aufgeben musste, wollte ich natürlich hier unbedingt finishen, auch wenn die Vorzeichen nicht sonderlich gut standen, denn noch am Donnerstagabend konnte ich kaum gehen, so hat mir nach meinem letzten Lauf die rechte Wade wehgetan. Glücklicherweise hat aber ein bisschen schonen und eincremen zumindest eine solche Linderung bewirkt, dass ich zumindest an den Start gehen konnte. Zusätzlich habe ich mir noch von Kollege Applejack ein paar Kompressionsstrümpfe besorgt.

Klar war also vor dem Start schon, dass ich die Zeit vom letzten Jahr nicht verbessern kann, denn erstens war ich nicht hundertprozentig in Ordnung und zweitens war die Laufstrecke im letzten Jahr einige (Kilo)meter zu kurz und da es eine neue, noch profiliertere Laufstrecke gab, war es recht wahrscheinlich, dass die Länge dieses Mal auch entsprechend stimmen würde. Dementsprechend wollte ich mich voll verausgaben, sondern ein bisschen Spaß haben und locker durchkommen…

… doch daraus wurde nichts!

Schwimmen

Da die Gruppen so eingeteilt waren, dass alle Starter in einem Zeitfenster von 18 bis 20 Minuten aus dem Wasser kommen sollten, war mir schon klar, dass es erst einmal ziemlich eng zugehen sollte. Vorher wurde sich noch kurz abgesprochen, einer übernahm dabei die Führung und meine: „ich schwimme 20min, die schnelleren vor mich, die langsameren hinter mich!“. Es waren alle einverstanden, nur irgendwie stellten sich die meisten hinten an; da ich 19min als Ziel hatte, ging ich nach vorne und schwamm nach dem Startschuss als Dritter los. Aber trotz ordentlichem Anfang, die anderen waren irgendwie schneller; die ersten 50m ging das ja noch, die zweiten 50m wurden dann enger mit der Luft und so ließ ich erst einmal bei der Wende zwei an mir vorbei. Danach wurde ich noch von einem Brustschwimmer überholt, der wirklich ordentlich schnell unterwegs war. So konnte ich dann gemütlich und locker meine Bahnen schwimmen und nach 9:16min hatte ich die ersten 500m hinter mir. Kurz danach lief ich dann auf einen anderen auf, der vorher etwas weggezogen war und dann etwas nachgelassen hatte, ich beschloss hinter ihm zu bleiben und so schwomm ich dann den Rest relativ entspannt hinterher. Nach 19:02min überquerte ich dann die Zeitnahme, also 16 Sekunden langsamer als im letzten Jahr, aber dafür kam ich aber auch viel entspannter aus dem Wasser. Übrigens bin ich mir jetzt 100%ig sicher, dass ich in Amberg sogar 1.700m unterwegs war.

T1 – Wechselzone

Hier hatte ich dann erst einmal Probleme die etwas zu kleinen Kompressionssocken anzubekommen, denn ich hatte dummerweise mein Handtuch in meiner Tasche und die stand in T2 herum. Somit konnte ich meine Füße nicht abtrocknen und die Socken klebten regelrecht fest. Knapp 4 Minuten habe ich gebraucht, bis ich dann auf dem Rad saß.

Rad fahren

Da direkt nach dem Ausgang der Wechselzone ein ca. 20m langer Schotterweg war, beschloss ich darüber hinaus zu laufen und erst danach auf das Rad zu steigen. Dabei habe ich sogar einen überholt, der erst aufgestiegen war, sich aber dann entschloss, doch auch über den Schotter zu laufen.

Die Radstrecke kannte ich ja noch vom letzten Jahr und vor einer Woche bin ich sie auch nochmal abgefahren, um zu gucken, wo ich mit welchen Gängen fahren kann und wo ich besser herunter schalte. Aber irgendwie hätte ich mir das schenken können, denn es fehlte am Sonntag einfach die Kraft, um da an der ein oder anderen Stelle den schwereren Gang drinzulassen und so schaltete ich immer recht früh in den leichteren und ging auch selten aus dem Sattel; normalerweise fahre ich anders. Trotz der anstrengenden Strecke, hier hatte ich noch jede Menge Spaß, denn ich wusste ja, wo ich hoch fahre, muss ich ja auch irgendwann wieder runterkommen. Und da macht es mir am meisten Spaß, hier kann ich eindeutig meinen Gewichtsvorteil ausspielen und die, die mich bergauf noch überholt haben, einsammeln. 10kg mehr tragen sich eben schwerer den Berg herauf, dafür rollen sie aber schneller wieder runter. 😉

Nach ca. 86min reine Fahrzeit (~28km/h) hatte ich dann die 40km hinter mir und kam in der Wechselzone 2 an.

T2 – Wechselzone

Hier musste man leider erst einmal eine nicht gerade kurze Schleife laufen, was wahrscheinlich deshalb gemacht wurde, dass jeder einen gleich langen Weg hat und somit keiner einen Vorteil, wenn sein Rad gleich neben Ein- und Ausgang steht. Dummerweise waren in meiner Reihe schon alle Plätze belegt, so dass ich mir erst einmal einen Parkplatz für mein Rad suchen musste; der war aber schnell gefunden, im Gegensatz zu meiner Laufkappe, die ich Depp noch in meiner Tasche versteckt hatte. Also Mütze rausgesucht, angezogen und Radschuhe gegen Laufschuhe getauscht. Dann konnte es weitergehen und nach 1:32:24h (T1 + Bike + T2) ging es dann auf die 10km lange Laufstrecke. Damit wieder etwas langsamer als letztes Jahr…

Laufen

Bis hierher hatte ich noch Spaß, doch der sollte genau jetzt vorbei sein. Ich wusste vom Profil her, dass die Strecke härter als die vom letzten Jahr sein würde, aber mit sowas hab ich beim besten Willen nicht gerechnet. Da waren vielleicht mal ein paar hundert Meter eben, der Rest war ein ständiges hoch und runter mit dem Höhepunkt zwischen Kilometer 6 und 7. Bis hierhin bin ich im Schnitt knapp unter 6min/km gelaufen, schneller wäre mit der Wade ohnehin nicht gegangen, doch hier musste ich kapitulieren: ein ewig langes geradeausstück, was immer steiler wurde und zum Schluss dann laut Veranstalter ca. 19% Steigung haben sollte. Doch danach von Erholung keine Spur, es ging immer weiter bergauf…

Für den einen Kilometer zwischen 6 und 7 habe ich stolze 8:56min benötigt! Und das krasse daran ist: ich wurde von lediglich drei Leuten überholt; die anderen sind auch alle gegangen oder waren auch im Laufschritt nicht schneller als ich beim wandern. Und so ging ich und ging ich… Spaß hat das keinen gemacht, außerdem hatte ich schon vor diesem langen Aufstieg richtig viel Durst, zu trinken gab es aber leider erst danach. Also erst einmal Pause gemacht und die zu einem Drittel gefüllten Becher zusammengeschüttet und dann weiter gegangen. Erst als es wieder bergab ging fing ich an wieder zu laufen, bei jedem noch so kleinen Anstieg wieder gegangen… wie gesagt, das war absolut nix für mich und hat mir auch keinen Spaß gemacht.

Nach 2 Stunden 55 Minuten und 33 Sekunden war es dann zum Glück auch vorbei und eine Entscheidung war da auch getroffen: das muss ich mir nicht nochmal geben. Da fahr ich sonntags lieber mit dem Rad an den See, geh eine Runde schwimmen, fahr wieder heim und geh abends noch ein Ründchen laufen.

Ein paar Gedanken dazu…

Mir ist nicht bewusst, was der Veranstalter mit so etwas erreichen will. Sicherlich gibt es einige Athleten, die auf solche Streckenprofile stehen und sowas geil finden, aber das dürfte wohl eher einer Minderheit unter den Triathleten sein; für die breite Masse ist eine solche Veranstaltung nichts.

Bei First Wave handelt es sich nun einmal um einen kommerziellen Anbieter, der damit auch sein Geld verdienen will und ich bezweifle, dass sich mit den jetzigen Strecken in Zukunft Geld verdienen lässt, es sei denn, man schafft es, in den nächsten Jahren die Höhenmeter-Fans aus ganz Deutschland anzuziehen, aber sowas dürfte einige Zeit dauern und da stellt sich die Frage, ob man so lange durchhält.

Ich kenne einige, die im letzten Jahr schon gesagt haben, sie machen nicht mehr mit und sich auch nicht mehr angemeldet haben. Von denen, die keine Probleme hatten, nochmal an den Start zu gehen, sagen die meisten jetzt aber auch: nie wieder Butzbach!

Bei WKW im Forum wurde die Radstrecke für eine Mitteldistanz als zu monoton beschrieben, worauf einer der Veranstalter entgegnete: eine 80km lange Radrunde wäre für die Zuschauer nicht sonderlich attraktiv. Ich meine: eine 10km lange Laufstrecke kreuz und quer durch einen Wald ist für die Zuschauer genauso wenig attraktiv. Außer den Streckenposten und Helfern habe ich im Wald noch nicht mal eine Hand voll Leute gesehen (die 100m nach Start bzw. vor dem Ziel zähle ich jetzt mal nicht mit).

Da wären mehrere Runden ums Schloss in Butzbach sicherlich für Zuschauer und Athleten interessanter und man wüsste auch, woher die Veranstaltung ihren Namen hat. 😉

Ach, und noch etwas…

Ich möchte nochmal all diejenigen grüßen, die mich vor, während und nach dem Wettkampf erkannt und angesprochen haben, das waren nämlich fast ein Dutzend Leute. Ich wusste gar nicht, dass so viele hier mitlesen. Und sorry, wenn ich in der ein oder anderen Situation nicht so gesprächig war… manchmal bin ich halt ein wenig abwesend… 🙂

Fotos vom Schlosstriathlon

Hier noch ein paar Bilder, die Katharina von mir gemacht hat. Sind echt ein paar tolle Bilder dabei… aber bitte keine blöden Bemerkungen bzgl. Bauchumfang oder Mutmaßungen über meine Oberweite! Das sieht alles nur schlimmer aus als es ist… das ist nur der Einteiler, der das so unvorteilhaft aussehen lässt… 😉